Neues Fahrzeug macht Laune

Ortsfeuerwehr Drentwede sieht sich gut aufgestellt 

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In der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Drentwede freute sich Saskia Heuer über die Ernennung zur Feuerwehrfrau. Das Befestigen der Schulterklappen übernahm Ortsbrandmeister Hans-Hermann Lange (r.), unterstützt von weiteren vier Kameraden, die ebenfalls eine Beförderung erhielten (v.l.): Eike Müller, Torben Heuer, Florian Rabe und Thorben Lange.

Drentwede - Von Thomas Speckmann. Vor einem Jahr hatte die Ortsfeuerwehr Drentwede noch den Zustand ihres alten Löschgruppenfahrzeugs beklagt. Bei der Versammlung am Freitagabend in der Gaststätte Schütte herrschte eine gelöste Stimmung. Da gab es durchweg zufriedene Gesichter in der Kameradschaft. Die Sorgenfalten auf der Stirn von Hans-Hermann Lange waren verschwunden. Stattdessen machte sich ein zufriedenes Lächeln breit, als er der Kommandochef auf die Ersatzbeschaffung zu sprechen kam, die kurz vor Weihnachten mit lautem Martinshorn in Drentwede eingetroffen war.

„Die Drentweder Feuerwehr freut sich riesig über die Anschaffung“, erklärte der Ortsbrandmeister. Nicht nur in den eigenen Reihen sei die Freude groß, auch aus der Dorfbevölkerung habe es positive Resonanz gegeben: „Jetzt seid Ihr wieder gut aufgestellt“, lauteten die Kommentare bei der Vorstellung im Gerätehaus, wo das neue Löschgruppenfahrzeug neben dem Tanklöschfahrzeug und dem Mannschaftstransportwagen einen Stammplatz gefunden hat.

Der Ortsbrandmeister dankte der Samtgemeinde Barnstorf für die 283 000 Euro teure Ersatzbeschaffung. Ein besonderes Lob ging an Bürgermeister Theo Amelung, der sich mit allen Mitteln für die heimische Feuerwehr eingesetzt habe. Bei dieser Gelegenheit monierte Lange, dass die Samtgemeinde Barnstorf nicht die Übernachtungskosten für die Kameraden übernommen habe, die das neue Fahrzeug in Ulm abgeholt hatten.

Die unerwartete Stilllegung des mehr als 30 Jahre alten Fahrzeugs hatte die Feuerwehr Mitte 2017 vor Probleme gestellt und die Kommune unter Zugzwang gesetzt. Durch eine vorgegebene Lieferfrist in der europaweiten Ausschreibung ging es aber flott: „Das war die schnellste Fahrzeugbeschaffung in der Geschichte der Samtgemeinde Barnstorf“, so Detlef Moss, der als Allgemeiner Stellvertreter des Samtgemeindebürgermeisters an der Versammlung teilnahm.

Moss würdigte die Arbeit der Blauröcke: „Ich bin begeistert, wie aktiv die Feuerwehr Drentwede ist.“ Dem konnte Bürgermeister Amelung nur beipflichten. Er dankte der Truppe für die Einsatzbereitschaft und stellte fest: „Die Kameradschaft ist hundertprozentig.“ Gemeindebrandmeister Guido Schruth und stellvertretender Gemeindejugendfeuerwehrwart Jan Bufe schlossen sich mit Berichten über die Aktivitäten auf Samtgemeinde- und Kreisebene an.

Das neue LF 10 mit Allrad ist kurz vor Weihnachten eingetroffen. Die Anschaffung beläuft sich auf 283 000 Euro. - Foto: Feuerwehr

Ortsbrandmeister Lange hatte bereits zu Beginn seinen Jahresbericht abgeliefert. Er ging auf neun Einsätze und mehrere Übungen ein. Die Dienstbeteiligung sei relativ hoch, lasse aber bei einigen Kameraden zu wünschen übrig. Sie können sich ein Beispiel an Günther Hoffmeyer, Jörg Brand, Thorben Lange, Eike Müller, André Schwier, Fabian Windeler und Svenja Lange nehmen, die bei allen zwölf Diensten vertreten waren und dafür ein Präsent erhielten.

Voll des Lobes zeigte sich Torsten Aumann mit dem Abschneiden seiner Gruppe bei den Gemeindewettbewerben in Rechtern. Nach dem Vorjahressieg landeten die Drentweder auf dem zweiten Platz und stellten zum dritten Mal in Folge den schnellsten Angriffstrupp. Das Ergebnis bei den Kreiswettbewerben in Drebber sparte sich Aumann: „Das war schlichtweg nicht unser Tag...“.

Horst Sudholz hielt seinen letzten Jahresbericht über die aktuell 21 Mitglieder zählende Alterskameradschaft. „Jetzt sind andere dran“, meinte der Senior, der sechs Jahre als Sprecher fungierte und früher schon zwölf Jahre als Ortsbrandmeister tätig war. Seinen Posten teilen sich künftig Norbert Glatzel und Heinz Hoffmann. Neben der Neuwahl gab es Beförderungen. Thorben Lange, Eike Müller und Florian Rabe wurden zu Hauptfeuerwehrmännern, Saskia Heuer zur Feuerwehrfrau und Torben Heuer zum Ersten Hauptfeuerwehrmann ernannt.

Nach aktuellen Stand zählt die Stützpunktwehr 43 Aktive. Tendenz steigend, denn mit dem 17-jährigen Steffen Bickert stellte sich ein Neuzugang vor. Neben ihm waren noch fünf weitere Jugendliche zur Versammlung erschienen, die gerne in die Truppe hineinschnuppern möchten. Sie müssen sich allerdings einige Monate gedulden, weil sie das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. „Sobald Ihr so alt seid, seid Ihr herzlich willkommen!“, rief Lange den jungen Leuten zu.

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