Wählergemeinschaft ist der große Gewinner

SPD und CDU liegen nahezu gleichauf an der Spitze

Steigendes Aufkommen an Briefwählern in der Samtgemeinde Barnstorf: Sachbearbeiter Friedhelm Helmerking (2.v.l.) hatte in den vergangenen Wochen hunderte Unterlagen verschickt. Ein Großteil wurde gestern Abend im Rathaus ausgezählt. - Foto: Speckmann

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Als gestern Abend um 18 Uhr die Wahllokale geschlossen wurden und die Helfer mit der Auszählung der Stimmen begannen, stieg die Spannung in der Bevölkerung. Vor allem die Kandidaten der Parteien und Wählergemeinschaften fieberten den einzelnen Ergebnissen entgegen. Im Rathaus wurde ausgewertet, wer den Sprung in die Räte der Samtgemeinde Barnstorf und ihrer Mitgliedsgemeinden schaffen sollte.

Die Wahlergebnisse aus den Mitgliedsgemeinden Barnstorf, Drebber, Eydelstedt und Drentwede gingen schon recht früh im Rathaus ein. Wie sich das Gesamtbild auf Samtgemeindeebene in konkreten Zahlen darstellte, sollte sich erst zu späterer Stunde zeigen. Die Ergebnisse für den Rat der Samtgemeinde Barnstorf lagen bei Redaktionsschluss gegen 23.15 Uhr noch nicht komplett vor.

Beim letzten Stand – ohne die Stimmen aus Mariendrebber – zeichnete sich wie schon vor fünf Jahren fast eine Stimmengleichheit von CDU und SPD ab. Nur knapp dahinter landete die WSB. Sie dürfte als der große Gewinner dieser Wahl angesehen werden. Mit Abstand folgten Grüne und FDP.

Der frühere Barnstorfer Bürgermeister Peter Luther, der drei Jahrzehnte in der Kommunalpolitik aktiv war und nicht wieder kandidierte, wirkte gestern Vormittag recht gelassen, als er sich auf den Weg zur Wahlurne im Kindergarten „Villa Kunterbunt“ begab. „Man geht eindeutig entspannter in den Tag“, sagte der 75-Jährige, dessen Ratstätigkeit in wenigen Wochen ausläuft. Auch wenn sein Name nicht mehr auf der Liste stand, drückte der CDU-Mann seinen Fraktionskollegen und Parteifreunden selbstverständlich die Daumen.

Bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren hatten die Christdemokraten neun Sitze für den Rat der Samtgemeinde Barnstorf holen können. Damit waren sie gleichauf mit der SPD. Auch bei der gestrigen Wahl konnten die Kandidaten der beiden Volksparteien einen Großteil der Stimmen für sich verbuchen. Als die ersten Ergebnisse aus den Wahllokalen vorlagen, wurde ebenfalls deutlich, dass die Wählergemeinschaft Samtgemeinde Barnstorf (WSB) viele Pluspunkte in der Bevölkerung gesammelt hat. Die neue Gruppierung, in der Vertreter der Wählergemeinschaften „Bürger im Fokus“ (BiF) und „Aktive Bürger vor Ort“ (ABO) vereint sind, landete vor FDP und Grünen.

Die Wahlbeteiligung war erfreulicherweise steigend. Das Plus gegenüber der letzten Kommunalwahl zeichnete sich bereits bei der Auszählung der Stimmen für die Kreistagswahl ab. Die Quote betrug 56,08 Prozent. Vor fünf Jahren hatten 54,96 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. In Barnstorfer Wahllokalen betrug die Quote jedoch zum Teil nur 35 Prozent. In den umliegenden Dörfern gingen deutlich mehr Bürger an die Urne. In Düste waren es fast 72 Prozent.

In der Samtgemeinde Barnstorf gab es etwa 10.000 Wahlberechtigte, darunter 615 Erstwähler ab 16 Jahren. Ein erheblicher Teil hatte die Möglichkeit der Briefwahl genutzt. „Wir haben rund 960 Unterlagen verschickt“, berichtete Sachbearbeiter Friedhelm Helmerking. Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl 2011 waren es etwa 750 Anfragen. Die Briefwahl für den Flecken Barnstorf wurde gestern Abend zentral im Rathaus ausgewertet. In den übrigen Mitgliedsgemeinden dienten die Wahllokale in Cornau, Donstorf und Bockstedt als zentrale Sammelstelle für die Umschläge.

www.barnstorf.de

+ Ergebnis Gemeinderat Barnstorf

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