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Ulrike Barlag ist neue Leiterin der Grundschule Drebber

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Von: Jannick Ripking

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Ulrike Barlag ist seit Anfang Februar die neue Schulleiterin der Grundschule Drebber.
Ulrike Barlag ist seit Anfang Februar die neue Schulleiterin der Grundschule Drebber. © Jannick Ripking

Nachdem Birgit Köster die Grundschule Drebber ein Jahr kommissarisch geleitet hat, hat die Bildungseinrichtung eine neue Leiterin. Ulrike Barlag ist ihr Name.

Drebber – Der erste Tag startete direkt mit Unterricht. Viel Zeit, sich den neuen Kollegen vorzustellen, hatte sie nicht. Das will Ulrike Barlag in den kommenden Tagen und Wochen nachholen. Sie ist die neue Leiterin der Grundschule Drebber – und hat schon Pläne für die Zukunft.

Grundschule Drebber: Ulrike Barlag baut auf Kollegium

„Ich möchte hier gemeinsam mit dem Kollegium etwas aufbauen“, sagt sie, „aber nach nur wenigen Tagen ist es zu früh, um schon etwas über die Interessen der anderen Lehrer aussagen zu können.“ Barlag ist trotzdem guter Dinge: „Ich freue mich auf die Arbeit in Drebber, hier anzukommen, hier loszulegen.“ Auf eine offizielle Begrüßung verzichtet sie noch wegen der Corona-Lage, „aber ich möchte alle bei Gelegenheit einladen und kennenlernen“.

Im Gepäck hat die 55-Jährige drei Jahre Erfahrung als Schulleiterin einer Grundschule im Landkreis Vechta. Hinzu kommen zehn Jahre an einer Hauptschule in Damme. „Da bin ich nach meinem Referendariat eingestiegen“, sagt sie. Während dieser Zeit arbeitete Barlag auch für die Universität Vechta. „Dort habe ich die Praxis-Betreuung für Lehramtsstudenten übernommen. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, in viele verschiedene Schulen reinzuschauen.“

Was mir sofort sympathisch war, war das große Grundstück der Schule. Das hat mich begeistert.

Ulrike Barlag

Als sie zum ersten Mal in die Grundschule Drebber schaute, seien ihr direkt einige positive Dinge aufgefallen: „Was mir sofort sympathisch war, war das große Grundstück der Schule. Das hat mich begeistert.“ Aber nicht nur das Gelände hat es ihr angetan. „Hier gibt es große Unterrichtsräume, mit denen man viel machen kann“, sagt sie. „Das fand ich von Anfang an sehr gut.“ Ein weiterer Pluspunkt für Drebber: „Die Schule liegt in relativer Nähe zu meinem Wohnort.“ Barlag lebt seit einiger Zeit in Hüde am Dümmer. „Ich fahre morgens maximal 20 Minuten zur Arbeit“, sagt sie.

Ihr Lehramtsstudium begann Barlag im Alter von 35 Jahren. „Ich habe zuerst in Osnabrück klassisches Klavier gelernt“, erzählt sie. Darauf folgte ein Aufbaustudium im Fach Blockflöte. „Viele glauben gar nicht, dass man das studieren kann“, sagt sie lachend. Im Anschluss an das Studium arbeitete Barlag als Instrumentallehrerin an der Kreismusikschule in Osnabrück.

Barlag wechselte aus Liebe zu ihren Kindern in den Lehrerberuf

Obwohl sie sich bei der Kreismusikschule wohl gefühlt hatte, wechselte sie in den Lehrerberuf. „Das hatte einen einfachen Grund“, erzählt Barlag. Mittlerweile war sie Mutter von zwei Kindern geworden und wollte möglichst viel Zeit mit ihnen verbringen. Das wäre als Angestellte bei der Musikschule nicht möglich gewesen. „Ich fing an zu arbeiten, wenn meine Kinder von der Schule kamen. Das wollte ich nicht auf Dauer.“ Und so wurde sie Lehrerin. „Das war schon mit fünf Jahren mein Traum. Ich bin also über Umwege ans Ziel gekommen“, sagt Ulrike Barlag.

Ihre große Leidenschaft ist und bleibt allerdings die Musik: „Das Fach unterrichte ich sehr, sehr gerne.“ Bei ihren vorherigen Stationen habe sie viele musikalische Projekte möglich gemacht. „An der Schule Damme habe ich eine Keyboardklasse aufgebaut, einen Schulchor gegründet und ein Musical aufgeführt.“ Ideen in eine ähnliche Richtung hat sie nun auch für die Grundschule Drebber im Kopf: „Mein persönlicher Wunsch ist, auch hier einen Keyboardbereich aufzubauen.“ Dafür seien auch die großen Unterrichtsräume der Schule von Vorteil. „In Form von Arbeitsgruppen und Projekten könnte man die Musik in den Unterricht einbeziehen“, meint sie.

Hauptfächer: Musik, Deutsch und Sport

Doch nicht nur die Musik liegt der gebürtigen Osnabrückerin am Herzen. „Meine Hauptfächer sind auch Deutsch und Sport. Ich hoffe, dass wir in Zukunft vielfältige Projekte an unserer Schule anbieten können.“ Dabei denkt Barlag unter anderem auch an einen Tag der offenen Tür, „wenn sich die Corona-Situation einmal wieder entspannen sollte“.

Für das Fach Sport hofft sie, ihre eigenen Interessen gewinnbringend für die Schülerinnen und Schüler im Unterricht einbringen zu können: „Ich bin Seglerin, das ist mein zweites großes Hobby.“ Ulrike Barlags Überlegung: „Vielleicht schaffen wir es ja mal einen Segelkurs anzubieten.“ Denn: „Soweit ist der Dümmer von Drebber ja auch nicht entfernt.“

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