Auch Laternenumzug und Hobbymarkt

Offener Sonntag in Barnstorf mit „nicht ganz so tollem Andrang“

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Verkaufoffener Sonntag in Barnstorf: Das Team von Annette Kattau (rechts) hatte alle Hände voll zu tun.

Barnstorf - War der Termin für den gestrigen verkaufsoffenen Sonntag zum St.-Martinstag zu kurzfristig angesetzt, gab es zu viele Gegenveranstaltungen in der Nähe oder war das Herbstwetter Schuld? Diese und ähnliche Fragen gingen wohl so manchem Einzelhändler durch den Kopf, wenn er den „nicht ganz so tollen Andrang“ am Sonntagnachmittag betrachtete.

„Es hätte besser sein können“, ist sich Thorsten Spiller vom Barnstorfer Sport- und Modehaus sicher. „Aber ich bin zufrieden“, fügte er hinzu. Ein wenig verwirrend waren wohl für manchen potenziellen Kunden die vorab angekündigten Öffnungszeiten. Spiller: „Mal stand von 13 bis 18 Uhr, mal von 14 bis 18 Uhr in der Zeitung.“ So habe mancher der vor 14 Uhr kam, vor verschlossenen Türen gestanden. „Gesetzlich ist es erst ab 14 Uhr erlaubt“, erklärte der Einzelhändler.

Eine hundert Meter weiter gaben sich derweil die Kunden bei Annette Kattau die Klinke in die Hand. Aus Twistringen, Drentwede, Jacobidrebber und Rehden kamen sie angefahren. „Ich bin sehr zufrieden, obwohl ich sagen muss, dass sonst an verkaufsoffenen Sonntag noch viel, viel mehr los ist“, erklärte Annette Kattau in einem Kundengespräch.

„An so einem dunklen Herbsttag ist es doch schön, durch die Geschäfte zu bummeln“, freute sich eine Kundin über die zusätzliche Ladenöffnung: „Man hat viel mehr Ruhe und Zeit, sich alles anzugucken“.

Zahlreiche Mädchen und Jungen folgten gestern beim Laternenumzug in Barnstorf dem Darsteller des Heiligen Martin, der hoch zu Ross den Umzug durch die Straßen anführte. - Foto: Nölker

Auch wenn der letzte verkaufsoffene Sonntag erst fünf Wochen her ist, „besser als vor dem Fernseher zu sitzen!“ Und so füllten sich auf der einen Seite die Taschen, auf der anderen Seite leerten sich die Regale.

Dabei konnte man an diesem Tag in Barnstorf gleich mehrere Termine nutzen. Etwa den großen „Weihnachtlichen Hobbymarkt“, der im Meyer-Köster-Haus an diesem Wochenende zum 20. Mal ausgetragen wurde (wir berichten noch). Traditionell richtete die St. Barbara und Hedwig-Kirchengemeinde am späten Sonntagnachmittag den Martinsumzug aus.

Zahlreiche Mädchen und Jungen folgten dem Darsteller des Heiligen Martin, der hoch zu Ross den Umzug durch die Straßen anführte. Den Abschluss bildete ein gemütliches Beisammensein am Martinsfeuer im Pfarrgarten. Zur Stärkung gab es Glühwein, Punsch und Gebäck.

Auch eine Preisverleihung von der Barnstorfer Fördergemeinschaft stand erstmalig an.

Die besten selbst gebastelten Laternen wurden dabei prämiert, erklärte Geschäftsfrau Annette Kattau. Sie hatte gemeinsam mit Autohändler Andreas Ahlers den Anstoß für die Gemeinschaftsaktion gegeben. - sn

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