Neu: Per Handy und App auf Wissensrallye durch Barnstorf

Digitale Schnitzeljagd durch den Hunteflecken

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Samtgemeindejugendpfleger Ole Sterzik hatte die Idee für die digitale Barnstorfer Wissensrallye – bei der Umsetzung war schnell auch die Barnstorfer Bibliothek (links Leiterin Christiane Roth) mit im Boot.

Barnstorf - Von Sven Reckmann. Schnitzeljagd – das war früher meist ein laufintensives Spiel, spannend, Kreidepfeile wiesen am Boden den Weg, den die „Verfolger“ einzuschlagen hatten. In Zeiten von Handy und Internet werden – wen wundert es – auch Spiele solcher Art ganz neu „aufgemöbelt“.

In Barnstorf gibt es ab sofort eine Art digitale Schnitzeljagd – per App angeleitet können Interessierte eine Route durch den Hunteflecken entdecken, dabei ihr Wissen testen und Punkte erspielen. „Barnstorfer Ortsrallye“ heißt das Spiel.

Die Idee dazu hatte Samtgemeindejugendpfleger Ole Sterzik. Er erfuhr von dem App-Anbieter „Actionbound“, bei dem es möglich ist, sich nach den eigenen Bedürfnissen eine solche App zusammenzustellen. Auch die Barnstorfer Bibliothek war schnell „mit im Boot“.

Sterzik entwarf eine Tour durch Barnstorf, zwischen sieben und acht Kilometer lang, mit neun Stationen. Wo es langgeht, das erfahren die Teilnehmer über das Handy, und über ihre Mobiltelefon bekommen sie auch die 32 Fragen gestellt. Viele von ihnen haben einen Barnstorfer Bezug – auch die Mitgliedsgemeinden sind eingeschlossen –, andere testen das Allgemeinwissen ab. „Von einfach bis knifflig“, lässt Sterzik durchblicken.

Das Spiel und die Teilnahme kosten nichts. Die App kann man sich bei den gängigen Portalen herunterladen. Die Installation geht einfach. „Man muss nur drauf achten, beim Handy bei GPS-Funktion zu aktivieren und die mobilen Daten“, erklärt Sterzik.

Alternativ kann auch die Homepage des Software-Anbieters aufgesucht werden (https://actionbound.com/), unter „öffentliche Bounds“ lässt sich die Barnstorfer Tour leicht finden.

Wer das so macht, den führt sein Handy nach einer kurzen Einführung zum ersten Punkt der Reise, der St.-Veit-Kirche. Die App sendet einen kleinen Tusch – „Der Ort wurde gefunden!“ Die ersten 100 Punkte werden dem Teilnehmer in sein virtuelles Sparschwein gefüllt. Weitere gibt es, wenn man die dann folgenden Fragen richtig beantwortet. Hier sollen die Teilnehmer beispielsweise wissen, wie hoch der Kirchturm des altehrwürdigen Gotteshauses ist – der fragende Blick auf die Informationstafel am Aufgang zur Kirche bringt nichts, dort steht es nicht. Und: die Uhr läuft. Für die meisten Fragen gibt es ein Zeitlimit.

Weiter geht die Tour in Richtung Jugendzentrum und Schulzentrum, anschließend navigiert die App die Teilnehmer dann zu verschiedenen Einrichtungen im Flecken Barnstorf – zu viele Details sollen allerdings auch nicht verraten werden.

Sterzik lässt nur soviel durchblicken: „Alle Akteure vom Bündnis für Familie in Barnstorf spielen eine Rolle dabei.“ Aber keine Angst: Wer nicht mehr weiter weiß, kann Fragen auch überspringen.

Die erste virtuelle Barnstorfer Wissenrallye ist zu jeder Tageszeit von einzelnen Teilnehmern oder von Gruppen zu spielen, sie kostetet nichts und kann jederzeit neu gestartet werden.

Der Vorteil im Vergleich zum „herkömmlichen“ Geocaching sei, so Sterzik, dass bei Actionbound keine Gegenstände (Caches) hinterlegt werden, die dann von Dritten manipuliert oder entfernt werden könnten. Und sicher ist auch: Der Teilnehmer lernt etwas dazu.

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