Sportfischereiverein Flecken Cornau feiert Jubiläum mit gut 200 Gästen

„Riesen-Sause“ mit Anekdoten und Präsenten

Vorsitzender Friedrich Iven (l.) ging beim Loskauf mit gutem Beispiel voran. Der Erlös der reichhaltigen Tombola ist schließlich für die Entschlammung der Teiche vorgesehen.

Cornau - Mit einer „Riesen-Sause“, die sich bis in die Morgenstunden hingezogen haben soll, feierte der Sportfischereiverein Flecken Cornau seinen 50. Geburtstag. „Hecht im Karpfenteich“ war dabei der glänzend aufgelegte Friedrich Iven, der nicht nur mit höchsten Auszeichnungen bedacht wurde, sondern eine zündende Ansprache hielt, die die gut 200 Mitglieder und Gäste im Festzelt auf dem idyllischen Teichgelände von den Sitzen riss.

Der Vorsitzende gab am Freitagabend eine Anekdote nach der anderen zum Besten. Wer ohne Geschenk kam, durfte auch kein Grußwort sprechen, ließ er – für seine klare Kante bekannt – augenzwinkernd seine Ehrengäste wissen und schaute dabei Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers besonders tief in die Augen. Neben Vertretern der Kommune waren auch die Petrijünger aus der Nachbarschaft sowie Vertreter örtlicher Vereine anwesend.

Ein dreifaches „Petri Heil!“ galt dem amtierenden Anglerkönig und „Edelmann“ Karl-Heinz Merker sowie Jugendkönig Samuel von Schlichtegroll. Als „Mann der Stunde“ hieß Friedrich Iven das Ehrenmitglied Fritz Stuckenburg willkommen. Gruß und Dank gingen auch an das langjährige Vorstandsmitglied Siegfried Heinze sowie den 90-jährigen Fritz Graschtat, der in alter Verbundenheit zu „seinem“ Verein trotz des hohen Alters aus Bad Fallingbostel angereist war, um an dem Jubiläumsfest teilzunehmen.

In seinem kurzen Rückblick erinnerte Iven an die Gründungsversammlung am 31. Januar 1966 im Vereinslokal Logemann, die Aufstellung einer sehr erfolgreichen Wettkampfgruppe unter Leitung von Kurt Ruhtel („Wir nannten ihn Professor“), die mehrfache Teich-Erweiterung samt Bau der „Hütte“ sowie schließlich den Erwerb des Geländes. Zu den jüngsten Projekten gehören eine Obstbaumwiese, die im Zusammenwirken mit dem Landkreis Diepholz entstand, sowie eine Blütenwiese, bei der die Firma Allos den Verein unterstützte.

Heiko Kolkhorst, Christian Morthorst und die Familie Gröne hätten sich große Verdienste um den Verein erworben. Dank sagte Iven auch Horst Herter für Lichterketten und Schirme, seinem unternehmungslustigen Pastor Rainer Hoffmann sowie Manuela Wilke für den Blumenschmuck auf den Tischen. Iven empfahl den Kauf von Losen der mit 350 Preisen bestückten Tombola, deren Erlös in die dringend notwendige Entschlammung der Teiche fließen soll.

Friedrich Iven, der seit 41 Jahre dem Vorstand angehört, davon 26 Jahre an der Spitze, ist nach Fritz Stuckenburg sen. und seinem Vater Helmut Iven erst der dritte Vorsitzende des Vereins. Und das möchte er gerne noch lange bleiben, „denn alle, die zurückgetreten sind, leben nicht mehr“. Er werde aber nur weitermachen, „wenn alle mit anpacken“, betonte der Vorsitzende.

„Ohne ihn würde gar nichts laufen,“ würdigte zweiter Vorsitzender Helmut Apwisch das Engagement des umtriebigen Vorsitzenden. Blumen bekam Ehefrau Waltraud, die ihrem Mann bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit stets den Rücken frei halte. Der Vorsitzende selbst wurde für seine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt, ebenso wie Siegfried Heinze, Fritz Stuckenburg, Heinrich Köper und Dieter Gerding. Es warteten große Präsentkörbe und Urkunden.

In den Grußworten der Gäste wurde das Engemanent der Petrijünger gewürdigt. Stellvertretender Bürgermeister Dieter Lindenberg übermittelte die Glückwünsche der Gemeinde Drebber: „Ihr seid Spitze! Auf Euch ist immer Verlass. Ihr seid immer bereit zu helfen“, rief er dem Geburtstagskind zu und fügte hinzu: „Wir wollen in der Gemeinde gemeinsam etwas erreichen und nicht als Konkurrenten auftreten.“

50. Geburtstag des Sportfischereivereins Flecken Cornau

„50 Jahre gemeinsamen Interessen nachgehen, 50 Jahre Gemeinsamkeiten pflegen, 50 Jahre Vereinsleben aktiv und passiv praktizieren, 50 Jahre erfolgreiche Fangergebnisse und 50 Jahre öffentliche Anerkennung sprechen für sich. Alles trifft auf Ihren Verein zu“, sagte stellvertretender Landrat Werner Schneider. Er brach eine Lanze für das Ehrenamt. „Was wäre das Vereinsleben ohne das ehrenamtliche Mitwirken von Personen?“, fragte Schneider und hatte auch gleich die Antwort parat: „Wir wären arm dran.“

rdu

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