„Ein perfekter Starttermin“

Positive Rückmeldung: Dezentrale Impfungen laufen bei der Wintershall Dea in Barnstorf an

In der Eingangshalle des ehemaligen Verwaltungsgebäudes mussten sich die Ü-80-Jährigen vor der Impfung gegen das Corona-Virus anmelden.
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In der Eingangshalle des ehemaligen Verwaltungsgebäudes mussten sich die Ü-80-Jährigen vor der Impfung gegen das Corona-Virus anmelden.

Barnstorf – Wo einst Verwaltungsangestellte des Förderunternehmens Wintershall Dea in Barnstorf durch die Gänge schlenderten, waren gestern die Ü-80-Jährigen der Samtgemeinde Barnstorf zum ersten Impftermin geladen. Von einem „perfekten Starttermin“ sprachen sowohl die Verantwortlichen als auch die Geimpften.

Im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Wintershall Dea organisierten sich das mobile Impfteam des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit Vertreterinnen vom örtlichen DRK-Ortsverein Barnstorf, um die ersten dezentralen Impftermine in der Samtgemeinde durchzuführen.

Insgesamt konnten sie 150 vorab angemeldete Barnstorfer Bürgern im Alter von über 80 Jahren die Corona-Schutzimpfungen verabreichen. Ein nächster Termin für 180 weitere Personen ist für diesen Samstag angesetzt. Nach sechs Wochen folgen im Mai die Termine für die Zweitimpfungen. „Der heutige erste Termin hat uns gezeigt, dass wir die Kapazitäten noch aufstocken können“, sagte Sabine Brandt, zweite Vorsitzende des DRK-Ortvereins Barnstorf.

Vorsitzende Kerstin Gieseke gab ihrer Kollegin recht. Sie ergänzte: „Die Leute sind wirklich super zufrieden und glücklich mit dem Ablauf und auch mit dem Ort. Sie können direkt bis vor den Eingang vorfahren, haben kurze Wege und kaum Wartezeiten. Es ist hier wirklich ideal.“

Das Team des DRK Ortsvereins Barnstorf half tatkräftig beim Impfen: Sabine Brandt, Erika Korte, Birgit Plate und Kerstin Gieseke (von links).

Die ehemaligen Büroräume im Verwaltungsgebäude der Wintershall Dea richteten hatten die Verantwortlichen zu Gesprächszimmern, Impfräumen und Wartebereichen für die Zeit nach der Impfung hergerichtet. Komplikationen habe es nicht gegeben und alle hätten die Impfung gut vertragen.

Fragen oder Bedenken zu der Corona-Schutzimpfung habe es kaum gegeben. „Die Leute sind informiert“, erklärte Gieseke. Nur die Frage, welches Vakzine gespritzt werde, sei ab und an aufgekommen. „Ausschließlich Biontech“, erläuterte Brandt.

Dankbarkeit und nette Worte hätten die Angehörigen des mobilen Impfteams und des DRK-Ortsvereins „zuhauf“ von den Geimpften für den schnellen und unkomplizierten Ablauf erhalten.

Die Samtgemeinde bietet im Barnstorfer Impfzentrum zunächst Impftermine für alle Einwohner im Alter von über 80 Jahren an. Die Impfungen werden mit den mobilen Impfteams durchgeführt, die in der Region auch schon in den Alten- und Pflegeheimen eingesetzt worden waren. Sie können bis zu 180 Personen am Tag impfen. Die Teams werden flexibel eingesetzt, sodass auch eine geringere Personenzahl geimpft werden kann und das Team anschließend weitere Termine wahrnimmt.

„Der Impfstoff wird aus Bassum in Kühlboxen angeliefert und ist im Kühlschrank auch noch bis zu fünf Tage haltbar“, erklärte eine Vertreterin des mobilen Impfteams.

In den kommenden Wochen weitet die Samtgemeinde Barnstorf das Angebot im dezentralen Impfzentrum auch auf die Gruppe der Ü-70-Jährigen aus.

Ein Bild vom Ablauf der dezentralen Impfung in Barnstorf verschafften sich: Kerstin Gieseke, Detlef Moss, Jürgen Lübbers, Sabine Brandt und Rainer Ihl (von links).

Jürgen Lübbers, Bürgermeister der Samtgemeinde Barnstorf: „Unser Angebot für die dezentralen Corona-Schutzimpfungen in der Samtgemeinde Barnstorf wird sehr gut in Anspruch genommen. Die Aktion ist schon jetzt ein großer Erfolg, wir sind sehr glücklich über die hohe Zahl der Anmeldungen.“

Sein Allgemeiner Vertreter, Detlef Moss, erklärte: „Die Impfbereitschaft in dieser Altersgruppe liegt bei rund 80 Prozent.“

Das dezentrale Impfzentrum im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Wintershall Dea in Barnstorf hatten die Mitarbeiter der Samtgemeinde Barnstorf in Kooperation mit dem Barnstorfer Ortsverband des DRK eingerichtet. Wintershall Dea stellt hierfür die Räume an der Rechterner Straße zur Verfügung. Zwei Mitarbeiterinnen des Unternehmens, die ehrenamtlich im Ortsverband des DRK engagiert sind, begleiten die dezentralen Impfungen zusätzlich und sorgen für einen reibungslosen Ablauf vor Ort.

„Von der Idee, über die Umsetzung bis hin zu den ersten Impfterminen vergingen gerade mal drei Wochen. Darauf können wir stolz sein. Es ist dem großen Einsatz der Samtgemeinde, der Impfteams, des Ortsverbandes des DRK sowie von Mitarbeitern von Wintershall Dea zu verdanken, dass wir so schnell eine gute Lösung für die Bürger in Barnstorf gefunden haben“, sagte Rainer Ihl, Leiter des Förderbetriebs Öl Nord von Wintershall Dea Deutschland in Barnstorf.

Termine für Bürger im Alter von über 70 Jahren

Aufgrund des großen Zuspruchs für die dezentralen Corona-Schutzimpfungen in den Gemeinden hat der Landkreis Diepholz dieses Angebot jetzt auch auf die Menschen ab dem 70. Lebensjahr ausgeweitet.

Die Samtgemeinde Barnstorf wird diese Impfungen wieder im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Wintershall Dea durchführen, teilte die Verwaltung nun mit. Auch das DRK Barnstorf unterstütze das mobile Impfteam erneut bei der Betreuung der Menschen während der Impfung.

Nun erhalten alle Senioren ab dem vollendeten 70. Lebensjahr ein Schreiben der Samtgemeinde Barnstorf mit einem Antwortbogen. Diesen Antwortbogen erbittet die Samtgemeinde bis Dienstag, 6. April, zurück.

Alle eingegangenen Antwortbögen werden in der Samtgemeindeverwaltung erfasst und die Impfwünsche an das Impfzentrum Bassum gemeldet. Dort werden dann die Impftermine für alle Gemeinden im Landkreis Diepholz koordiniert. Der erste Termin in Barnstorf für etwa 300 Senioren werde voraussichtlich in der zweiten Aprilhälfte stattfinden.

Wichtig ist, dass eine zusätzliche Anmeldung über die Warteliste des Landes so lange nicht möglich ist, bis alle dezentralen Impfungen erfolgt sind. Wer aktuell nicht in Barnstorf geimpft werden möchte, wird erst dann im Impfzentrum Bassum geimpft, wenn alle Impfungen der über 70-Jährigen in Barnstorf erfolgt sind. Deshalb bittet die Samtgemeinde Barnstorf dringend darum, die Antwortbögen rechtzeitig zurückzugeben.

Die zweite Änderung gegenüber dem bisherigen Verfahren ist die Berücksichtigung der Impfwünsche nach dem Lebensalter. Senioren im Alter von 79 Jahren werden vor denen mit 78 Jahren geimpft.

Einzige Ausnahme von diesem Prinzip sind Ehe- oder Lebenspartner, die sich gemeinsam zur Impfung anmelden. Sind beide 70 Jahre oder älter, werden sie gemeinsam an dem Termin geimpft, der für die oder den älteren der beiden Partner gilt – der 73-jährige Ehemann also an dem Termin, der für seine 78-jährige Ehefrau maßgeblich ist. Auch diese Möglichkeit einer gemeinsamen Impfung ist neu und kann direkt auf dem Antwortbogen angegeben werden.

Die dezentralen Impfungen in den Gemeinden erfolgen ausschließlich nach der Altersindikation. Das gilt auch für Paare, in denen ein Partner bereits über 70 Jahre alt ist, der andere aber noch unter 70 Jahre. In diesem Fall ist eine gemeinsame Impfung leider nicht möglich, da Personen unter 70 Jahre erst in der dritten Prioritätsstufe geimpft werden dürfen.

Alle Impfwilligen, die wegen ihres Berufes oder aus gesundheitsbedingten Gründen in der Priorität zwei impfberechtigt sind und auf der Warteliste des Landes für das Impfzentrum Bassum stehen, erhalten ihre Termine weiterhin im Impfzentrum Bassum.

Ein abschließender Hinweis gilt für alle Bürger, die bereits das 80. Lebensjahr vollendet haben und aus den verschiedensten Gründen bei der dezentralen Impfung in dieser Woche nicht dabei sein konnten. Wer aus dieser Altersgruppe noch keine Erstimpfung erhalten hat, kann sich gerne im Rathaus melden. Er werde dann bei den künftigen Impfterminen entsprechend dem Alter vorrangig berücksichtigt.

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