Trotz Corona-Krise: Blutspende des DRK in Barnstorf / Sechs Erstspender

Lunchpakete ersetzen den Imbiss

Bei der Blutentnahme war es fast wie immer.

Barnstorf - Von Jannick Ripking. Vorbildlich und mit mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander haben sich die Spender bei der Anmeldung zur Blutspende eingereiht. „Sie verhalten sich super“, freute sich die Teamleiterin des DRK-Blutspendedienstes, Monika Gerber. „Keiner nörgelt, keiner meckert. Alle sind gut drauf.“ Die Blutspende im Hotel Roshop in Barnstorf sei noch besser als erwartet gelaufen.

Besonders angetan war Gerber von den sechs Erstspendern, die am Freitag zwischen 15 und 18 Uhr zur Blutspende gekommen waren: „Mir persönlich ist aufgefallen, dass wir im Verhältnis mehr Erstspender als sonst hatten.“ Gerade jetzt, in Zeiten der Corona-Krise, sei es wichtig, Blut zu spenden, um die Blutversorgungskette nicht zu unterbrechen. „Die Menschen scheinen das zu verstehen und ich bin froh, dass neben den sechs Erstspendern viele andere zur Spende gekommen sind“, so Monika Gerber. Die Hilfsbereitschaft und Solidarität der Menschen sei auch in der Krisenzeit gegeben und lobenswert.

Insgesamt verlief die Spende fast so wie immer ab. „Aber wir achten besonders darauf, dass möglichst überall ein Abstand von mindestens 1,5 Meter zueinander gehalten wird“, erklärte Gerber. Deswegen müsse man als Spender auch eine längere Wartezeit einplanen. Außerdem trennte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Eingang und Ausgang voneinander. „Hier im Hotel Roshop geht das sehr gut“, freute sich Gerber. Durch den Hintereingang gelang man zur Anmeldung und den Haupteingang nutzten die Spender mit Lunchpaket in der Hand als Ausgang. Das Paket war die größte Änderung im Vergleich zur üblichen Blutspende. Der Imbiss im Anschluss an die Blutentnahme ist weggefallen. „Das geht im Moment einfach nicht“, so Gerber. Als Ersatz gab es für die Spender das Lunchpaket, das der DRK-Kreisverband Vechta zusammengestellt hatte. Durch Mineralwasser, ein Sandwich, Obst und Müsliriegel stellte der Blutspendedienst sicher, dass die Spender nach der Blutentnahme schnell wieder zu Kräften kamen und der Kreislauf in Schwung gebracht werden konnte.

Auch bei der Blutentnahme hat sich das DRK etwas überlegt, um den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. „Wir haben die Liegen zum Teil versetzt aufgestellt. So können immer noch ausreichend Leute zeitgleich spenden“, sagte die Teamleiterin. „Unser Ziel bei der Planung war, dass wir alle Stationen so weit wie möglich entzerren.“ Weil der Imbiss nach der Spende weggefallen ist, empfahl der Blutspendedienst den Teilnehmern, nach der Blutentnahme etwas länger als gewöhnlich auf der Liege zu bleiben. „Dafür bekommen die Spender, wenn sie möchten, ein zuckerhaltiges Getränk gereicht“, erklärte Gerber. Die meisten hätten sich an diese Empfehlung gehalten und erst nach einer gewissen Zeit den Weg zum Lunchpaket gesucht.

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