Renate Kruse gibt Leitung des Frauenkreises ab / „Evangelium nahe gebracht“

Mehr als Kaffee und Kuchen

Die Frauenkreis-Mitglieder Hildegard Schwarze (l.) und Helga Court (2.v.r.) überraschten Renate Kruse (r.) mit einem Ruhekissen. Ihre Nachfolge tritt Ursel Runge an.
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Die Frauenkreis-Mitglieder Hildegard Schwarze (l.) und Helga Court (2.v.r.) überraschten Renate Kruse (r.) mit einem Ruhekissen. Ihre Nachfolge tritt Ursel Runge an.

Barnstorf - Liebevoll gedeckte Tische mit Frühjahrsboten, dazu Kaffee und Kuchen sowie Lieder und Gedichte: Es war wie gewohnt ein stimmungsvoller Rahmen am Montagnachmittag im Frauenkreis der Kirchengemeinde St. Veit in Barnstorf. Allerdings lag diesmal etwas Wehmut in der Luft. Renate Kruse, langjährige Leiterin der Gruppe, nahm ihren Abschied.

Im Gegensatz zu früheren Treffen, als sich Renate Kruse voller Tatendrang um den Ablauf des Programms kümmerte, konnte sich die scheidende Leiterin an diesem Nachmittag ganz entspannt zurücklehnen. Die Vorträge aus der Runde zeugten voller Anerkennung für die geleistete Arbeit in den vergangenen 25 Jahren. So lange hatte die heute 78-Jährige aus Wohlstreck dem Frauenkreis vorgestanden.

„Das ist mehr als Kaffee und Kuchen“, erklärte Pastorin und Kirchenvorstandsvorsitzende Ilka Strehlow, die neben ihrem Kollegen Torben Schröder an der Abschiedsfeier teilnahm. Sie würdigte die Arbeit des Frauenkreises, in dem es nicht um bloße Freizeitunterhaltung gehe. „In der Geselligkeit gibt es immer wieder Gelegenheit, über den Glauben zu sprechen“, sagte die Pastorin.

„Du hast uns das Evangelium nahe gebracht“, bestätigte Hildegard Schwarze in ihrer Dankesrede. Neben Liedern und Texten habe die scheidende Leiterin auch auf „Gottes schöne Natur“ aufmerksam gemacht, beispielsweise durch das Kochen von Fliederbeersaft. Mit einem Präsent trafen Schwarze und ihre Mitstreiterinnen offenbar den Geschmack von Kruse: „Das ist meine Farbe“, sagte die Beschenkte, als sie das blaue Kissen ausgepackt hatte. Darauf könne sie sich nun ausruhen, so die Frauen.

Hildegard Schwarze stammt aus einem Frauenkreis in Drentwede, der damals ebenfalls einige Jahre von Renate Kruse geleitet wurde, sich aber später auflöste. Einige der Frauen zog es nach Barnstorf, wo die Gruppe im Laufe der Zeit gewachsen ist. Am Montag waren es etwa 40 Frauen, die sich im Gemeindehaus versammelten.

Renate Kruse blickte zufrieden auf ihre Zeit im Frauenkreis zurück. Sie habe stets versucht, verschiedene Themen bei den monatlichen Treffen zu bearbeiten, passend zur Jahreszeit und Festen der Kirche, aber auch in politischer, gesellschaftlicher oder literarischer Hinsicht. „Wichtig waren mir auch immer Nachrichten aus der Kirchengemeinde, die nicht im Gemeindebrief stehen“, fügte die Leiterin hinzu.

Neben den Treffen im Gemeindehaus lagen der Wohlstreckerin auch andere Aktivitäten am Herzen, beispielsweise die Mitwirkung an Basaren, die Vorbereitung von Weltgebetstagen oder auch der jährliche Ausflug. Zuletzt ging es in den Sinnesgarten nach Hille. Resümierend stellte die 78-Jährige fest: „Die Vorbereitung macht Arbeit, aber auch Freude. Vor allem, wenn man positive Resonanz bekommt.“

An die Arbeit will nun Ursel Runge aus Barnstorf anknüpfen. Sie übernimmt federführend die Leitung, kann dabei auf ein sechsköpfiges Team bauen, das sich in die Gestaltung des Programms einbringt. Renate Kruse ist und bleibt ein gern gesehenes Mitglied. Sie versichert ihren Wegbegleitern: „Meine Wurzeln bleiben hier.“

sp

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