130 beim Frühstück

Landfrauen nach ihren Handtaschen typisiert

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Claire Wegener, Kinderstar aus Lembruch, trat beim Landfrauenfrühstück mit ihrem Bruder Arian auf.

Barnstorf - Von Simone Brauns-Bömermann. Rund 130 Landfrauen hatten schon zum Frühstück am Samstag im Hotel Roshop in Barnstorf die Welt zu Gast: Der junge Star aus Lembruch, Claire Wegener, sang mit ihrem Bruder Arian, und Feng-Shui-Expertin Susanne Lunge-von Byern aus Hamburg typisierte die Landfrauen nach ihren Handtaschen.

„Lembruch – die Welt?“ stand noch in den Gesichtern der Landfrauen zu lesen. So ist es: Die elfjährige Claire kommt vom Reiterhof Wegener und reist derzeit erfolgreich durch ganz Deutschland, ist ihrem Alter weit voraus und unterhielt so, dass die Erwachsenen staunten. Sie betrat die kleine Bühne und eroberte die Herzen der Landfrauen en bloc: „Wie Ihr wisst, bin ich die Claire. Letztes Jahr war meine Stimme weg, da habe ich Euch einfach auf dem Klavier vorgespielt. Danke, dass ich wieder eingeladen bin, schon wegen des guten Frühstücks.“

Claire Wegener sang zur dafür eingespielten Klavierbegleitung ihrer Klavierlehrerin Monika Zilke aus Diepholz und a cappella. Zwischen den Songs erzählte sie frei raus: „Wie Ihr wisst, hatte ich Glück und durfte im neuen Wendy-Film mitspielen. Ich habe eine Hauptrolle in einer Serie und habe viele Hörspiele eingesprochen – zuletzt beim Rias Berlin im Hörspiel „Läuft bei dir, Frau Holle!“ für die Sendung Kakadu. Ich bin die verrückte Golda.“

Erst mal Luft holen

Die Damen mussten bei so viel Power von der wohl jüngsten Landfrau erst mal Luft holen. „Ich bin auch viel weg. In Köln, Hamburg, Bremen, Berlin. Wenn ich zu Hause bin, fahre ich meine Straße herunter und das ist schön, kuschele mit meinen Pferden und gehe zu Oma.“

Mit ihrem fünfjährigen Bruder Arian gab sie einen Klassiker zum Besten: „Schön ist es, auf der Welt zu sein“, begeisterte die 130 zuhörenden Damen. Claire ist für die Bühne geboren.

Die überlässt die junge Dame dann der Gastreferentin aus Hamburg.

Was „Wind und Wasser“, so heißt Feng-Shui übersetzt, mit der Auswahl „Welche Tasche nehme ich heute?“ bei Frauen zu tun hat und was Taschen über den Frauentypus sagen, das erläuterte die Fachfrau, die 18 Jahre Feng-Shui-Wohnberatung machte und ein Buch schrieb mit dem Titel „Handtaschen Feng-Shui“.

Die Landfrauen wären aber nicht die bodenständigen und kreativen Frauen, wenn sie nicht vorgedacht hätten: An jeder Lampe im Saal hingen Handtaschen aus dem Fundus des Vorstandes, jeder Tisch war mit kleinen Taschen, in denen Topfblumen steckten, geschmückt. „Das ist wohl die schönste Dekoration, die ich je sah zu meinem Vortrag“, so von Byern.

Schnell war die Basis des Kreislaufs der fünf Elemente im Feng-Shui – Rot für Feuer, Gelb-Braun für Erde, Silber-Grau für Metall, Blau-Schwarz für Wasser und Grün für Holz – auf die Lebensphasen übertragen von der Kindheit bis zum Golden Ager.

Von der kleinen zur großen Tasche

Dann wurde es erneut spannend. Die Taschenformen von klein und strukturiert bis Beutel und Überlebens-Bag seien Spiegel der Frau und ihrer Gefühle. Sie kristallisierte den Grundtyp und Ausdruck der Trägerin.

Susanne Lunge-von Byern konstruierte nette Szenarien: „Stellen Sie sich vor, die Erde und das Metall gehen zusammen einkaufen, die kommen ohne Tasche wieder.“ Gemeint waren die der Erde und dem Metall zugeordneten Charakteristika Zuverlässigkeit und Ruhe, Kompetenz und Klarheit. „Große Shopper-Taschen outen Sie als die, die allzeit bereit ist, alle zu versorgen, überall.“ Aber auch junge Mädchen würden mit dem Survival-Bag und ihrer Zweitwohnung gerne mal zwei Tage spontan nach Mallorca fliegen.

Viele der Damen im Saal drehten sich zu ihren Taschen: offensichtlich viele Metall-Damen mit Struktur, Ordnung und Klarheit.

Das Prinzip Cross-Over-Bodybags stehe für den Holztyp, der sich durch Tatkraft, Ehrgeiz und Selbstständigkeit auszeichne. Ihr Tipp: „Schaffen Sie sich lange Kunstnägel an, ziehen sie High Heels an und schnappen Sie sich ihre rote Minitasche. Dann dreht sich das Blatt für Sie.“

Die Damen lernten spielerisch noch viel über Ying und Yang, das Ausbalancieren der inneren Kräfte. „Kein Ding ist schlecht, es kann nur schlecht platziert sein.“ Beispiel: „Der Kaktus ist dort richtig, wo sich der Arbeitskollege immer auf den Schreibtisch setzt.“

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