Barnstorfer Schützen: Vereinsbetrieb in Pandemiezeiten / Schießbetrieb wieder in Aussicht

Mitgliederzuwachs trotz Zwangspause

Mit dem notwendigen Abstand: Testlauf für Schießveranstaltungen mit den Pionieren des Schützenvereins Barnstorf.
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Mit dem notwendigen Abstand: Testlauf für Schießveranstaltungen mit den Pionieren des Schützenvereins Barnstorf.

Barnstorf – „Es ist eine schlimme Zeit für jegliches Vereinsleben. Ich denke, dass wir die Zeit genutzt und das Beste draus gemacht haben. Besonders stolz bin ich auf das große Interesse am Schützenverein, auch über die Corona-Zeit“, so Mathias Wolf, Präsident des Schützenvereins Barnstorf. Trotz der andauernden Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnet der Vorsitzende einen Mitgliederzuwachs, was ihn selbst ein wenig wundert.

Insgesamt zwölf neue Mitglieder hat der Schützenverein Barnstorf in den vergangenen Monaten dazugewinnen können. Auf der anderen Seite gab es nicht einen Austritt, was Präsident Wolf sehr glücklich stimmt: „In den vergangenen Jahren waren die Mitgliederzahlen leicht rückläufig oder haben stagniert. Dass wir gerade zur Corona-Zeit, in der keine Veranstaltungen stattfinden können, solch eine positive Resonanz erfahren, ist wirklich stark.“

Die Entwicklung könnte mit den Aktionen zusammenhängen, die der Verein auch während der Corona-zeit, unter den vorgeschrieben Hygieneregeln, organisiert hat. Wolf: „Nachdem der Schießbetrieb bis auf weiteres eingestellt wurde, meldeten sich Vereinskollegen, die Lust und Zeit hatten, die Zeit für den Schützenverein zu nutzen. Einen Vorteil hatte die Zwangspause schon: Wir waren nicht ständig unterwegs und konnten verschiedene Projekte, für die wir sonst keine Zeit hatten, in die Tat umsetzen.“

Zu den angesprochenen Projekten zählt unter anderem das Pflastern einer größeren Fläche vor der Schützenhalle in Barnstorf. Initiator war Vereinsmitglied Günther Plate. Heinrich Voßardt, ein weiterer Schützenbruder, hat der gesamten Schießanlage einen neuen Anstrich verpasst.

Präsident Wolf lobt die Eigeninitiative, die viele Schützenmitglieder während der weiter andauernden Corona-Krise bereits eingebracht hätten.

„Auch das in diesem Jahr ausgefallene 147. Barnstorfer Schützenfest wollten wir nicht einfach in Vergessenheit geraten lassen“, so der Präsident.

Der Verein veranstaltete das Gewinnspiel „Schmücken zum Schützenfest“, bei dem sich alle Schützenschwestern und -brüder ihre Uniformen anziehen und ihren Garten oder ihr Zuhause für das Schützenfest-Wochenende schmücken sollten. Unter den eingereichten Fotos loste die Königin Elvira Kraft einige Gewinner aus.

Sie war es auch, die sich am (eigentlichen) Schützenfest-Sonntag auf den Schotterparkplatz vor der Vereinshalle in Barnstorf gestellt hat. Etwa 100 Vereinskollegen und auch Auswertige folgten dem Aufruf des Schützenvereins und sind auf Fahrrädern oder mit dem Auto vorgefahren, um ihrer Majestät die Ehre zu erweisen, oder ihr Glückwünsche entgegen zu bringen. „Die Aktion war ein voller Erfolg und dauerte über mehrere Stunden an. Die Idee kam vom Hofstaat unserer Königin und wurde super angenommen. Wir durften auch einige Gäste und Unbeteiligte begrüßen“, so Wolf.

Nach dem Schützenfest eröffneten die Hallenpächter Thomas und Sabine Schumacher einen Biergarten auf der frisch gepflasterten Fläche an der Bremer Straße in Barnstorf. „Dieser Biergarten hat indirekt unser Vereinsleben belebt, denn wir konnten mit unseren Schützenbrüdern und -schwestern zusammenkommen und uns unter Einhaltung der Hygienevorschriften austauschen. Es kamen aber nicht nur Vereinsleute als Gäste, sondern viele aus Barnstorf und Umgebung“, erklärt der Schützenpräsident.

Die Aktionen und der Biergarten am Schützenheim könnten Faktoren für den Anstieg der Mitgliederzahlen sein.

Eine positive Aussicht gibt es laut Wolf im Hinblick auf den Schießbetrieb: „Unsere Schießwarte haben ein Hygienekonzept entworfen und dieses bereits mit den zuständigen Behörden abgeglichen. Einen Testlauf gab es auch bereits, zu dem sich unsere Gruppe der Pioniere bereit erklärt haben. Nun hoffen wir, dass wir im Laufe des Septembers wieder Preisschießen für unsere Schützenschwestern und -brüder veranstalten können. Unsere Mitglieder freuen sich darauf, wieder schießen zu können und fiebern darauf hin, dass der Schießbetrieb wieder aufgenommen werden kann.“

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