12. Oldtimer-Treffen des Motorsportclubs Barnstorf leidet unter dem Wetter

Motorrad mit Seele

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Friedrich „Hasso“ Meyer (rechts) im Gespräch mit Gerd Haberland aus der Nähe von Wernigerode.

Barnstorf - Beteiligung und Besuch hätten besser sein können: Das 12. Oldtimer-Treffen des Motorsportclubs Barnstorf (im ADAC) auf dem Gelände des Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrums (BUEZ) hat nicht alle Erwartungen erfüllt.

Auch diese Veranstaltung, die bei den Liebhabern historischer Fahrzeuge – ob Motorrad, Auto oder Traktor – einen hohen Stellenwert hat, litt unter dem Wetter: Sonnabend nahezu unerträgliche tropische Temperaturen, Sonntag Gewitter, Regen. In den Vorjahren konnten mehr als 200 Fahrzeuge in Augenschein genommen werden. Dieses Mal waren es deutlich weniger.

Die Fahrer von Cabrios oder Zweirädern, die am Sonnabend den Dreh an der Straße „Am Dreh“ in Barnstorf hingekriegt hatten, freuten sich über so viel Sonnenschein. Aber auch sie spürten die fast 40 Grad. „So warm wollten wir das nicht haben“, meinte bei einem kühlenden Getränk im Schatten Friedrich „Hasso“ Meyer. Der Vorsitzende des MSC Barnstorf war mit der Gesamt-(Wetter)-Situation und deren Auswirkungen nicht zufrieden. Die monatelangen Vorbereitungen wurden nicht belohnt. Ein Trost: „Muss ja auch nicht immer die große Masse sein. Wir haben hier aber viel Klasse.“

Sein Dank ging vor allem an die Teilnehmer, altbekannte und auch neue Gesichter, und zwar aus dem gesamten norddeutschen Raum und sogar aus Thüringen, an seine rund 20 Mitstreiter und auch an das BUEZ-Team von Dr. Oliver Nixdorf. „Mit denen zusammen zu arbeiten, macht großen Spaß“, lobte Meyer das gute Mitarbeiter.

Der Kreis der Teilnehmer – die ersten waren schon Freitagabend angereist und hatten ihre Zelt auf dem BUEZ-Gelände aufgeschlagen – war überschaubar.

Oldtimer-Treffen in Barnstorf

Friedrich Meyer gelang es immer wieder, bei seinen kurzen Interviews den Teilnehmern Informationen zu entlocken.

Gerd Haberland aus der Nähe von Wernigerode nahm zum ersten Mal an dem Oldtimer-Treffen in Barnstorf teil. Er hatte echte Schätze aufgefahren. Der gebürtige Heidelberger hatte schon mit sechs Jahren an einem Motorrad herumgebastelt. Inzwischen stehen 190 historische Kräder in seinem Stall. Von einigen will er sich trennen.

Ein Blickfang: die schwedische Monark, die einst fürs Militär gebaut worden war und nun einen Ehrenplatz in einem Museum bekommt. Einige Takte älter gleich nebenan die Gillet, Baujahr 1938. Und alles im Originalzustand.

Haberland war von Barnstorf begeistert. „Nächstes Jahr komme ich wieder.“ Ihm gehe es nicht vordringlich um den Verkauf, sondern um den Spaß. Er suche das Gespräch mit Gleichgesinnten. Und wenn er denn einmal eine Maschine verkauft hat, will er wissen, was der neue Besitzer damit vorhat. Anderer Anstrich, neuer Sattel? Ein solcher Eingriff kommt für den Motorrad-Freak nicht in Frage. „So lassen. Nichts verändern. Sonst klaut ihr dem Motorrad die Seele.“

Die „Grünen-Fraktion“ war in Barnstorf auch stark vertreten: Der Deutz-Club aus Dreeke. Otto Pohlmann aus Drebber machte schon zum achten Mal mit. Der Deutz-Club ist inzwischen eine feste Größe. Er hat erfolgreich das Oldtimer-Treffen in Dreeke nach einjähriger Abstinenz wieder aufleben lassen.

„Schilder Micha“ aus der Nähe von Herford war zum vierten Mal in Barnstorf. „Noch nichts verkauft,“ klagte er. Seine Emaille-Schilder kosten bis zu 1000 Euro. Repliken sind erheblich billiger. Die Nachfrage nach solchen Schildern sei enorm. Nun, nur in Barnstorf war damit kaum Staat zu machen. Und auch die Aussteller des Teile-Marktes hatten in Barnstorf schon bessere Zeiten gesehen.

Ganz happy war Janne aus Aschen, der in wenigen Tagen sieben Jahre alt wird. Er durfte neben Marek Bruzda auf der Lok der Moorbahn Platz nehmen, die zu Rundfahrten über das BUEZ-Gelände einlud. Von dem Angebot wurde reger Gebrauch gemacht – nicht zuletzt wegen der „Abkühlung“ durch den Fahrwind.

rdu

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