Marc Boutter dreht Kneipen-Szenen

Gaststätte Biesenthal in Barnstorf wird zur Film-Kulisse

Produzent Marc Boutter (links) gibt Hauptdarsteller Maurice Lattke letzte Anweisungen vor dem Dreh.
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Produzent Marc Boutter (links) gibt Hauptdarsteller Maurice Lattke letzte Anweisungen vor dem Dreh.

Barnstorf – Leben ist in die Gaststätte Biesenthal im Ortskern von Barnstorf eingekehrt. Doch statt Kneipenbesuchern prägen Kameras und jede Menge weiterer Technik den Innenbereich. Eydelstedter Marc Boutter produziert in der Gaststätte Szenen für das Abschlussprojekt seines Film-Studiums.

Der gebürtig aus Eydelstedt stammende 24-Jährige arbeitet aktuell mit einem bis zu 25-köpfigen Team aus Darstellern, Kamera- und Tontechnikern sowie Regisseur und Drehbuchautoren an dem Film „Die unkonventionelle Überfahrt des Timm Nymen“. Ein Stopp der Filmreise durch verschiedene Teile Deutschlands befand sich im Hunteflecken.

„Hier in der Gaststätte Biesenthal drehen wir Kneipen-Szenen für den Film. Untergekommen sind wir gleich nebenan im Hotel Roshop und das Catering organisieren wir über die Fleischerei Kessler“, erklärt Boutter.

Die Gemeindeverwaltung des Fleckens Barnstorf habe die Dreharbeiten unter anderem mit einer vorübergehenden Absperrung an der Osnabrücker Straße unterstützt.

Die Gaststätte Biesenthal, die sich an und teils über der Hunte befindet, sei eine besondere Kulisse für das Team.

In der Gaststätte Biesenthal in Barnstorf produzierte das Drehteam Kneipen-Szenen für das Kurzfilmprojekt.

Die Organisation und Planung in seiner alten Heimat bereiten dem Film-Studenten Marc Boutter Spaß: „Ich war das letzte Mal vor gut einem halben Jahr hier.“

Jetzt arbeitet der Eydelstedter an der Umsetzung seines Kurzfilmprojektes, das sich mit dem Thema des Stotterns befasst.

„Das Drehbuch stand als erstes, dann mussten wir uns auf die Suche nach geeigneten Darstellern machen. Drei Monate lang ging es anschließend für mich an die Planung der Reise. Es muss ein ausgeklügeltes Konzept stehen, damit die Logistik, die Teamplanung und die Technik passt“, sagt Boutter.

Einige unvorhersehbare Risiken berge das Projekt, welche bei Filmdrehs jedoch nicht unüblich seien.

Dass das Dreh-Team auf Tempo arbeiten muss, zeige der straffe Zeitplan: „Film ist harte Arbeit“, erklärt der Produzent und sagt, dass ein Drehtag auch mal über zwölf Stunden dauern kann.

Film ist wie Familie

„Film ist aber auch wie Familie“. Über 14 Tage hinweg sei das Team aus sich bislang fremden Leuten nahezu ununterbrochen zusammen. „Alle sind mit viel Herzblut dabei“, so Boutter.

Ein Dreh-Team müsse neben Teamgeist auch Vertrauen mitbringen, damit der Dreh möglichst reibungslos über die Bühne geht. „Jeder einzelne ist wichtig und manchmal muss man sich auch durchbeißen, wie bei den aktuell hohen Temperaturen“, meint der Eydelstedter beim Dreh in Barnstorf.

Aufgrund der Corona-Situation dürften sich höchstens 14 Leute auf einmal am Film-Set in der Gaststätte aufhalten. Eigentlich seien 35 nötig, erklärt der Produzent.

Jeder Drehtag berge neue Hürden. „Man muss wirklich flexibel und anpassungsfähig sein, damit der Dreh weiterlaufen kann“, so der 24-Jährige.

Umfangreiches Equipment

Für das umfangreiche Equipment musste der Produzent insgesamt drei Transporter mieten. Licht-, Ton- und Elektrotechnik seien auf dem Stand eines Kinofilmes.

Es sei eine Herausforderung gewesen, das Equipment bei den Verleihern zu bekommen, da in Deutschland aktuell an vielen Filmen gleichzeitig gedreht werde, die sich über die Corona-Zeit aufgestaut haben.

„Es ist wirklich ein hoher Aufwand. Wenn der Dreh beendet sein wird, werde ich ein lachendes und ein weinendes Auge haben. Wir arbeiten mittlerweile ein ganzes Jahr daran und es ist zu unserem aller Baby geworden“, sagt Marc Boutter.

Für ihn werde es nach dem Studium sowohl vor als auch hinter der Film-Kamera weitergehen. Einige Film-Projekte würden bereits laufen.

Das Ergebnis des Kurzfilmprojektes, mit den Kneipen-Szenen aus der Gaststätte Biesenthal aus dem Flecken Barnstorf, sollen im Internet zu sehen sein.

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