Schüler aus Barnstorf auf Studienfahrt nach Großbritannien

Neuer Blick auf Londons zentrale historische Gebäude

Cedrik im entspannten Gespräch mit dem Wachpersonal.

Barnstorf - Englandfahrt mit einem mediterranen Touch: Die 33 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 8 bis 10 der Barnstorfer Christian-Hülsmeyer-Schule konnten sich über das Wetter nicht beklagen: Hochsommerliche Temperaturen begleiteten die Reisegruppe aus dem Hunteflecken, die eine Woche lang britischen Alltag, Kultur, Geschichte, Landschaften und Sehenswürdigkeiten erkundete.

Die Unterbringung erfolgte in kleineren Gruppen in Gastfamilien in Hastings an der Ostküste Großbritanniens. „Hier konnten die Jugendlichen in der Fremdsprache Gespräche über den Tagesablauf, die Verpflegung oder Alltagsprobleme führen“, berichtet die Schule über den Ausflug. Tagsüber wurden dank des vor Ort befindlichen Busses vielfältige Ziele angesteuert.

Die Seebrise an den Klippen von „Beachy Head“ tat bei den Temperaturen gut. - Fotos: CHS

Der erste Tag galt der Erkundung Londons. Doch statt einer klassischen Busrundfahrt hatten die Verantwortlichen eine Stadtführung zu Fuß gebucht. Mehr als zehn Kilometer „Pflastertreten“ waren in Anbetracht der hochsommerlichen Temperaturen eine körperliche Herausforderung. „Doch belohnt wurde diese Entscheidung durch viel intensivere Informationen an den Brennpunkten des Geschehens, durch bessere Möglichkeiten zu fotografieren und der Option mit Wachpersonal oder „Bobbys“ ins Gespräch zu kommen“, berichten die Barnstorfer. Darüber hinaus war auch das zwischenzeitliche U-Bahn-Feeling für die meisten eine Ersterfahrung.

Der zweite Tag startete mit einem weiteren kilometerlangen Fußmarsch. „Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad war der Weg über Grasboden entlang der Klippen von Beachy Head allerdings wesentlich Gelenk schonender und dank der Seebrise eine Wohltat. Fantastische Ausblicke und Fotomotive belohnten die sportliche Herausforderung.“

Nachmittags stand ein praktischer Benimm- und Geschichtskurs auf dem Stundenplan: „Teatime with Miss Rebecca“. Mit typisch britischem Humor, so heißt es im Reisebericht, seien die Schüler über die Entstehung dieses Kulturgutes bis zum korrekten Verzehr in praktischen Übungen unterhaltsam eingeführt worden.

Am Mittwoch bot eine Bootsfahrt auf der Themse von Greenwich nach Westminster fantastische Ausblicke auf die moderne Stadtentwicklung Londons, aber auch vielfältige neue Perspektiven auf zentrale historische Gebäude. Bei mehr als 30 Grad Celsius machte der Fahrtwind die Stadtbesichtigung in dieser Form sehr erträglich. Anschließend „flüchtete“ die Gruppe vor der Hitze in den kühlen, gruseligen Untergrund und besichtigte London Dungeon. Die Spezialeffekte, z.B. zum großen Brand von London, waren für viele Schüler ein unvergessliches Highlight.

Am letzten Tag vor der Abreise wurden beim Besuch des Hampton Court Palace gruppenweise wichtige Aspekte des britischen Hoflebens zur Zeit Henry VIII. erkundet. Große Säle, eine Replik der Königskrone, prunkvolle Kapellen, riesige Küchen und prachtvolle Gärten ließen die Lebensbedingungen von Adel und Personal bildlich vor Augen treten.

Obwohl die Heimreise durch zwei zeitraubende Umleitungen 13,5 Stunden dauerte, ließen sich die Schülerinnen und Schüler die während der ganzen Studienfahrt herrschende gute Stimmung nicht verderben. Die letzte Stunde wurde der Bus zur fahrenden Disco.

Die begleitenden Lehrkräfte Andrea Busch, Deborah Amberger und Schulleiter Ulrich Zieske lobten die Gruppe in den höchsten Tönen als harmonisch, sehr zuverlässig, selbstständig und gut motiviert.

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