„Jockels Pinte“ läuft wieder heiß

Jörg und Anika Behrens: Neues von der Kult-Kneipe und dem Campingplatz in Ihlbrock

Das Betreiber-Ehepaar Jörg und Anika Behrens auf der neu angelegten Terrasse von „Jockels Pinte“ in Ihlbrock.
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Das Betreiber-Ehepaar Jörg und Anika Behrens auf der neu angelegten Terrasse von „Jockels Pinte“ in Ihlbrock.

Ihlbrock – Der Mann ist einfach mal auf gut Glück vorbeigefahren. Als er Jörg Behrens und seine Frau Anika auf der neu angelegten Terrasse arbeiten sieht, hält er an.

„Dürft Ihr wieder öffnen?“, fragt der Stammgast das Betreiber-Ehepaar von „Jockels Pinte“. Anika strahlt: „Ja, es geht wieder los.“ Allerdings verweist sie auf die „drei Gs“ – Geimpfte, Genesene und nicht länger als 24 Stunden vorher negativ auf Corona Getestete dürfen sich hier in Ihlbrock jetzt bewirten lassen.

Im Außenbereich müssen die Besucher allerdings keinen Test vorweisen – und dieser lauschige „Utspann“ lohnt sich. Jörg Behrens, den seine Freunde und Besucher des Lokals samt des nahen Campingplatzes nur „Jockel“ nennen, blickt zufrieden durch die unlängst errichteten Fachwerkbalken, die das neue Terrassendach tragen: „Langsam läuft man wieder heiß – und freut sich auf die Gäste.“

Seit November hatte das Coronavirus die urige Kult-Kneipe, den Campingplatz und den Bereich der Schlaffässer lahm gelegt – nur die Dauercamper durften weiter das Idyll am Hunteufer nutzen. Jetzt aber sind auch dort wieder alle Geimpften, Genesenen und Getesteten erlaubt.

Doch in dieser Zwangspause klotzte der 40-Jährige ran – mit Ehefrau Anika, Vater Hans-Jörg (Gründer des Campingplatzes samt „Pinte“ und ebenfalls unter „Jockel“ bekannt), Mutter Anke sowie diversen Handwerkern.

„Wir haben in der Coronazeit das gemacht, was wir ohnehin vorgehabt hätten – und ziemlich renoviert“, fasst Anika Behrens die unzähligen Arbeitsstunden an Eigenleistung zusammen.

Umfassende Renovierungen

Das Resultat: ein umfassendes Facelifting, ohne den heimeligen Charakter des Lokals zu verfremden. Die Toiletten erneuerten sie von Grund auf – nur die Stalltüren sind alt. Sie stammen von einem Wagenfelder Trödelhändler, Behrens schliff und flämmte sie ab. Das Clubzimmer vergrößerten die Eigentümer um das Doppelte.

Auch das Fachwerk rund um den Außenbereich, zum Teil von „Jockel“ schon ausgemauert, hat Geschichte: „Die alten Balken haben wir netterweise von einer lieben Nachbarin bekommen“, schildert „Jockel“. „Ein Stück Ihlbrock eben“, ergänzt Anika.

Noch ist in den Augen des Paares nicht alles fertig, „aber wir haben aus dieser Zeit der Schließung das Beste gemacht“, findet die 32-Jährige. Ihr Mann stimmt zu: „Im laufenden Betrieb neben Kohltouren, dem Ostergeschäft oder Spargelessen wäre das zwar auch möglich gewesen, aber für die Gäste eben nicht schön und mit Kompromissen verbunden“, ahnt der Physiotherapeut.

Zweifel während der Zwangspause

Sicher gab es während der langen Zwangspause Zweifel. „Und wenn wir zwei nicht unsere Hauptberufe und unsere Familien in der Hinterhand hätten, wäre das alles ohnehin nicht zu stemmen“, verdeutlicht Anika Behrens, im „normalen Leben“ wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Osnabrück.

Corona-Hilfen gab‘s für Pinte und Campingplatz jedenfalls nicht – „eben weil wir keine Angestellten haben. Alles halten wir hier mit der Familie am Laufen“, so die 32-Jährige.

Jetzt freuen sich beide über den vielversprechend angelaufenen Neustart – von „Currywurst-Freitagen“ bis zu „Torten-Sonntagen“ mit ausschließlich selbst gebackenen Kreationen von Anika und Schwiegermutter Anke.

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