108 Ortsfeuerwehren, 170 Helfer und mehr als 1000 Besucher 

Gelungene Kreisfeuerwehrwettbewerbe in Drebber

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Neben Tempo ist auch Teamgeist gefragt.

Drebber - Von S. Brauns-Bömermann. Alle Helfer tragen blaue T-Shirts mit dem Motto „Drebber kann dat“ und Namen-Buttons. Wo sie zu finden sind auf dem rund 3,5 Hektar großen Areal am Feuerwehrhaus der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Drebber in der Samtgemeinde Barnstorf, da wartet Hilfe, da packen alle an.

Tatkräftiges Anpacken war auch notwendig am Sonnabend bei den Kreiswettbewerben der Feuerwehren in Drebber. Das eine sind die sportlichen und technischen Wettkämpfe auf Zeit in den A- und B-Klassen, das andere ist das Angebot für die 108 angetretenen Ortsfeuerwehren und Gäste. „Mit dem Motto haben wir uns regelrecht beflügelt“, sagt Ortsbrandmeister Reimund Alsdorf. Bereits die Parkplätze belegen: Was Drebber sich mit der Einladung zu den Kreiswettbewerben vorgenommen hatte, gelang. Mehr als 1 000 Besucher seinen da gewesen, schätzt der Ortsbrandmeister.

Feuerwehr hocherfreut über die Hilfsangebote anderer Vereine

„Die Ausrichtung ist von langer Hand geplant“, sagt Peter Husmann von der Feuerwehr und lobt damit die Kollegen Olaf Kurth und Kai Schumacher, die immer zur Stelle waren bei planerischen Aufgaben. Seit Ausrichtung der vergangenen Kreiswettbewerbe in Wetschen brodelte die Idee, die konkreten Planungen liefen seit 2016. „Was uns total überrascht und gefreut hat, ist, dass wir nach dem Entschluss überrannt wurden mit Hilfsangeboten aus jedem Verein in Drebber.“ Faktisch waren die rund 70 Feuerwehrleute plus jeweils eine Delegation aus den dörflichen Vereinen engagiert. „Das mögen wohl 170 Helfer sein“, rechnet Alsdorf.

Das Wettbewerbsgelände aus der Drohnenperspektive.

Hinter dem Feuerwehrgerätehaus entstand ein mit Gras eingesätes Gelände für die Ausrichtung der Wettbewerbe, infrastrukturell mit Gräben und Schächten für Löschwasser erschlossen. Die Gruppen aus dem Landkreis erwartete nach den schweißtreibenden Vergleichswettkämpfen in voller Montur ein Verweilangebot der Premium-Güte. „Wir haben unsere eigene „kulinarische Meile“ entworfen“, sagt Husmann. Die lud neben Zelt und Feuerwehrgerätehaus ein, kein Wunsch blieb offen. Regionale Anbieter versorgten die hungrigen Wettbewerbsteilnehmer mit Essen und Trinken jeglicher Art, die Gerätehalle verwandelt sich in ein Luxus-Café mit frischen Torten der Frauen aus dem Ort und, im „Vip-Bereich“ gastieren in den Pausen die Schiedsrichter. Im Zelt gab es Musik verschiedener Feuerwehr-Kapellen aus dem Kreis und DJ.

Disziplin und Teamfähigkeit für die Veranstaltung notwendig

Mit im Helferteam auch die aktuellen 32 Konfirmanden von Drebber, die im Laufschritt über das Gelände fegen: „Sie fungieren als Kuriere und als ,zbV’“, sagt Heiner Müller im Wertungsbüro. ZbV heißt: zur besonderen Verfügung. Tom Altmann ist einer der freiwilligen Helfer aus den Reihen der Konfirmanden. Die Schlange mit bangen Gesichtern bei den Feuerwehrleuten an der Los-Stelle ist lang: Denn auf Kreisebene gilt im Wettbewerb, dass sechs von neun Kameraden keine feste Zuteilung haben, ihnen werden die Aufgaben für den Löschangriff zugelost. Lediglich Maschinist, Gruppenführer und Melder sind gesetzt.

Kreiswettbewerbe der Feuerwehren in Drebber

Wer das Event verfolgt, merkt schnell, dass sich im Ablauf die straffe Organisation der Feuerwehr widerspiegelt. Denn nur wer gelernt hat, im Team zu arbeiten, die eigenen Aufgaben abzuarbeiten, aber im Ernstfall Probleme sieht und anpackt, dem gelingt so eine Mammutaufgabe. Die Kreiswettbewerbe in Drebber: ein Familien- und Kameradenfest und faire Wettbewerbe mit Teamgeist.

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