Neue Regelung im Barnstorfer Ortskern / Änderung in der Bahnhofstraße

Parkzone schafft Klarheit

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Bislang können Autofahrer ihren Wagen auf dem Parkstreifen an der Langen Straße bis zu zwei Stunden abstellen. Die Dauer wird auf eine halbe Stunde verkürzt.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Wer seinen Wagen an der Bahnhofstraße abstellt, braucht bislang nicht auf die Uhr zu schauen. Doch das wird sich bald ändern. In Zukunft müssen Autofahrer auch in dieser Geschäftsstraße die Parkscheibe herauslegen, wenn sie Einkäufe oder Arztbesuche erledigen wollen. Es ist eine von mehreren Neuregelungen, die im Barnstorfer Ortskern eingeführt werden. Die Kommune schafft eine so genannte Parkzone.

Die Neuregelung der Parksituation hat am Mittwoch der Verwaltungsausschuss des Fleckens Barnstorf beschlossen, wie Gemeindedirektor Jürgen Lübbers auf Anfrage berichtet. Damit ist das Gremium weitestgehend einer Empfehlung des Ausschusses für Planung, Verkehr und Umweltschutz gefolgt, der sich bereits in der vergangenen Woche mit dem Thema befasst hatte. Den Beratungen vorausgegangen waren Gespräche mit Polizei und Landkreis, die laut Gemeindeverwaltung eine Parkzone vorgeschlagen hatten.

Eine unübersichtliche Verkehrssituation und der schlechte Zustand von Schildern sind zwei Gründe für die Kommune, den Schilderwald zu durchforsten. Hinzu kommt ein Antrag von Geschäftsleuten, eine Parkscheiben-Regelung an der Bahnhofstraße einzuführen. „Da keine Parkzeitbegrenzung mehr besteht, werden die Parkplätze schon früh morgens von Dauerparken belegt, die erst abends ihre Wagen wieder wegfahren“, beklagen die Anlieger. Sie seien darauf angewiesen, dass Kunden oder Patienten in der Nähe parken könnten.

Abhilfe soll nun die Einrichtung einer Parkzone im Ortskern schaffen. Deutlich wird dies durch entsprechende Schilder an den Zufahrtsstraßen gemacht. Das beschränkte Halteverbot besagt, dass Parken nicht erlaubt ist, sondern nur ein Be- und Entladen. Durch den Zusatz „Parken in gekennzeichneten Flächen erlaubt“ wird den Verkehrsteilnehmern gestattet, an eigens gekennzeichneten Flächen in der Zone parken zu dürfen.

Auf den Parkstreifen der Bahnhofstraße, Kampstraße, Friedrich-Plate-Straße und Teilen der Brinkstraße beträgt die maximale Dauer zwei Stunden. Deutlich weniger Zeit bleibt Fahrzeugführern in Zukunft an Langer Straße und Schlingstraße. Dort werden auf Wunsch der Politik neue Zusatzschilder aufgestellt, die lediglich eine Parkzeit von einer halben Stunde erlauben. Das genügt für einen Sprung in die Bäckerei oder die Apotheke, doch für einen Arztbesuch könnte es knapp werden.

Wer den Wettlauf mit der Zeit vermeiden möchte, kann seinen Wagen wie gewohnt unbegrenzt auf dem Marktplatz abstellen. Auf dem in Privatbesitz befindlichen Volksbank-Parkplatz müssen Autofahrer hingegen weiter die Parkscheibe zücken. Eine zusätzliche Regelung gibt es in der Kampstraße. Hier ist die Kommune der Anregung einer Geschäftsfrau gefolgt und markiert auf der Fahrbahn in Höhe des Schuhgeschäftes vier Parkflächen.

„Durch die Parkzone müssen weniger Schilder aufgestellt beziehungsweise erneuert werden“, erklärt die Verwaltung. Es würden lediglich sieben Parkzonenschilder benötigt und etwa 20 Parkplatzschilder mit Zusatzzeichen für Parkscheiben. Im ganzen Ort sei die Beschilderung dann gleichmäßig und einheitlich.

„Das Konzept ist stimmig“, meint Ratsherr Ludolf Roshop. Wichtig sei jedoch, dass auch eine Kontrolle der Parkzeiten stattfinde, sonst mache die Parkzone keinen Sinn. Eine Überwachung des ruhenden Verkehrs soll es in Zukunft wieder geben, versichert Fachbereichsleiterin Ingrid Voß. Zuletzt habe es keine Kontrolle gegeben, weil der Mitarbeiter krank gewesen sei und nun in Ruhestand gehe. Die Gemeinde habe die Stelle bereits neu ausgeschrieben. Will heißen: Mit Knöllchen ist bald wieder zu rechnen!

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