Mitgliederversammlung des „Igel“

Mitgliederentwicklung ist eine große Herausforderung

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Das Mehrgenerationenhaus in Barnstorf steht „ganz im Zeichen“ des Igel.

Barnstorf - Von Sven Reckmann. Liebe zum Detail: Wenn selbst die vorgefertigten Stimmzettel bei den Vorstandswahlen neben „Ja“, „Nein“ und „Enthaltung“ den kleinen Igel als Vereinslogo aufgedruckt haben, dann kann man wohl von einer ausgefeilten Vorbereitung sprechen.

Die kleinen Zettel mit dem Stacheltier, die Vorsitzender Johann Knake mitgebracht hatte, wurden gleich mehrfach benötigt am Donnerstagabend bei der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Gesundes Leben (Igel) im Barnstorfer Mehrgenerationenhaus.

Im Vorstand ergaben sich mehrere Veränderungen. Weil Kassenwartin Sabine Siemer aus persönlichen Gründen nicht mehr angetreten war, galt es, einen Nachfolger zu finden. Auf Vorschlag des Vorstands wählte die Versammlung Wilhelm Dieke zum neuen Kassenwart und somit in den dreiköpfigen geschäftsführenden Vorstand. 

Somit war allerdings auch der Vorstandsposten „QM und Services“ vakant, den Dieke zuvor besetzt hatte. Hierfür schlug der Vorstand Michael Bruhns vor, der ebenfalls mehrheitlich von den 14 Stimmberechtigten ohne Gegenstimme gewählt wurde.

Ein Posten bleibt unbesetzt

Ebenfalls aus persönlichen Gründen verließ Uwe Bergmann, der bislang für das Ressort „Grund und Gebäude“ zuständig war, den Vorstand. Hier war es dem Vorstand bis zur Sitzung noch nicht gelungen, einen Kandidaten zu finden und auch in den Reihen der Versammlung fand sich niemand. So bleibt der Posten bis zur nächsten Mitgliederversammlung in einem Jahr zunächst unbesetzt.

Wiedergewählt wurde Doris Freundt-Binnewies, die das Ressort „Igel-Aktivitäten“ leitet.

Das Team der Kassenprüfer bilden Birgit Dehmel, Irene Hohnstedt und Sabine Düver.

Vorsitzender Johann Knake dankte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern, Bergmann in Abwesenheit, für ihre engagierte Arbeit.

In seinem Bericht hatte Knake eingangs von einem „ereignisreichen Jahr“ gesprochen. In fast allen Ressorts habe es im vergangenen Jahr wieder eine große Anzahl an Personalfragen zu bearbeiten gegeben. „Nicht zuletzt der ,Projektcharakter‘ der meisten unserer Aktivitäten im Igel mit einer hohen Anzahl nur befristet Beschäftigter ist leider nicht die beste Voraussetzung für festvertragliche Vereinbarungen“, erklärte Knake.

Förderung bleibt aus

Als die größten operativen Herausforderungen kennzeichnete Knake den Ausfall einer erhofften Förderung durch „Aktion Mensch“ im Bereich der Flüchtlingshilfe, den Rückzug der Hauswirtschaft mit den sich ergebenden Veränderungen in der Essensversorgung der Schulen und Kindergärten. Dazu die Einrichtung des Geschäftszimmers für den Igel e.V. und die Anpassung der IT-Infrastruktur.

Als größte Herausforderung 2018 nannte Knake den Bereich der Mitgliederentwicklung. Im vergangenen Jahr war die Zahl nach drei Eintritten, sechs Austritten und zwei Todesfällen auf 82 Mitglieder aktuell gesunken.

„Die aktuelle Situation ist mehr als unbefriedigend“, schilderte Knake. Alle Bemühungen, neue Mitglieder zu gewinnen, hätten nicht gefruchtet, so der Vorsitzende. Daher werde man im laufenden Jahr eine Initiative starten und an Unternehmen herantreten. „Ziel wird es sein, sie als Fördermitglieder des Igel zu gewinnen. Wir werden die Unternehmen davon überzeugen müssen, dass sie stark von den Aktivitäten und Projekten des Igel profitieren, indem wir für ihre Mitarbeiter Unterstützung und Hilfe in allen Lebenslagen anbieten“, so Knake.

Geschäftszimmer soll weiterentwickelt werden

Auch die Weiterentwicklung des Geschäftszimmers stehe für das laufende Jahr auf der Agenda. Aktuell sei die zeitliche Belastung aller Vorstandsmitglieder sehr hoch und übersteige zeitweise den Charakter ehrenamtlicher Arbeit deutlich, so Knake. „Mein Ziel ist es, dass wir dieses zukünftig so organisieren, dass alle Vorstandsmitglieder die Aufgaben zeitlich bewältigen können und dabei den Spaß an ihrem Engagement nicht verlieren.“

Gegen den Kassenbericht von Kassenwartin Sabine Siemer hatten die Kassenprüfer Birgit Dehmel, Irene Hohnstedt und Michael Bruhns keine Einwände, die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig. Ebenso die Genehmigung des Haushaltsplans 2018, den Siemer vorstellte.

Wie facettenreich die Arbeit im Igel, im Mehrgenerationenhaus und auch im „Casino interkulturell“ ist, das wurde in den Jahreskurzberichten aus den Ressorts deutlich. Von der Kinderkrippe, über die Anke Schiereck referierte, über das Lokale Bündnis für Familie (Christine Trenkamp), die Krebsberatungsstelle (schriftlicher Bericht von Jennifer Hamade), die Selbsthilfekontaktstelle (Ursula Dell) bis hin zu Patentinnenstelle (Sabine Düver), Hauswirtschaft und Freiwilligenagentur (beides Jessica Hinrichs).

Über das Mehrgenerationenhaus selbst und seine vielzähligen Angebote berichtete Christine Trenkamp, und Petra Mallwitz-Sainio schilderte aus ihrem ersten Jahr als Koordinatorin Flüchtlingsarbeit.

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