Regenschauer behindern Baumeister im Hüttendorf / Kreative Architektur

„So ein Wetter hatten wir echt noch nie!“

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Mit vereinten Kräften werkeln die Kindern an ihren Hütten. Am Donnerstagabend sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Barnstorf - Mit starken Regenschauern haben in dieser Woche die kleinen Baumeister im Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum (BUEZ) zu kämpfen. „So ein Wetter hatten wir echt noch nie“, ärgert sich Einrichtungsleiter Dr. Oliver Nixdorf. Zusammen mit elf weiteren Helfern und fast 50 Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren hat er sich das Ziel gesetzt, im Rahmen der Ferienbetreuung des Lokalen Bündnisses für Familie ein Hüttendorf zu errichten.

Seit Wochenbeginn wird auf dem Gelände am Bremer Dreh fleißig gewerkelt. Der Bau der Holzhütten erfolgt trotz des Regens mit viel Spaß. Allerdings kommt es aufgrund des Wetters zu Unterbrechungen. Als Alternativprogramm schwenken die Beteiligten auf Haareflechten, Malereien oder Schreiben von Gedichten um.

Doch sobald der Regen nachlässt, kennt der Arbeitseifer der Kinder keine Grenzen. Und auch die Betreuer haben ihre Freude, wie Isabell Gerken berichtet. Es mache ihr sehr viel Spaß, bei dem Projekt zu helfen und bei den Kindern für ein handwerkliches Grundverständnis zu sorgen. Auch, dass knapp die Hälfte der Teilnehmerschar Mädchen seien, sei sehr schön. Weil aber nicht jedes Kind ein gelernter Handwerker ist, wird der Bau durch den BUEZ-Mitarbeiter Marek Bruzda begleitet. Der gelernte Zimmerer staunt über seine Lehrlinge: „Guck mal, die sind sogar noch bei Regen am Hämmern.“

Bereits gestern Vormittag haben die acht Hütten eine erkennbare Grundform. Die Gruppe von Helfer Louis Oelmann plant sogar noch ein zweites Stockwerk für ihr Haus. Der achtjährige Justus Vehlber aus Barnstorf ist mit seinen Gedanken schon einen Schritt weiter. Am Ende müsse auf seinem Haus, wie auch schon im vergangenen Jahr, auf jeden Fall eine Flagge seiner Lieblingsband AC/DC angebracht werden, berichtet der kleine Rock-Fan.

Auch in architektonischer Hinsicht gibt es immer wieder neue Überraschungen. Amina El Gumati (8), Lina Nagel (9), Frieda Nixdorf (9), Helene Menge (9) und Jette Meyer (9) zeigen sich bei der Montage der Bretter äußerst kreativ. So ist ihre Hütte die einzige auf dem Platz, die eine senkrechte Verlegung der Bretter aufweist. Das benötigte Holz stammt übrigens aus dem Sägewerk Dickel, die Werkzeuge werden zu großen Teilen von den Kindern selbst mitgebracht.

Ohne die ehrenamtliche Hilfe der vielen Betreuer ließe sich das Projekt nicht realisieren, weiß Nixdorf. Neben mehreren Jugendlichen würden Mitarbeiter der Einrichtung und gelegentlich auch einige fleißige Rentner tatkräftig zupacken. Ein besonderer Dank geht an Marlies Mertens, die für die Verpflegung der Kinder zuständig ist.

Die Fertigstellung von „BUEZtorf“ wollen Kinder und Helfer am Donnerstagabend mit einem großen Fest feiern. Dazu sind dann auch alle Eltern herzlich willkommen. Sie können dann bei hoffentlich besserem Wetter die Holzhütten ihrer Sprösslinge bewundern. Zur Stärkung warten Bratwurst, Salate und Baguette. Anschließend besteht für die Kinder die Möglichkeit, in den Holzhütten zu übernachten.

In der kommenden Woche wird das Programm an Ort und Stelle fortgesetzt. Dann geht es vorrangig um die Verschönerung der Bauwerke. Die Mädchen der „Hochkanthütte“ haben gestern Mittag schon mit Bank und Tisch für Inventar in ihrem Haus gesorgt. Hereinspaziert!

ls

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