Ein Hauch von London

Sanierung des Kirchturmes und Restaurierung der Wetterfahne in Mariendrebber

Der Kirchturm in Mariendrebber versprüht bei seiner Restaurierung einen Hauch von London. Auf die Förderung durch das Pfeil-Programm macht Pastor Rainer Hoffmann aufmerksam.
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Der Kirchturm in Mariendrebber versprüht bei seiner Restaurierung einen Hauch von London. Auf die Förderung durch das Pfeil-Programm macht Pastor Rainer Hoffmann aufmerksam.

Drebber – Der Kirchturm in Mariendrebber versprüht dieser Tage einen Hauch von London: Wie derzeit das Wahrzeichen der Millionenmetropole, der Big Ben, ist auch der Kirchturm im beschaulichen Drebber von Bauzäunen ummantelt. Hintergrund ist eine Sanierungsmaßnahme des gut 100 Jahre alten Schieferdaches.

Pastor Rainer Hoffmann erklärte, dass die Sanierung zunächst für das kommende Frühjahr geplant war. Nun konnte sie vorgezogen werden, müsse aber bis Ende November abgeschlossen sein.

Die Baumaßnahme sei nötig geworden, da das Schieferdach nach schätzungsweise 100 Jahren marode sei. Einzelne Platten hätten sich in der Vergangenheit bereits gelöst. Als Sicherheitsmaßnahe ließ die evangelische Kirchengemeinde 2015 eine Auffangvorrichtung montieren.

Herausforderungen bei der Sanierung bestünden in der Wiederverwertung einiger gut erhaltener Schieferplatten. „Ich kann mir vorstellen, dass wir aus ihnen Spruchtafeln oder Tischschmuck fertigen können“, so Hoffmann.

Ungewissheit bei der Höhe der Kosten

Ungewissheit bestehe noch bei der Höhe der Kosten. Der Zustand der Verschalung könnte die Kosten in die Höhe treiben. Diese könne erst kontrolliert werden, sobald die alten Schiefer abgenommen sind.

Angesetzt ist die Maßnahme mit 285 000 Euro, die durch das Pfeil-Programm (Programm zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum) vom niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Zusätzlich würden das Amt für regionale Landesentwicklung (ARL) Sulingen und die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover Kosten übernehmen. Die Gemeinde in Drebber erwarte kein finanzieller Schaden. Die Sanierung des Kirchturmes werde als Komplettmaßnahme übernommen.

Restaurierung der Wetterfahne gibt Aufschluss über das Alter

Neben dem Eindecken des Schieferdaches werde auch die Wetterfahne restauriert. Diese befindet sich auf der Spitze der Marienkirche. Für die Erneuerung müsse die Kirchengemeinde aufkommen. Rund 1 500 Euro umfasse die Restauration.

Pastor Hoffmann: „Das Spannende an der Wetterfahne ist, dass wir nicht genau wissen, wie alt sie ist. Sie besteht aber aus einer Kugel, in der Unterlagen und auch Zeitungen von damals drin sind. Im Zuge der Erneuerung werden wir sie öffnen und nachschauen.“ Die Wetterfahne der Marienkirche besteht aus Kugel, Kreuz und Hahn – von unten nach oben gesehen. Damit signalisiert sie die weltweite Verbundenheit, die geschichtliche Verbundenheit zur katholischen Kirche und zudem, dass sie als Kirche nun eine evangelische ist. Während der Sanierung des Kirchturmes ist die Marienkirche weiterhin geöffnet. Der Zugang erfolgt über den Grafeneingang. „Was viele nicht wissen: Hier in Mariendrebber ist die Ruhestätte des letzten Diepholzer Grafen.“

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