Barnstorfer Bibliothek startet am 1. Dezember mit der E-Book-Ausleihe

Nutzer bekommen Zugriff auf mehr als 25 000 Medien

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Klicken sich per Smartphone und Reader in den neuen Online-Katalog ein (v.l.): Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers, Fachbereichsleiterin Frauke Brüning, Bibliothekarin Christiane Roth und Kollegin Anita Fehner.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Auswählen, einloggen, herunterladen: Wer sich mit neuem Lesestoff eindecken möchte, kann das bequem von zuhause und unterwegs tun. Ein paar Mausklicks genügen für den Griff ins digitale Bücherregal. Die Barnstorfer Bibliothek bietet den neuen Service ab dem 1. Dezember an. Dann können die Kunden rund um die Uhr auf ein riesiges Medienangebot im Internet zugreifen.

„Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, erklärt Diplom-Bibliothekarin Christine Roth, die mit ihrem Team lange auf diesen Tag hingearbeitet hat. Der Handel mit E-Books ist schon längst nichts Neues mehr, aber die Ausleihe ist für viele öffentliche Einrichtungen wie in Barnstorf noch Neuland. Darum hat sich die Kommune dem Verbund „NBib.24“ angeschlossen, in dem bereits fast 130 Bibliotheken in Niedersachsen organisiert sind.

Die Barnstorfer Bibliothek hat in diesem Jahr ihren kompletten Bestand durchforstet. Dabei sind etwa ein Drittel der Medien, die kaum oder gar nicht mehr gefragt sind, ausgemustert worden. Das aktualisierte Angebot umfasst etwa 8 000 Titel. Mit der Einführung der E-Books kommen jetzt mehr als 25 000 Medien hinzu, ohne ein einziges Bücherregal aufstellen zu müssen. Alles spielt sich in der digitalen Welt ab.

Großes Online-Angebot

Nach Angaben der Einrichtungsleiterin umfasst das Online-Angebot mehr als 9 000 Sachbücher und Ratgeber, dazu über 5 000 Romane, etwa 1 500 Kinderbücher sowie etliche Hörbücher und Filme. Auch das Angebot an Zeitschriften geht weit über den Bestand der Bibliothek hinaus. Im Netz stehen mehr als 100 Zeitschriften, darunter sehr spezifische Titel, zur Verfügung.

Die Ausleihe ähnelt dem Einkauf in einem Onlineshop. Der Kunde kann auf dem Internetportal oder mit der Online-App den Medienbestand durchforsten und die gewünschten Titel in einen Warenkorb legen. Mit wenigen Klicks lassen sich die Dateien auf das Endgerät übertragen. Dies kann ein spezieller Reader sein, aber auch Heimcomputer, Laptop, Tablet oder Handy. Alles, was die Nutzer brauchen, ist ein Bibliotheksausweis, um auf den Online-Katalog zuzugreifen. Besonderer Vorteil: Der zusätzliche Service ist kostenlos. Auch Mahngebühren gibt es bei der Online-Ausleihe nicht. Nach Ablauf der flexibel wählbaren Ausleihfrist lässt sich die Datei nicht mehr öffnen. „Über die Rückgabe muss man sich also keine Gedanken machen. Das funktioniert hier ganz automatisch“, sagt Mitarbeiterin Anita Fehner.

Haushaltsetat aufgestockt

Für das Team der Barnstorfer Bibliothek ist der Umgang mit dem neuen Angebot auch noch Neuland, aber die Mitarbeiter haben sich in den vergangenen Monaten intensiv auf die Einführung vorbereitet und hoffen nun auf einen Anstieg der Ausleihzahlen, die vor einigen Jahren spürbar eingebrochen sind. Dies könnte auf die Einführung der Nutzungsgebühren zurückzuführen sein, aber auch auf den Wechsel zu Online-Angeboten.

„Da muss man mit der Zeit gehen“, unterstreicht Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers. Er und Fachbereichsleiterin Frauke Brüning begrüßen die Neuausrichtung der kommunalen Einrichtung, die auch von der Politik mitgetragen wird. Der Haushaltsetat ist unlängst aufgestockt worden. Immerhin kostet der Beitritt zum Ausleihverbund etwa 6 000 Euro. Hinzu kommt eine jährliche Gebühr in Höhe von rund 500 Euro.

Blick auf zukünftige Medienauswahl

Mit ihrem eigenen Etat wäre die Bibliothek allein nicht so weit gekommen, denn der niedersächsische Verbund sichert die Rechte der Verleger. Die bundesweit tätige Gesellschaft „divibib“ kümmert sich derweil um die Einrichtung und Wartung des Online-Katalogs. Was die zukünftige Medienauswahl betrifft, ist auch der neue Partner aus Barnstorf gefragt. „Wir haben Einfluss und müssen mitarbeiten“, erklärt Roth. Sie blickt dem Start am 1. Dezember gespannt entgegen und hofft auf eine positive Resonanz. Nähere Informationen sind in der Barnstorfer Bibliothek und im Internet erhältlich.

www.barnstorf.de/buch

www.nbib24.de

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