Noch kein Urteil im Sanierungsfall

Kosmetik am Neubau der Feuerwehr

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Der Sockel des Feuerwehrhauses erhält eine Schutzschicht.

Eydelstedt - Von Thomas Speckmann. Das neue Feuerwehrhaus in Eydelstedt wird in diesen Tagen einer kosmetischen Behandlung unterzogen. Handwerker haben den kompletten Sockel des Gebäudes freigelegt, um eine Zusatzbeschichtung aufzutragen. Die Maßnahme ist nötig geworden, weil sich bereits vor Inbetriebnahme des Gebäudes im Sommer vergangenen Jahres feuchte Stellen an der Außenwand gebildet hatten.

Der Sockel hätte von Anfang an eine Dichtungsbeschichtung bekommen müssen, erklärt Thorsten Kuhlmann, der als Geschäftsführer der Planungs- und Entwicklungsgesellschaft Barnstorf (PEB) für die Bauleitung zuständig war. Diese Beschichtung, die gegen Feuchtigkeit aus dem Erdreich schützt, wurde beim Verputzen des Gebäudes offenbar versäumt. Sie werde nun von der zuständigen Firma im Rahmen einer Mängelbeseitigung nachgeholt, berichtet Kuhlmann. Für die Samtgemeinde Barnstorf als Träger der Feuerwehr sollen durch die „Schönheitsreparatur“ keine Kosten entstehen.

Die feuchten Stellen im unteren Bereich der Gebäudehülle waren im Spätsommer 2013 entdeckt worden. Erste Vermutungen, dass es sich um Spritzwasser vom Dach handeln könnte, sollten sich nicht bestätigen. Die Samtgemeinde schaltete einen Gutachter ein. Gespräche mit der ausführenden Firma brachten schließlich eine Klärung. Sofern das Wetter mitspielt, solle der Schaden Ende nächster Woche behoben sein, sagt Kuhlmann.

Wesentlich komplizierter gestaltet sich nach wie vor die finanzielle Aufarbeitung des Sanierungsfalls, der durch den Schimmelbefall unter dem Dach eingetreten war und vorerst auf Kosten der Samtgemeinde behoben wurde. Die Kommune bemüht sich weiter um eine Schadensregulierung. Zu einer Einigung mit dem Handwerksbetrieb, der nach Auffassung des Bauherren falsches Material eingesetzt und damit den Schimmelpilz verursacht haben soll, ist es bislang nicht gekommen.

Im September 2014 hatte sich das Landgericht Verden erstmals mit der Klage der Samtgemeinde Barnstorf gegen den mit den Zimmerarbeiten beauftragten Handwerksmeister befasst. Vorsitzender Richter Dr. Stefan Nott empfahl den Parteien einen Vergleich. Die Samtgemeinde hat eigenen Angaben zufolge einen Vorschlag unterbreitet, der vom Betrieb aber abgelehnt worden sei.

Inzwischen wurde vom Gericht ein Gutachter bestellt, der sich bei einem Ortstermin am 19. Februar kundig machte. Bei der Überprüfung waren auch Vertreter der Samtgemeinde, der PEB und des Handwerksbetriebes mit ihren Rechtsbeiständen vertreten. Ein Ergebnis stehe bislang noch aus, berichtet Kuhlmann. Der Gutachter habe zusätzliche Unterlagen angefordert und angekündigt, dass es möglicherweise noch einen zweiten Ortstermin geben soll. Nun heißt es Abwarten.

Bei der Aufstellung des Sanierungsplans hatte die Samtgemeinde in Abstimmung mit dem Sachverständigen Jens Droppelmann (Damme) festgelegt, dass nach der Bekämpfung des Schimmelpilzes Luftmessungen durchgeführt werden, um eine Gesundheitsbeeinträchtigung für die Gebäudenutzer auszuschließen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren sollen regelmäßige jährliche Kontrollmessungen im Feuerwehrhaus vorgenommen werden. Die erste Messung sei Mitte März erfolgt und werde zurzeit ausgewertet, erklärt Kuhlmann. Er rechnet zeitnah mit einem Ergebnis.

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