Anbau oder Umzug in Drentwede

Mitglieder des Samtgemeinderates Barnstorf unschlüssig über Kita-Zukunft

Über einen möglichen Umzug der Kita „Arche Noah“ in das Grundschul-Gebäude in Drentwede diskutierten die Mitglieder im Samtgemeinderat.
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Über einen möglichen Umzug der Kita „Arche Noah“ in das Grundschul-Gebäude in Drentwede diskutierten die Mitglieder im Samtgemeinderat.

Drentwede – Hitzige Diskussionen, eine Unterbrechung der Sitzung und am Ende doch kein Ergebnis. Die Entscheidung über einen erforderlichen Anbau oder den Vorschlag eines Umzuges der Kindertagesstätte „Arche Noah“ in das Grundschulgebäude in Drentwede sorgten am Donnerstag für Gesprächsstoff unter den Mitgliedern des Barnstorfer Samtgemeinderates.

Der evangelisch-lutherische Kindertagesstättenverband Grafschaft Diepholz habe als Träger der evangelisch- lutherischen integrativen Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Drentwede im vergangenen Spätsommer mitgeteilt, dass aufgrund der Vollbelegung der Kita mit 43 Kindern und der besonderen Hygienevorschriften durch die Corona-Pandemie die räumliche Ausstattung der Kita zu beengt sei. Erste Kostenschätzungen für einen Anbau lagen bei rund 200 000 bis 250 000 Euro. „Durch einen Anbau könnte kurzfristig eine Entspannung für die Kita-Kinder in Drentwede geschaffen werden“, sagte Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers während der Sitzung.

Ende Juni diesen Jahres erhielt die Samtgemeinde Barnstorf einen Förderbescheid in Höhe von 61 657,40 Euro. Die Maßnahme müsse bis zum 30. Juni 2022 abgerechnet sein. Der Verwendungsnachweis müsse bis zum 31. Juli 2022 dem Landkreis Diepholz vorgelegt werden.

Räumliche Enge bei Besichtigung anerkannt

Die Mitglieder des Samtgemeinderates besichtigten daraufhin die Kindertagesstätte in Drentwede. Die räumliche Enge sei von allen Teilnehmenden anerkannt worden. In der sich anschließenden Diskussion wurden Überlegungen geäußert, den Anbau nicht zu verwirklichen, sondern das angrenzende Schulgebäude in eine Kindertagesstätte umzubauen. Diese Idee verschriftlichte die Barnstorfer CDU-Fraktion in Form eines Antrages.

Die Alternative des Umzuges der Kita kommentierten einige Ratsmitglieder: „Es ist für mich unverständlich, einen solchen Antrag zu stellen nach den vielen Diskussionen, die wir um die Zukunft des Schulstandortes in Drentwede hatten“, so Kirsten Kettler von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Umzug ohne Kostenermittlung

Auch FDP-Mann Wilhelm Dieke sprach sich gegen den Vorschlag der CDU aus: „Ohne eine Kostenermittlung für den Umzug kann ich dem Antrag nicht zustimmen. Was wird dann aus dem Kita-Gebäude?“

Hitzig wurden die Wortmeldungen, als Friedrich Bokelmann eine vermeintliche Aussage der Leiterin der Einrichtung ansprach. Klaus Schmelz meinte, dass die Leiterin nie eine solche Aussage getätigt habe. „Ich werfe doch nicht mit Nebelkerzen“, antwortete Bokelmann erbost.

Anbau im Förderzeitraum zu kurzfristig

Die folgenden fünf Wortmeldungen von Ratsmitgliedern beinhalteten, dass die Umsetzung eines Anbaus, aufgrund des vorgegebenen Förderungszeitraums, zu kurzfristig sei.

Ratsvorsitzender Friedrich Iven unterbrach die festgefahrene Diskussion für eine Gesprächspause.

Nach dieser sprachen sich CDU-Fraktionsvorsitzender Ludolf Roshop und SPD-Fraktionsvorsitzender Fredy Albrecht dafür aus, keine Entscheidung auf die Schnelle zu fällen und den Förderbetrag verfallen zu lassen. Die anschließende Abstimmung fiel 13 zu 9 für eine Zurückstellung des Antrages aus.

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