Minister gibt Startsignal für die Flurbereinigung in Düste, Dörpel und Donstorf

Mehr als Flächentausch und Wegebau

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Sie gaben gestern den symbolischen Startschuss für die Flurbereinigung (v.l.): Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers, Jörg Herkamp (Arbeitskreis-Vertreter aus Düste), Christian Schönfelder (Dezernatsleiter vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser), Heinz-Ludwig Stubbe (Arbeitskreis-Vertreter Donstorf), Projektleiter Heinrich Dammeier, Friedrich Bokelmann (Bürgermeister Eydelstedt) und Fachbereichsleiterin Ingrid Voß. Lutz Imhof, Vertreter aus Dörpel, war terminlich verhindert.

Barnstorf/Eydelstedt - Von Sven Reckmann. Die eine Flurbereinigung in der Samtgemeinde Barnstorf ist gerade abgeschlossen (Hunte-Drebber), da wird die andere schon „aufs Gleis geschoben“. Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat grünes Licht für die Einleitung der Flurbereinigungsverfahren Düste, Dörpel und Donstorf gegeben.

Vor Ort begleitet wird das Verfahren vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser. Dessen Dezernatsleiter Christian Schönfelder aus Sulingen, kam gestern in Barnstorf mit den Akteuren der Flurbereinigung aus den Gemarkungen sowie mit Vertretern der Verwaltung zusammen und erläuterte das weitere Verfahren.

Nach der Anordnung des Verfahrens, die in Kürze erfolgen soll, werden die ersten Teilnehmerversammlungen abgehalten. Für Düste wird diese voraussichtlich am 21. Oktober bei Kolshorn über die Bühne gehen und für Dörpel am 26. Oktober bei Warnke. Diese Termine sind allerdings noch nicht endgültig bestätigt (wenn dies der Fall ist, werden wir berichten). Für Donstorf ist die erste Teilnehmerversammlung für die zweite Januarhälfte 2016 geplant.

Auf diesen Versammlungen werden dann auch die Vorstände der Teilnehmerversammlungen gewählt. Im Jahr 2017 könnte der erste Wegeausbau im Rahmen der Flurbereinigung in der Gemeinde Eydelstedt beginnen.

Doch das Instrument der Flurbereinigung soll mehr sein als nur ein landwirtschaftlicher Flächentausch und Wegebau. Neu ist das verstärkte Augenmerk auf umweltpolitische Aspekte und den ökologischen Nutzen der Flurbereinigungsverfahren, unterstreicht das Umweltministerium. Alle neuen Verfahren – landesweit werden in diesem Jahr neun gestartet – mussten neben dem agrarstrukturellen Nutzen auch einen hohen ökologischen Mehrwert und Nutzen nachweisen.

Hier sehen die Beteiligten – wie berichtet – Möglichkeiten für das Wietingsmoor, das Große Meer und auch die Wagenfelder Aue.

Die Wagenfelder Aue soll durch eine Veränderung des Querschnittes eine ökologische Aufwertung erfahren. In Dörpel ist in erster Linie eine Wiedervernässung des Mittleren Wietingsmoores geplant. In Donstorf sollen ebenfalls Moorflächen vernässt, darüber hinaus aber auch Teile der Wagenfelder Aue renaturiert, und auch eine Sanierung des „Großen Meeres“ ist in der Diskussion. Diese Maßnahmen sind ohne Tauschflächen kaum denkbar – daher ist die Flurbereinigung Voraussetzung dafür.

Bislang gab es elf Arbeitskreisssitzungen, daneben wurden mehrere Informationsveranstaltungen abgehalten. Es sei wichtig, diesen Dialog weiterzuführen, unterstrich Schönfelder. „Flurbereinigung, das ist immer auch ein Prozess.“ Da gelte es, Kompromisse auszuloten, teilweise widersprechende Interessen unter einen Hut zu bringen.

Ein Beispiel: Am Wietingsmoor sei mit den Besitzern der rund 45 Hektar „Pufferflächen“ im Moorrandbereich inzwischen eine Übereinkunft erzielt worden, dass diese Flächen ausschließlich im Einvernehmen ausgetauscht werden könnten, erläutert Schönfelder. „Das war den Landwirten wichtig.“

Der Grundstein für die Flurbereinigung sei übrigens von seinem Amtsvorgänger Cord-Hinrich Egelriede gesetzt worden, erinnerte Eydelstedts Bürgermeister Friedrich Bokelmann gestern. Egelriede habe 2007/08 die Möglichkeit einer Flurbereinigung erstmals ins Gespräch gebracht.

Vom Auftakt zum Finale – da hatte Schönfelder schon so eine Idee: „Es wäre doch schön, wenn wir die Abschlussveranstaltung am Großen Meer durchführen könnten“, blickte er voraus. „Das wäre ein ziemlicher Erfolg.“

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