Videoüberwachung für den Schulhof

Sachbeschädigungen an Grundschule Barnstorf-Drentwede: Wildkamera als Übergang

Im „Grünen Klassenzimmer“ auf dem Schulhof der Grundschule Barnstorf-Drentwede musste Grundschulleiterin Henrike Geißler, um Sachbeschädigungen vorzubeugen, bereits Sitzgelegenheiten und Tische entfernen lassen. Zukünftig sollen Kameras diesen Bereich überwachen.
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Im „Grünen Klassenzimmer“ auf dem Schulhof der Grundschule Barnstorf-Drentwede musste Grundschulleiterin Henrike Geißler, um Sachbeschädigungen vorzubeugen, bereits Sitzgelegenheiten und Tische entfernen lassen. Zukünftig sollen Kameras diesen Bereich überwachen.

Barnstorf – Graffiti an der Außenwand der Mensa, eingeritzte und eingebrannte Hakenkreuze an Klassenfenstern und immer wieder leere Alkoholflaschen und Reste von Partynächten – Schulleiterin Henrike Geißler ist verärgert. Immer wieder kommt es zu Sachbeschädigungen an der Grundschule Barnstorf-Drentwede. Die Verwaltung der Samtgemeinde Barnstorf brachte jetzt eine Wildbeobachtungskamera am Schulhofgelände an.

Eine Videoüberwachung für den Schulhof ist in Planung.

„Abends um zehn Uhr möchte ich hier nicht allein sein“, sagt die Schulleiterin. „Wir haben kein Problem damit, wenn sich Kinder und Jugendliche am Nachmittag auf dem Schulhof treffen, aber es darf nicht in Sachbeschädigungen ausarten.“

Für Henrike Geißler ist Vandalismus an öffentlichen Gebäude nicht zu tolerieren. Die Hemmschwelle der Täter, öffentliches Eigentum mutwillig zu beschädigen, müsste in ihren Augen ebenso groß sein, „als wenn sie es bei jemandem im Garten machen“.

Übermäßiger Alkoholkonsum könnte Hemmschwellen senken, sagt sie.

Zerstörungswut nicht gegen Schule gerichtet

Dass die Zerstörungswut gezielt gegen die Grundschule gerichtet seien, glaube die Rektorin nicht: „Dafür sind die Beschädigungen nicht zielgerichtet genug. Ich gehe eher von dummen Ideen aus, die aus der Langeweile einiger entspringen.“

Leere Alkoholflaschen müsste Hausmeister Jörg Vogelsang vor allem montags auf dem Schulhof einsammeln. „Man fühlt sich wegen den ganzen Vorfällen hilflos und es bedeutet nur Arbeit und Ärger für uns“, so Vogelsang.

Im „Grünen Klassenzimmer“ ließ die Samtgemeindeverwaltung bereits Tische und Sitzmöglichkeiten entfernen, doch es kam dennoch zu Beschädigungen an Abwasserrohren und einem Stromkasten.

„Gerade die Grundschulkinder leiden unter der Maßnahme. Im schlimmsten Fall müssen wir den Schulhof für den öffentlichen Gebrauch unzugänglich machen“, so die Rektorin.

Sowohl Schulleiterin Geißler als auch Hausmeister Jörg Vogelsang sprachen sich geschlossen für eine Videoüberwachung per fest-installierten Kameras für den Schulhof aus. Die Planung und Umsetzung laufe über die Verwaltung der Samtgemeinde.

Videoüberwachung für den Schulhof

Dr. Oliver Nixdorf, Geschäftsführer der Planungs- und Entwicklungsgesellschaft Barnstorf (PEB), erklärte, dass die Samtgemeindeverwaltung als Reaktion auf die vermehrt aufgekommen Sachbeschädigungen eine Wildbeobachtungskamera am Schulhofgelände angebracht hat. „Das Barnstorfer Grundschulgebäude soll durch die Kameraüberwachung geschützt und sicher werden“, so Nixdorf.

Um der Datenschutzverordnung gerecht zu werden, laufe die Wildkamera nicht während der Schulzeit. Auch bei der Auswertung der Bilder gehe die Verwaltung nach dem Vier-Augen-Prinzip vor.

In Absprache mit einer örtlichen Firma plane die Verwaltung weitere Lösungen für eine Videoüberwachung. So soll unter anderem der Übergang zwischen der Barnstorfer Sportanlage Sundering und dem Grundschulhof von einer Kamera eingefangen werden.

„Die Maßnahme muss gut durchdacht werden und ist auch kostspielig für die Samtgemeinde“, so der Geschäftsführer der PEB.

Als Abschreckung soll die Videoüberwachung weiteren Sachbeschädigungen und Vandalismus an der Grundschule Barnstorf-Drentwede entgegenwirken.

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