Zwiebelfest am 3. November in Rechtern

„Solawi“ Hollerhof zieht positive Bilanz des ersten Jahres

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Herbstzeit ist Erntezeit – beim Hollerhof auf dem Solawi-Acker sind jetzt Extra-Ernteeinsätze angesagt. Die Initiativgruppe ist nach eigenen Angaben mit ihrem ersten Erntejahr sehr zufrieden.

Donstorf / Rechtern - Herbstzeit ist Erntezeit – das gilt auch für den Hollerhof in Donstorf, wo für die Solawi Extra-Ernteeinsätze angesetzt sind. Solawi steht für die Initiativgruppe und für den im Januar gegründeten Verein „Solidarische Landwirtschaft“ Hollerhof.

Das Gemüse wird jetzt nicht nur für die nächste wöchentliche Abholung geerntet, denn der neue Container für die professionelle Einlagerung der Wintergemüse ist da und will gefüllt werden. „Wenn die Rote Beete und der Kohl bei mehr als einem Grad lagern, halten sie sich nur wenige Wochen“, erklärt Landwirtin Hildegard Stubbe, die sich als Kooperationspartnerin der Solawi für die ganzjährige Versorgung der Mitglieder mit Gemüse zuständig fühlt. „Wir wollen mit unserem Gemüse so weit wie möglich über den Winter kommen“, wird Stubbe in einer Pressemitteilung des Vereins zitiert, „und das ohne Qualitätsverlust.“

Überschüsse, beispielsweise von Tomaten, Gurken und Kräutern, wurden in den vergangenen Wochen eingekocht, fermentiert, getrocknet oder zu Pesto verarbeitet. „Das ist eine gute Ergänzung des Speiseplans, wenn die Vielfalt am Ende des Winters nachlässt“, sagt Mechthild Kokenge. Gemüse, die Minusgrade vertragen, bleiben erst einmal auf dem Acker stehen und können geerntet werden, solange das Wetter offen ist.

Ganz glücklich über das erste Jahr

Im Gewächshaus haben die Tomaten und Gurken den Wintersalaten und dem Spinat Platz gemacht, die ebenfalls weiter für frischen Nachschub sorgen sollen.

„Wir sind ganz glücklich über unser erstes Solawi-Jahr“, resümiert Jürgen Gück, der gerade eine Mitgliederumfrage ausgewertet hat. Ergebnis: die Mitglieder sind offenbar sehr zufrieden. Viele geben an, dass sich ihr Kochverhalten verändert hat. „Es macht inzwischen richtig Spaß, mit dem umzugehen, was es gerade gibt“, erzählt Elke Picard aus Heiligenloh, „und Rezeptideen werden schon immer beim Ernten und Abholen des Gemüses ausgetauscht“.

Die Begeisterung hält an und es geht auf jeden Fall weiter, sogar mit neuen Mitgliedern. Die werden allerdings auch gebraucht, wenn die Gemeinschaft das nächste Etappenziel in Angriff nimmt: es soll mehr bezahlte Arbeit geben. „Fernziel ist natürlich die Schaffung mindestens eines festen Arbeitsplatzes“, erläutert Mechthild Kokenge, „aber da sind wir noch nicht ganz“.

Vorläufig sind alle zufrieden mit dem Erreichten und planen ein Fest mit Brot aus eigenem Roggen und Leckereien von eigenem Gemüse. Letzteres soll es ausnahmsweise an Interessierte abgegeben werden: am 3. November, ab 9 Uhr, am Solawi-Tisch auf dem Platz vor Hibbelers in rechtern. Eine einmalige Gelegenheit für Fans des Gemüsetisches, den es vor Entstehung der Solawi gab und den viele Begeisterte gerne behalten hätten.

Zwiebelfest für Interessierte

Einige Gemüsetisch-Fans haben den Schritt in die Solawi gemacht, andere konnten sich trotz vorhandenen Interesses nicht dazu entschließen. „Das mag auch ein Ergebnis falscher Vorstellungen sein, die nach unserer Wahrnehmung im Umlauf sind”, mutmaßt Hildegard Stubbe, „wie etwa der Sorge, man müsse auf dem Acker mitarbeiten. Das ist jedoch absolut freiwillig, jeder kann so viel und so wenig mitarbeiten, wie er oder sie möchte. Mitarbeit ist keine Pflicht”.

Das Zwiebelfest ist eine gute Gelegenheit für Interessierte, die Sache aus der Nähe zu betrachten und solche und ähnliche Fragen beantwortet zu bekommen –- oder einfach zu feiern: Die Solawi Hollerhof feiert am kommenden Samstag, 3. November, ein Zwiebelfest, zu dem die Öffentlichkeit eingeladen ist. „Da sich immer wieder Interesse an den Aktivitäten auf dem Hollerhof in Donstorf zeigt, bieten wir auf dem Fest Gelegenheit, das Konzept und die Akteure näher kennenzulernen“, sagt Solawi-Mitglied Ulrike Westermann.

Ab 9 Uhr gibt es Gemüse der Saison (Präsentation und Verkauf), ab 19 Uhr ein Zwiebelbuffet. „Tanzwillige sind willkommen“, schreiben die Organisatoren.

Veranstaltungsort ist die Gaststätte Hibbelers, Rechtern 6.

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