Roshop: „Ich lag falsch“

Elke Oelmann aus dem Amt der Barnstorfer Fleckenbürgermeisterin verabschiedet

Für Elke Oelmann gab es von Ludolf Roshop warme Worte zum Abschied aus dem Bürgermeisteramt.
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Für Elke Oelmann gab es von Ludolf Roshop warme Worte zum Abschied aus dem Bürgermeisteramt.

Nach zehn Jahren hat Elke Oelmann ihr Ehrenamt als Fleckenbürgermeisterin abgegeben. In zwei Amtsperioden überzeugte sie ihren größten Kritiker von ihren Fähigkeiten.

Barnstorf – Elke Oelmann ist nicht mehr Fleckenbürgermeisterin von Barnstorf. Seit 2011 hatte sie dieses Amt inne. Jetzt hat sie ihr Nachfolger Fredy Albrecht offiziell während der jüngsten Fleckenratssitzung verabschiedet. In zehn Jahren hat Oelmann als erste grüne Bürgermeisterin viel erreicht, aber auch viel Gegenwind bekommen. Ihren anfangs vielleicht größten Kritiker überzeugte sie allerdings von sich.

Bürgermeisterin Elke Oelmann: Ludolf Roshop war gegen ihre Wahl

Ludolf Roshop war seinerzeit der einzige Ratsherr, der gegen die Wahl von Oelmann gestimmt hatte. Die scheidende Bürgermeisterin erinnerte sich: „Ich bekam Unterstützung von der SPD.“ Die CDU habe sich enthalten – bis auf Roshop. Es half nichts: Oelmann bekam die Stimmmehrheit.

„Es war wirklich so“, schilderte der konservative CDU-Mann. „Eine Grüne mit drei Kindern. Das ging gar nicht für mich.“ Dennoch habe er die Wahl akzeptiert und sei professionell mit ihr umgegangen. Das bescheinigte ihm auch Elke Oelmann. „Obwohl du gegen mich warst, haben wir immer gut zusammengearbeitet.“

Roshop: „Du hast mich eines Besseren belehrt“

Irgendwann habe Roshop gemerkt: „Ich lag falsch.“ Er gab zu, dass er sich irrte. „Elke, du warst eine gute Bürgermeisterin. Du konntest immer sehr gut moderieren. Es hat Spaß gemacht mit dir.“ Seine Angst, dass die Themen im Rathaus durch sie zu grün werden, habe sich nicht bestätigt: „Du hast mich eines Besseren belehrt. Du hast alle Parteien immer einbezogen.“

Der neue Fleckenbürgermeister Fredy Albrecht sagte: „Du hast bewiesen, dass du eine Kommunalpolitikerin bist,die Spaß daran hat, etwas zu bewegen.“ Sie habe ihr Amt stets zur vollsten Zufriedenheit und im Sinne von Barnstorf ausgeübt, so Albrecht.

Oelmann selbst sagte: „Je näher der Tag des Abschieds kam, desto mehr ist mir bewusst geworden, dass ich etwas aufgebe, was mich in den vergangenen Jahren ausgemacht hat.“ Besonders stolz sei sie auf die Wiederwahl im Jahr 2016 gewesen.

Fleckenbürgermeister übernimmt vorrangig repräsentative Aufgaben

Als Fleckenbürgermeister habe man insbesondere repräsentative Aufgaben bei Veranstaltungen, Geburtstagen oder Ehejubiläen. „Ich bin bei mindestens zehn Terminen pro Monat gewesen“, sagte Oelmann. Und in gewisser Weise sei dieses Ehrenamt auch ein Vollzeitjob: „Die Bürger sprechen einen beim Einkaufen an – oder auf der Straße.“

Dennoch sei sie immer mit Freude Bürgermeisterin gewesen, weil man auch menschlich und fachlich viel dazulernt. Das bestätigte ihr Stellvertreter Ludolf Roshop und erzählte von einem Geburtstagsbesuch in einem Altenheim: „Die Frau lag einfach nur da, hatte die Augen geschlossen. Ich wusste nicht, was ich machen soll.“ Die auch anwesende Pastorin habe ihm geraten, der Frau einfach etwas vorzulesen. „Also habe ich ihr ein paar Seiten aus einem Buch vorgelesen. Das werde ich nie vergessen.“

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