Trotz verspätetem Saisonstart

Rekordverdächtige Zahlen: Mehr als 41.000 Besucher im Freizeitbad Hunteholz

+
Bäderbetriebsleiter Marc Krempig blickt sichtlich zufrieden auf die Schwimmbecken im Freizeitbad Hunteholz. Nach der aufwendigen Sanierung hat die Anlage ihre Bewährungsprobe bestanden. Auch die Besucherzahlen sind erfreulich.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Vor wenigen Tagen haben sich die Wasserratten noch ins kühle Nass gestürzt, in den Becken ihre Bahnen gezogen und sich auf den Liegewiesen gesonnt. Doch nun ist Ruhe im Freizeitbad Hunteholz in Barnstorf eingekehrt. Die Saison ist zu Ende, die Pforten sind geschlossen. Zutritt haben nur noch die Mitarbeiter der Stadtwerke Huntetal, die sich in den kommenden Wochen darum kümmern werden, die Anlage winterfest zu machen.

Die Stadtwerke Huntetal ziehen eine insgesamt positive Saisonbilanz. Der außergewöhnlich warme und lange Sommer habe der Freizeiteinrichtung rekordverdächtige Besucherzahlen beschert, wie der Badbetreiber mitteilt. Obwohl der Saisonstart aufgrund der aufwendigen Sanierungsarbeiten erst sechs Wochen später als gewohnt erfolgte, wurden insgesamt 41.061 Badegäste registriert. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 34.903 Besucher.

„Wir sind überwältig von diesem tollen Ergebnis. Nach der verregneten Saison 2017 freuen wir uns, dass unser Freibad in diesem Jahr so intensiv angenommen wurde“, erklärt Bäderbetriebsleiter Marc Krempig. Annähernd so viele Besucher seien zuletzt vor zwölf Jahren in Barnstorf registriert worden. Das sonnige Wetter sei natürlich entscheidend für den Besuch. Das habe sich vor allem in den Sommerferien gezeigt, hier sei ein klarer Anstieg der Besucherzahlen zu spüren gewesen.

„Die Saison war von vielen gut besuchten Sonderveranstaltungen geprägt“, erklärt Krempig weiter. Das Bäderteam bemühe sich hier um Abwechslung bei den Aktivitäten. In diesem Jahr sei erstmals ein Aqua-Ball-Event angeboten worden. Dabei hätten die Teilnehmer ihr Geschick beim „Laufen“ über die Wasseroberfläche zeigen können. Sehr gut angenommen worden seien die Schwimmkurse.

Mitarbeiter Janak Raj macht die Anlage winterfest. An den Beckenrändern werden Eisdruckplatten ins Wasser gelassen.

Gegen eine kleine Zugabe hätte so mancher Gast vermutlich nichts einzuwenden gehabt, zumal die vergangenen Tage noch viel Sonnenschein mit sich brachten. Aber der Badbetreiber schloss am vergangenen Sonntagabend wie geplant die Pforten und sprach sich aufgrund der Wetterprognosen gegen eine Saisonverlängerung aus. Diese würde nur Sinn machen, wenn es beständig warm bleibe und mit ausreichend Badegästen zu rechnen sei, erklärt Krempig. Schließlich würden bei dieser Entscheidung auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielen. Eine Saisonverlängerung sei mit zusätzlichen Betriebs- und Personalkosten verbunden.

Neben den guten Besucherzahlen freut sich der Bäderbetriebsleiter über zahlreiche positive Rückmeldungen, die es nach der Sanierung gegeben habe. Viele Badegäste hätten die neugestaltete Außenanlage gelobt. So ist beispielsweise die Hecke rund um die Schwimmbecken durch blühende Beete ersetzt worden. Dank des intensiven Sprengens sei auch der kurz vor Saisoneröffnung frisch verlegte Rollrasen wunderbar angewachsen, stellt Krempig zufrieden fest.

„Firmen haben guten Job gemacht“

„Die Firmen haben einen guten Job gemacht“, sagt der Bäderbetriebsleiter. Bei der Wiederinbetriebnahme der Anlage habe es keine Probleme gegeben. Wie bereits berichtet, sind während der neunmonatigen Sanierungsphase nicht nur der defekte Beckenkopf erneuert, sondern auch diverse Rohrleitungen im Untergrund ausgetauscht worden. Für die Kosten in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro kommt die Samtgemeinde Barnstorf auf. Sie trägt auch das jährliche Defizit der Einrichtung.

Nach dem Saisonende werden nun die Wasserkreisläufe außer Betrieb genommen, die Heizung heruntergefahren sowie die Pumpen und Filter gereinigt. Der Beckenkopf wird mit Folie abgedeckt, um ihn vor dem Frost zu schützen. Außerdem werden Eisdruckplatten an den Rändern befestigt. Damit Wände und Boden keinen Schaden nehmen, bleibt das Wasser im Becken. Es wird erst im Frühjahr ausgetauscht, wenn die Vorbereitungen auf die neue Saison anstehen. Spätestens im Mai beginnt dann der Badespaß aufs Neue.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Alternativer Nobelpreis an Korruptionsjäger und "Waldmacher"

Alternativer Nobelpreis an Korruptionsjäger und "Waldmacher"

Herbststurm "Fabienne" hinterlässt große Schäden

Herbststurm "Fabienne" hinterlässt große Schäden

Weltkommission: Staaten müssen Drogenhandel regulieren

Weltkommission: Staaten müssen Drogenhandel regulieren

Wie werde ich Hebamme/Entbindungspfleger?

Wie werde ich Hebamme/Entbindungspfleger?

Meistgelesene Artikel

Biker, Clowns und Künstler vereint

Biker, Clowns und Künstler vereint

Müller und Co. gibt Betriebe in Sulingen und Diepholz auf

Müller und Co. gibt Betriebe in Sulingen und Diepholz auf

Martfelder feiern Erntefest: Partystimmung dem Wetter zum Trotz

Martfelder feiern Erntefest: Partystimmung dem Wetter zum Trotz

Tödlicher Unfall: Auto kollidiert mit Traktor - 35-Jähriger stirbt

Tödlicher Unfall: Auto kollidiert mit Traktor - 35-Jähriger stirbt

Kommentare