Schützenwesen beliebt

Jugendzug des Schützenvereins Barnstorf wächst

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Viele Vereine in der Region haben Nachwuchssorgen. Junge Menschen meiden die organisierte Gemeinschaft und gehen eigene Wege. Anders im Schützenverein Barnstorf.

Dort gibt es aktuell einen regen Zulauf an Mitgliedern, wie Präsident Mathias Wolf erfreut feststellt: „Das Schützenwesen erfreut sich bester Beliebtheit, auch bei den jungen Leuten.“ 

Nach Angaben des Vorstands zählt die Jugend inzwischen 75 Mitglieder, darunter allein 30 Jungen und Mädchen, die in diesem Jahr zur Truppe hinzugestoßen sind und nun das Vereinsleben bereichern. „Wir freuen uns über den steten Zuwachs und sind stolz auf unsere Jugend“, erklärt Wolf, der seit Anfang dieses Jahres an der Spitze des mehr als 400 Mitglieder zählenden Vereins steht.

Beim Pizza-Essen auf den Geschmack gekommen

Zugführerin Elke Friede und ihr Stellvertreter Steffen Nolting kümmern sich intensiv um den Nachwuchs. Sie haben im Frühjahr einen Informationsabend mit Pizza-Essen veranstaltet. Dabei sind einige Jugendliche aus Barnstorf und Umgebung auf den Geschmack gekommen. Sie haben sich dem Verein angeschlossen – und es auch gleich weitergesagt. „Es läuft viel über Mund-zu-Mund-Propaganda. Einer fängt den anderen ein. Es macht ihnen unheimlich viel Spaß. Sie sehen, dass wir als Gruppe zusammenhalten“, erklärt die Zugführerin.

Im Laufe des Jahres haben die Neuzugänge festgestellt, dass es auch in einem Schützenverein Rechte und Pflichten gibt. Die jungen Leute sollen nicht nur Spaß haben, sondern sich auch aktiv in die Gemeinschaft einbringen. Beispielsweise bei den Vorbereitungen für das Schützenfest oder der Pflege der Schützenhalle, die als fester Treffpunkt gilt.

Auch Aktionen ohne Kimme und Korn

Neben vereinsinternen Schießen nehmen die Jugendlichen an auswärtigen Wettbewerben teil. Aber es dreht sich nicht nur um Kimme und Korn. Bei verschiedenen Freizeitaktivitäten bleiben die Gewehre im Schrank. Mit Erfolg: An der jüngsten Bollerwagen-Tour mit anschließendem Schnitzelessen haben sich fast 40 Jugendliche beteiligt. 

„Solche Aktionen fördern die Gemeinschaft“, weiß Friede aus Erfahrung. Sie opfert gerne ihre Zeit für den Nachwuchs und hat Freude an dem ehrenamtlichen Engagement, vor allem dann, wenn die Resonanz so positiv ist. „Es macht einfach Spaß, diese Truppe zu führen“, sagt Friede.

Als voller Erfolg hat sich die Jugend-Party erwiesen, die unlängst zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Schützenhalle über die Bühne ging. „Das war eine wirklich klasse Veranstaltung, die unsere Erwartungen deutlich übertroffen hat. Es war schön, zu sehen, wie unsere Jungschützen zusammengefunden und den Abend genossen haben“, bestätigt Präsident Wolf, der sich vom Miteinander der jungen Altersklassen persönlich überzeugte. Ausgerichtet wurde der Abend vom Festausschuss mit Unterstützung des Vorstands.

Jugendliche beweisen Treffsicherheit

Die Party wurde mit diversen Wettbewerben verbunden, wo die jungen Teilnehmer ihre Schießkünste unter Beweis stellen konnten. Die begehrten Plaketten sicherten sich Tobias Cordes, Jan Luka Finke und Tobias Gehrke. Die vorderen Plätze beim Preisschießen belegten Eileen Reinschild, Jonas Grütter und Finja Gläser.

Bereits im Vorfeld der Jugend-Party fand das letzte Übungs- und Bedingungsschießen der Saison statt. Hier hatten alle Vereinsmitglieder noch einmal die Gelegenheit, ihre Jahresbedingungen zu erfüllen. Darüber hinaus ging es um diverse Preise und Pokale. Den Jahrespreis in Form einer wunderschönen Hängematte mit massivem Holzgestell sicherte sich Kommandeur Bernd Jedlicka. Er will den Preis für das öffentliche Weihnachtsbingo am 26. November stiften.

Ein dickes Kompliment gab es für Andreas Helfer, der sein erstes Jahr als erster Schießwart gemeistert hat. Er übernahm auch mit Witz und Charme die Preisverleihung zum Saisonabschluss. Als kleinen Wermutstropfen bezeichnete Präsident Wolf den Rückzug von Schützenbruder Erich Voßardt, der sich nach jahrzehntelanger Tätigkeit als Schreiber im Schießstand verabschiedete.

Rubriklistenbild: © imago/Rüdiger Wölk

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