Rollerfahrer treffen sich zum 16. Internationalen „Scooter-Run“ am BUEZ

„Ich fahr mit der Lambretta raus…“ nach Barnstorf

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Rollerfahrer Frank Fredersdorf von den Paderborner Jetsons vor seiner Lambretta, Jahrgang 1959.

Barnstorf - Durchdringende Motorengeräusche, Rauch, Qualm und „Scooterboys“ in typischen Jackets: So wurde jeder Neuankömmling auf dem Barnstorfer Umwelt- und Erlebniszentrum (BUEZ) begrüßt, denn der Scooterclub „Tortured Maniacs“ veranstaltete seinen jährlichen „Scooter-Run“.

Bereits im Zentrum von Barnstorf bemerkte man, dass sich für zwei Tage etwas verändert hatte: Roller standen beispielsweise vor der Eisdiele sowie an der Tankstelle und Richtung Norden zum BUEZ war immer ein Strom Zweiräder unterwegs, entweder zu zweit, in Kleingruppen oder als richtiger Roller-Korso.

Barnstorf war bevölkert von Rollerfahrern aus dem ganzen Bundesgebiet. Insgesamt gut 200 der sogenannten „Scooterboys“ hatten ihren Weg in den Landkreis gefunden, um an einem „sehr familiären und entspannten Treffen unter Freunden von Vespa und Lambretta teilzunehmen“, so ein Mitglied der „Maniacs“. Hauptsächlich befreundete Scooterclubs waren zum 16. „Scooter-Run“ des seit 1990 bestehenden Clubs gekommen, weil es in der Rollerszene so üblich sei, sich bei den jeweiligen Veranstaltungen gegenseitig zu besuchen, so ein Rollerfahrer aus Bad Oldesloh.

Die meisten Fahrzeuge vor Ort waren unterschiedliche Modelle der „Rollerklassiker“ Vespa und Lambretta, vornehmlich aus den 60-, 70-, und 80er Jahren, jedoch war an den meisten Oldtimern bereits des Öfteren „herumgeschraubt“ worden. Dazu gehört auch Frank Fredersdorfs Lambretta aus dem Jahr 1959. Aktuell 159 ccm, ein neuer englischer Auspuff und von ehemals sieben auf jetzt 21 PS „hochgetunt“ lassen alte Zeiten schnell in Vergessenheit geraten.

Fredersdorf, Mitglied der Paderborner Jetsons, hatte sich mit seinem Club auch auf den Weg in den Norden gemacht, um sich mit anderen „Schraubern“ und Motorrollerfahrern auszutauschen und „einfach Spaß zu haben“, wie ein anderer Fahrer ergänzte. Aus den Berichten vieler Teilnehmer war das Motto für die drei Tage schnell gefunden: Alte Kollegen wiedertreffen, gemütlich bei Soul-Musik zusammen sitzen und sich über das größte Hobby austauschen.

Zum runden Gesamtangebot gehörten auch „Fun Games“ auf dem Gelände des BUEZ, eine Korsofahrt durch Barnstorf und Umgebung am Samstagnachmittag sowie eine Prüfstation, an denen die „aufgetunten“ Zweiräder aus vergangenen Jahrzehnten auf Herz und Nieren getestet und dann später mit anderen Modellen verglichen wurden.

Neben vielen Roller-Begeisterten aus Deutschland hatte sich auch eine Gruppe von Skandinaviern nach Barnstorf gewagt: Ein Schwede, der im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen auf das Auto für die Anfahrt umgestiegen war, berichtete, dass Freunde von ihm sich in Göteborg mit der Fähre auf den Weg nach Kiel gemacht hatten und von dort mit ihren Rollern nach Barnstorf gefahren waren. Das Erstaunen einiger anwesender Nicht-Rollerfahrer über diese Anfahrt war offensichtlich und sie stachen damit deutlich aus der Menge der „Scooterboys“ heraus.

llü

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