Amüsante Aktion zum Weltlachtag am 1. Mai

„Lachen ist die beste Medizin“

Lachen ist ansteckend: Übungsleiterin Jutta Hinze (Mitte) hat mehrere Vertreter der Samtgemeinde Barnstorf sowie der Interessengemeinschaft Gesundes Leben bereits infiziert. Gemeinsam werben sie für die Aktion am 1. Mai. - Foto: Speckmann

Barnstorf - Wer am kommenden Sonntag in Barnstorf einer Horde lachender Menschen begegnet, sollte sich nicht wundern: Es ist Weltlachtag. Aus diesem Anlass findet auf dem Mehrgenerationenspielplatz an der Dr.-Rudolf-Dunger-Straße erstmals eine amüsante Schnupperstunde statt. Unter der fachlichen Leitung von Jutta Hinze erfahren die Besucher, was sich hinter dem Phänomen „Lachyoga“ verbirgt.

„Lachen ist gesund und verbindet alle Menschen auf der ganzen Welt, unabhängig vom kulturellen Hintergrund“, sagt die Heilpraktikerin aus Barnstorf. Mit ihrer Lebensfreude hat sie schon zahlreiche Menschen in der heimischen Region angesteckt. Das Gute-Laune-Training für Körper, Geist und Seele kommt an. Die Lachyoga-Gruppe, die sich seit November regelmäßig im Mehrgenerationenhaus trifft, erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Eine willkommene Gelegenheit, um auf die positive Wirkung des Lachens aufmerksam zu machen, ist der Weltlachtag. Er wurde am 1. Mai 1998 von Dr. Madan Kataria ins Leben gerufen. Zu Fünft stellten sie sich damals in einem Park in Mumbai im Kreis auf und „lachten wie die Hyänen“, wie es der indische Arzt in Interviews beschreibt. Bald waren es 50 Menschen, die sich zum gemeinsamen Lachen trafen. Heute wird das von Kataria angeregte Lachyoga auf der ganzen Welt praktiziert.

Jutta Hinze hat sich von dieser ungewöhnlichen Methode zur Gesundheitsvorsorge inspirieren lassen und Lachyoga zum Bestandteil ihrer Arbeit gemacht. „Ich habe schon immer gern meine Mitmenschen mit Lachen angesteckt. Dies ist der Grund, weshalb ich eine entsprechende Ausbildung absolviert habe“, berichtet die Barnstorferin, die sich insbesondere als Heilpraktikerin für Psychotherapie betätigt.

Die Frohnatur weiß: „Lachen ist die beste Medizin“. Das Sprichwort kommt nicht von ungefähr, wie wissenschaftliche Studien beweisen. In der so genannten Gelotologie werden die Auswirkungen des Lachens im menschlichen Körper untersucht. Die Ergebnisse: Lachen aktiviert im Organismus eine Vielzahl von biochemischen Prozessen, die sich auf Körper und Geist positiv auswirken. Das bezieht sich allerdings nur auf intensives und wiederholtes Lachen. Ein kurzes „Ha Ha“ reicht hier nicht aus.

Ist das Lachen erst einmal verinnerlicht, ist die Wirkung vielfältig: „Lachen stärkt das Immunsystem, aktiviert Selbstheilungskräfte, löst Spannungen, reduziert Ängste und Stress und fördert auch das Selbstvertrauen“, erklärt Hinze. Für Laien sei es kaum vorstellbar, dass bei lautem Lachen mehr als 200 Muskeln trainiert würden. Zehn Minuten Lachen kämen einem 45-minütigen Ausdauertraining gleich. „Wir joggen einfach von innen.“

Doch Jutta Hinze spielt nicht den Clown, erzählt keine Witze am Fließband, wenn sie sich mit der Gruppe zum Lachyoga trifft. Die Übungen sind eine Kombination aus Klatsch-, Dehn-, Atem- und Lachübungen, die die Mundwinkel nach oben wandern lassen. Ein anfangs künstliches Lachen geht dann schnell in echtes Lachen über.

„Das ist nicht leicht für Erwachsene, die Hemmschwelle zu überwinden und einfach loszulachen“, weiß die Übungsleiterin. Kinder würden das Lachen am besten beherrschen. Sie würden rund 400 Mal am Tag lachen, Erwachsene kämen nur auf 20 Lacher. Doch Senioren sollten sich darauf einlassen und es sich erlauben, in einem geschützten Rahmen kindlich zu sein. „Es kostet nichts – außer vielleicht ein wenig Mut. Sie müssen nur mehr Spaß und Lebensfreude in ihr Leben lassen wollen und nichts leisten“, sagt Jutta Hinze und fügt hinzu: „Wir lachen miteinander und nicht übereinander.“

Einfach die Alltagssorgen weglachen, die Gelassenheit fördern und täglichen Herausforderungen leichter begegnen, das spricht auch die Vertreter der Interessengemeinschaft Gesundes Leben (IGEL) und der Samtgemeinde Barnstorf an. Sie unterstützen den Aktionstag am 1. Mai. Wer Lust auf den einstündigen Workshop hat, sollte sich am Sonntag um 14 Uhr auf dem Spielplatz einfinden. Nach den Übungen unter freiem Himmel warten Kaffee und Kuchen im Mehrgenerationenhaus. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Nähere Informationen zum Aktionstag und zur Lachyoga-Gruppe gibt es bei Koordinatorin Christine Trenkamp (Tel. 05442/803671).

sp

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