Muntere Drillinge im Kuhstall bei Landwirt Thorsten Eggerking

Plötzlich sind es drei

Drillinge im Kuhstall: Landwirt Thorsten Eggerking (r.), Mutter Anita und Angestellter Florian Kunst freuen sich über die munteren Kälber, die am Montag hier zur Welt gekommen sind. Foto: Reckmann

Deckau – Sie sind noch etwas wacklig auf den Beinen, wie sollte es sonst auch sein? Schließlich sind sie erst seit wenigen Tagen – eigentlich Stunden – auf dieser Welt. Aber sie sind neugierig, wollen die Welt erkunden und ziehen jeden in den Bann, der sie sieht:

Drei Kälbchen sind am Montag auf dem Hof von Thorsten Eggerking in Deckau zur Welt gekommen. Das Besondere: es sind Drillinge.

Eine Drillingsgeburt bei Rindern, das ist sehr selten. „Ich bin jetzt seit 50 Jahren hier, aber das habe ich auch noch nicht miterlebt“, sagt Eggerkings Mutter Anita und auch sie freut sich sichtlich, dass die Drei so munter sind. Die Wahrscheinlichkeit, Drillinge zur Welt zu bringen liegt bei 0,007 Prozent, wie die Tierärztliche Hochschule Hannover bei einer anderen Gelegenheit ausgerechnet hat.

Für die Mutter „Mareike“ ist es die dritte Schwangerschaft, erzählt Thorsten Eggerking. Die Holsteiner Schwarzbunte ist im Dezember 2014 zur Welt gekommen. Man habe ihr die Strapazen schon angemerkt, hatte sie doch bei der Geburt rund 150 Kilogramm Gewicht verloren.

Die Drillingsgeburt war eine Riesen-Überraschung. „Sie hat zehn Tage zu früh gekalbt, eigentlich wäre sie am 30. Mai dran gewesen“, erzählt Thorsten Eggerking. Am Montag kündigte sich dann die Geburt an, das erste Kalb kam allein auf die Welt, das zweite brauchte etwas Geburtshilfe. Als schon alle dachten, die Geburt sei über die Bühne, da kündete Unruhe im Stall davon, dass das noch nicht alles war: das dritte Kalb hatte da bereits ebenfalls allein den Weg auf die Welt gefunden.

Eine normale Geburt ist es gleichwohl nicht. Die Kälber bringen natürlich weniger Gewicht auf die Waage und man müsse nun mit der Nahrungsgabe auch sehr behutsam sein, sagt Eggerking. Wenn sonst ein Kälbchen etwa 50 Kilogramm auf die Waage bringt, dann haben die Drillinge maximal 30, der Jüngste gar nur 25 Kilo derzeit.

Dennoch machen die Drei einen absolut munteren Eindruck. Als es zum ersten Fototermin ihres Lebens mit dem neugierigen Zeitungsmenschen geht, staksen die Kälbchen noch etwas unbeholfen die Wiese entlang, zeigen sich aber absolut wissbegierig, was ihre Umwelt betrifft – und vor allem: was da alles so wächst.

Und sie geben ihren menschlichen Begleitern gern mal die Richtung vor: „Da steckt schon eine ganz schöne Kraft dahinter“, sagt Anita Eggerking, als sie die Tiere zum Fototermin dirigiert hatte.

Und jeder auf dem Hof hat die Drei schon ins Herz geschlossen. „Wir sind optimistisch, dass die Drei durchkommen.“

110 Milchkühe hat der Betrieb mitten in Deckau, mit Kälbern, Färsen und Bullen sind es fast 300 Tiere. Er ist mit Leib und Seele Landwirt, sagt Eggerking. Sieben Tage in der Woche, rund um die Uhr. Ein Job, in dem es einem oft genug nicht leicht gemacht werde. Aber an solchen Tagen wie dem vergangenen Montag rückt dann auch mal der Milchpreis in den Hintergrund.

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