Hegering Barnstorf beleuchtet Entwicklung in heimischen Revieren

„Problemwölfe müssen entnommen werden“

Hegeringleiter Cord-Hinrich Hespe (l.) und sein Stellvertreter Heinrich Windeler (r.) dankten Mitgliedern für ihre Treue (v.l.): Peter Hülsmann, Alfred Domröse, Ewald Schilling, Bernd Hülsmeyer, Eckhard Geske, Ludwig Klug, Reimund Hülsmann, Günter Rödenbeck und Heino Gröne. - Foto: Spahr

Barnstorf - Nach etlichen Rissen von Nutz- und Wildtieren in der Region kam der Hegering Barnstorf in seiner Jahreshauptversammlung an einem Thema nicht vorbei: Der Wolf sorgte für Gesprächsstoff und brachte Hegeringleiter Cord-Hinrich Hespe zu der Erkenntnis, dass noch ein langes Tal des Leidens vor Nutztierhaltern und Jägern liegt.

„Der Wolf unterliegt nicht dem Jagdrecht. Problemwölfe müssen über kurz oder lang entnommen werden“, heißt es in der Niederschrift der Versammlung. Abschüsse wie im Nachbarland Frankreich seien noch weit weg. Wer zurzeit einen Wolf schieße, unterstütze den niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel und werde mit etwas Pech sein Jagdschein los, warnte der Hegeringleiter. Er rief die Mitglieder dazu auf, die aktuelle Spurensuche der Landesjägerschaft zu unterstützen.

Während der Versammlung im Hotel Roshop ging der Hegeringleiter auf rechtliche Rahmenbedingungen für die Waidgesellen ein und beleuchtete ausführlich die Populationen in den heimischen Revieren. Obmann Hendrik Hibbeler informierte die 44 Anwesenden über zwei Veranstaltungen der jungen Jäger. Dabei handelte es sich um eine Raubwild- und eine Entenjagd.

Nach Angaben des Vorstands hatten im Herbst und Winter weniger Treibjagden, mit überwiegend schwachen Strecken, stattgefunden. Fasane hätten ein Problem, Hasen seien aber vorhanden. Bei der Taubenjagd sei die Beteiligung sehr gering gewesen. Auch bei der Krähenjagd seien zu wenig Tiere zur Strecke gebracht worden. Daher werde die Jagd in diesem Jahr auf jeden Fall wiederholt, kündigte Hespe an.

Schießobmann Florian Rabe lieferte die Ergebnisse des Hegeringschießens, das erneut in Sulingen ausgerichtet wurde. Insgesamt 14 Waidgesellen nutzten die Gelegenheit, um die Bedingungen in den Disziplinen Büchse und Flinte zu erfüllen. In beiden Wettbewerben setzte sich Friedrich Grieme durch. Er errang damit den Gesamtsieg und erhielt den Hegeringpokals, gefolgt von Heinrich Schierholz und Lutz Imhof. Das nächste Hegeringschießen findet am 29. April statt.

Zur musikalischen Umrahmung zahlreicher Veranstaltungen trug erneut die Bläsergruppe des Hegerings Barnstorf bei. Obmann Werner Jessen erinnerte an die 750-Jahr-Feier auf Gut Adelhorn und die Hubertusmesse, die einem gut besuchten Wildessen im Hotel Roshop vorausgegangen war. Ein Jagdausflug in den Harz trug zur Geselligkeit in der Gruppe bei. Neue Bläser seien stets willkommen, so Jessen.

Laut Versammlungsprotokoll wurden zahlreiche Mitglieder für ihre Vereinstreue geehrt. Zu den Jubilaren zählten Peter Hülsmann, Günter Rödenbeck und Ewald Schilling (alle 50 Jahre), Eckhard Geske, Heino Gröne, Günter Rieger, Hans-Georg Rusch und Albert Strahmann (alle 40 Jahre) sowie Reimund Hülsmann, Bernd Hülsmeyer, Ludwig Klug, Bernhard Mogalle und Alfred Domröse (alle 25 Jahre). - sp

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