Musical-Nacht versprüht Broadway-Charme

„Nach Dreeke folgt die Weltkarriere“

„Wenn man so einen Kollegen wie ihn hier hat, dann läuft die Sache!“ Das Organisations-Team, bestehend aus (v.l.) Henning Meyer, Christian Meyer, Jens Kaesemeier und Alexander Grimm, lässt Markus Sobota hochleben. - Foto: Mattlage

Dreeke - Am Broadway, dem berühmten Theaterviertel am New Yorker Times Square, wird die Spieldauer der gezeigten Musicals in der Regel vorher nicht bekanntgegeben, sondern richtet sich nach der Beurteilung durch Kritiker und Publikum. Wenn es am Freitagabend in Dreeke ebenfalls nach diesem Kriterium gegangen wäre, dann würden die „Stage Artists“ aus Oldenburg wahrscheinlich immer noch auf der Bühne im Festzelt stehen. Rund 300 Gäste waren zur zweiten Auflage der „Musical-Nacht“ in die kleine Ortschaft des Fleckens Barnstorf gekommen und wollten das Künstler-Ensemble am liebsten gar nicht wieder gehen lassen.

Innerhalb von zehn Tagen hatten die Leute den Organisatoren die Karten „aus den Händen gerissen“, formulierte es Alexander Grimm am Freitag gegen Mitternacht im Backstage-Bereich, nachdem eine fantastische Musical-Show nach gut drei Stunden geendet und das diesjährige Schützenfest in Dreeke einmal mehr mit einem Knall eröffnet hatte. Zusammen mit seinen Schützenbrüdern Henning Meyer, Christian Meyer und Jens Kaesemeier hatte Grimm die „Musical-Nacht“ in Dreeke wieder organisiert. Weil sie das Schützenfest „aufpeppen“ und mal was anderes machen wollten, hatten die Männer die Sache vor zwei Jahren in die Hand genommen und die „Stage Artists“ aus Oldenburg nach Dreeke geholt. Die Idee zündete. Schon jetzt sprachen einige Gäste von Kult. „Wo sonst gibt es so etwas schon? Diese Mischung aus Schützentradition mit ,Ufftata’ und Musical-Show – diese originellen Gegensätze, das ist etwas Besonderes!“, meinte eine Besucherin.

Viele der Besucher waren bereits im Vorjahr da gewesen und nun zum zweiten Mal gekommen. Markus Sobota, Moderator und führender Kopf der „Stage Artists“, hatte damit gerechnet und neue Stücke sowie zusätzliche Darsteller mitgebracht. Mit rund einem Dutzend Künstler fiel das Ensemble drei Mal so groß aus wie bei seinem letzten Auftritt. Es gab neue Darbietungen aber auch Altbewährtes. Mit tollem Gesang, opulenten Kostümen und energiegeladenen Tanzeinlagen wurden Musicalhits und –Klassiker aus „Cats“, „Rocky“, „Aladin“, „Chicago“, „Grease“, „Elisabeth“, „Mamma Mia“ oder auch „Tanz der Vampire“ interpretiert und mit erfrischenden komödiantischen Einlagen kombiniert. Und auch der verstorbene Komponist und Sänger Udo Jürgens wurde geehrt. „Die Künstler sind sehr professionell, nehmen sich selbst aber trotzdem nicht so ernst. Das macht richtig Spaß!“, brachte es Jens Kaesemeier auf den Punkt.

Allen voran ging dabei wieder Schlitzohr Markus Sobota, der es mit seiner frech-charmanten Art schaffte, dass sich die Besucher teilweise nur so bogen vor Lachen. Der ausgebildete Musicaldarsteller und Schauspieler hat schon in Produktionen wie „Grease“ mitgewirkt und an der Seite von Maria Furtwängler „Tatort“-Erfahrung gesammelt. Er ist das Mastermind der „Stage Artists“, einer der führenden Produktionen Norddeutschlands, die laut Sobota rund 150 Darsteller umfasst. Der Name „Stage Artitsts“ bedeutet übrigens keinesfalls, dass sich die Show nur auf der Bühne abspielt, sondern gerne auch zwischen den Zuschauerreihen.

Von diesem Gesamtpaket war das Publikum am Freitagabend derart begeistert, dass es mehrfach Standing Ovations, gut gelaunte Zwischenrufe und ein nicht enden wollendes Fordern von Zugaben gab. Das wiederum freute Markus Sobota so sehr, dass er überlegte, von seiner „reichlichen Gage“ den Ort Dreeke zu kaufen.

Zum Abschluss gab es unter anderem „Thank you for the Music“ von Abba. Dies sei der Hit gewesen, mit dem für die „Stage Artists“ nach ihrem Auftritt in Dreeke vor einem Jahr die Weltkarriere begonnen hätte, erklärte Sobota.

"Musical-Nacht" in Dreeke

Wer „noch niemals in New York“ war, um es in den Worten Udo Jürgens zu sagen, brauchte also nicht traurig zu sein, sondern konnte in Dreeke genau so gut Broadway-Luft schnuppern. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die große „Musical-Nacht“ nächstes Jahr ein drittes Mal über die Bühne geht. mama

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