Mahnende Töne beim Kyffhäuser-Kreisverbandsfest in Drentwede

„Die Stimme erheben für Frieden und Freiheit“

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Kein Verbandsfest ohne die Schilderträger. Die Jungen und Mädchen – hier mit Kreisschießwart Henry Wowerat – durften sich nach ihrem „tragenden“ Einsatz dann auch über einen kleinen Obulus freuen.

Drentwede - Besinnlich und heiter. So, wie es sich die Verantwortlichen der gastgebenden Kyffhäuser-Kameradschaft Drentwede mit ihrem Vorsitzenden Hartmut Abeling vorgestellt hatten, wurde es auch: das alljährliche Fest des Kreisverbandes Altkreis Diepholz der Kyffhäuser.

Dieses Treffen mit rund 200 Teilnehmern hatte den Charakter eines großen Familienfestes, bei dem nicht nur zurück, sondern auch zuversichtlich – wenn auch ein wenig verhalten – nach vorne geblickt wurde. Zum Gelingen trugen ganz wesentlich das Team vom Gasthaus Schütte und Diskjockey Holger Barmbold („Soundmix“) bei.

Begonnen wurde nach alter Kyffhäuser-Tradition mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal. Mit den Worten des ersten Kanzlers der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer: „Frieden und Freiheit – das sind Grundlagen jeder menschenwürdigen Existenz“, leitete Hartmut Abeling die Feier ein. „Wir wollen der vielen Frauen, Männer und Kinder gedenken, die Opfer von Krieg und Gewalt wurden, und mahnend unsere Finger und unsere Stimme erheben für Frieden und Freiheit für alle Menschen.“

Abeling erinnerte auch an die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die bei ihren immer gefährlicheren weltweiten Einsätzen ihr Leben lassen mussten.

An einem Tag wie heute, fuhr Abeling fort, bei dem das Feiern im Vordergrund stehe, gehe trotz allem von den Kriegsgräbern und den Ehrenmalen eine Mahnfunktion an die jetzt Lebenden und die zukünftigen Generationen aus: „Nie wieder Krieg!“

Abelings leidenschaftlicher Appell: Gewalt verhindern, aus der Vergangenheit lernen, alles für ein gutes Miteinander tun, die Menschenwürde achten, Hass, Vorurteile und Intoleranz überwinden sowie an Frieden und für Versöhnung und Freiheit arbeiten. „Dafür setzen wir Kyffhäuser uns ein!“

Die Fahnen der neun Vereine, die zu dem Treffen nach Drentwede gekommen waren, senkten sich beim Lied vom guten Kameraden, intoniert von Hans-Hermann Borggrefe und Bernd Winkelmann-Bünte vom Barver Bläser Chor. Die Ehrenwache am Denkmal hielten die Hauptfeldwebel Michael Dietert und Claudio Benedetti vom Waffensystemunterstützungszentrum 2 in Diepholz.

Nach dem Umzug durch das geschmückte Dorf, bei dem der von Bernhard Stubbe geleitete Spielmannszug Scharrendorf-Stöttinghausen das Marschtempo vorgab, wurde das Kreisverbandsfest im bis auf den letzten Platz besetzten Saal von Schütte offiziell vom Kreisvorsitzenden, Erwin Quante, eröffnet.

Viele ehrenamtliche Helfer seien nötig, um ein Fest dieser Größenordnung zu organisieren, ging sein Dank vor allem an Vorstand und Festausschuss der gastgebenden Kameradschaft. Es sei keine Selbstverständlichkeit, die Freizeit zu opfern, sich in den Dienst einer guten Sache zu stellen, wobei die Familie so manches Mal das Nachsehen habe.

Quante hieß den Ehrenkreisvorsitzenden und stellvertretenden Landesvorsitzenden Karl-Heinz Seißenschmidt, Kreiskönig Henry Wowerat, die Abordnungen der Vereine (auch aus Bockstedt/Heiligenloh und Twistringen), die Feuerwehr, die den Umzug gesichert hatte, den Bürgermeister von Drentwede, Theo Amelung, stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister Friedrich Iven, den Landtagsvizepräsidenten Karl- Heinz Klare, den Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig sowie den Kommandeur des 2. Objektschutzbataillons, Oberstleutnant Andreas Thelen, willkommen.

Es schlossen sich Grußworte und die Festansprache des Kreisverbandsvorsitzenden an.

rdu

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