Neues Strukturmodell: Seniorenresidenz Huntetal in Barnstorf macht mit

Durch Entbürokratisierung mehr Zeit für Menschen

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Mehr Zeit für die Bewohner zu haben, ist Ziel des neuen Strukturmodells, das den Pflegekräften weniger bürokratische Arbeit auflädt.

Barnstorf - Die Seniorenresidenz Huntetal in Barnstorf arbeitet ab sofort nach einem neuen Strukturmodell, um die Arbeit der Pflegekräfte zu entbürokratisieren. Ziel ist es, wieder mehr Zeit für die Bewohner zu haben.

Menschen pflegen statt Akten wälzen – damit dies zukünftig in Deutschlands Pflegeeinrichtungen umgesetzt werden kann, wurde unter der Federführung von Karl-Josef Laumann, Bevollmächtigter der Bundesregierung für Patienten und Pflege, ein Strukturmodell erarbeitet. Ziel ist es, den Dokumentationsaufwand erheblich zu reduzieren, gleichzeitig aber nicht die fachlichen Standards zu vernachlässigen, die Qualität zu gefährden oder haftungsrechtliche Risiken aufzuwerfen.

Auch die Seniorenresidenz Huntetal in Barnstorf nimmt an dem Strukturmodell teil. Alle Pflegemitarbeiter schauen laut einer Pressemitteilung der Einrichtung positiv auf die neue Arbeitsweise.

Ein Beispiel: Mussten sonst lange Pflegeberichte über alle Bewohner geschrieben werden, sollen jetzt lediglich Auffälligkeiten und Abweichungen dokumentiert werden. Die Software, mit der heutzutage am Computer dokumentiert wird, wurde in den entsprechenden Pflegeeinrichtungen bereits umgestellt.

Um das Wissen über die Entbürokratisierung in die Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste zu transportieren, wurden zahlreiche Multiplikatoren zur Entbürokratisierung in der Pflege geschult, darunter auch zwei Mitarbeiter des Zentralen Qualitätsmanagements der Senioren Wohnpark Weser GmbH, der Betreibergesellschaft. Die Aufgabe von Joachim Dignas und Detlev Pientka ist es, ihr Wissen über das vereinfachte Dokumentationskonzept weiterzugeben, indem sie die Pflegedienstleitungen in den Einrichtungen schulen und ihnen bei Fragen zur Verfügung stehen.

Die erste Schulung für die Seniorenresidenz Huntetal in Barnstorf fand bereits im Juni statt. Darüber hinaus nimmt das Haus an regelmäßig stattfindenden Telefonkonferenzen teil, in denen sie sich mit Mitarbeiter anderer Häuser austauschen können.

„Durch das Strukturmodell soll es unseren Mitarbeitern wieder möglich sein, sich mehr auf die zu pflegenden Bewohner als auf die umfangreiche Dokumentation zu konzentrieren“, sagt Frank Köbel, Einrichtungsleiter der Seniorenresidenz Huntetal in Barnstorf, und unterstreicht, dass durch die gewonnene Einsparung bei der Dokumentation nicht etwa am Personal gespart werde: „Erstens wollen wir das nicht und zweitens würde es aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Personalbesetzung auch gar nicht gehen.“

Doch bis es zu der gewünschten Zeitersparnis kommt, wird es nach Einschätzung von Frank Köbel noch etwas dauern.

Sollte sich das Strukturmodell bewähren, werden alle der über 30 Pflegeeinrichtungen der Senioren Wohnpark Weser GmbH in Zukunft danach arbeiten.

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