Kinder aus Barnstorf beteiligen sich an Flüchtlingsaktion des Kindermissionswerks

Leben retten – einfache Botschaft mit hohem Anspruch

Überall in Deutschland versehen Kinder und Jugendliche 1,20 Meter lange Holzplanken mit ihren Wünschen für die Flüchtlingskinder weltweit. Auch in Barnstorf machten Kinder mit.

Barnstorf - Die Botschaft ist einfach und hat dennoch einen hohen Anspruch. „Leben retten!“ heißt die Flüchtlingsaktion für Kinder, die das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ zum Weltflüchtlingstag 2015 gestartet hat. Daran haben sich auch auch Mädchen und Jungen der Pfarrgemeinde St. Barbara und Hedwig aus Barnstorf beteiligt.

Kreativ können die Kinder dabei ihre Sorgen um Flüchtlinge weltweit zum Ausdruck bringen, deren Schicksal hierzulande sogar Mädchen und Jungen im Grundschulalter beinahe täglich in den Nachrichtensendungen verfolgen können. Laufen wird die Kampagne noch bis zum Welttag der Flüchtlinge am 20. Juni.

„Wir wollen, dass keine Menschen im Mittelmeer sterben!“ lautet eine der Kernbotschaften der Kampagne. Kinder und Jugendliche überall in Deutschland werden dabei 1,20 Meter lange Holzplanken mit ihren Wünschen für die Flüchtlingskinder weltweit gestalten. Ob mit bunten Bildern oder Botschaften an Politiker – ihre Sorge um die Gleichaltrigen, die ihre Heimat verlassen mussten, können die Teilnehmer an der Aktion auf ganz unterschiedliche Weise ausdrücken.

Und die fünf Mädchen und Jungen aus der Pfarrgemeinde St. Barbara und Hedwig waren mit großem Eifer bei der Sache. Zwei Planken gestalteten sie bei ihrem Treffen. „Es sind tolle Bilder und Botschaften, die die Kinder formuliert haben“, freut sich Gemeindereferentin Doris Rattay. „Hilfe!“ steht nun auf den Hölzern, umrahmt von bunten Bildern mit vielen Rettungsbooten, Herzen, Sternen und Sonnen.

Unter dem Motto „Viele Holzplanken ergeben ein Rettungsboot“ werden die Planken in Kürze nach Aachen zum Kindermissionswerk geschickt. Das Hilfswerk an der Seite der Sternsinger wird diese Botschaften zum Weltflüchtlingstag im kommenden Jahr Verantwortungsträgern in Deutschland und Europa übergeben.

Aus den zusammengetragenen Holzplanken wird nach und nach symbolisch ein großes Rettungsboot entstehen, das im Jahresverlauf öffentlichkeitswirksam bei Veranstaltungen aufgebaut wird, unter anderem im Mai 2016 beim Katholikentag in Leipzig.

„Für die Mädchen und Jungen sind Stichworte wie ‚Flüchtlingsquoten’ oder ‚Grenzsicherung’ völlig abwegig. Ihnen geht es um die Rettung von Menschen, die ihre Heimat aus großer Not verlassen mussten“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks. „Als Christen können wir an der Not dieser Menschen nicht einfach vorbeiblicken. Deshalb setzt sich das Kindermissionswerk für die elementaren Menschenrechte der Flüchtlinge weltweit ein. Die Aussagen der Kinder bestärken uns darin, dass wir mit unserer Botschaft auf dem richtigen Weg sind.“

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