Kunstprojekt auf gutem Weg

Kommune hofft auf weitere Sponsoren für Skulptur „Drinnen und Draußen“

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Die Bürger können das Projekt mit dem Erwerb solcher Radierungen unterstützen.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Bürgermeisterin Elke Oelmann ist guter Dinge. Sie geht davon aus, dass die Skulptur mit dem Titel „Drinnen und Draußen“ im Sommer dieses Jahres in Barnstorf errichtet wird. Einen konkreten Standort gibt es zwar noch nicht, aber die Finanzierung für das Kunstprojekt befindet sich auf einem guten Weg, wie die Gemeindevertreterin im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet.

Der ortsansässige Künstler Uwe Oswald soll das mehrteilige Objekt im Auftrag des Fleckens Barnstorf anfertigen. Die Anschaffung beläuft sich auf rund 15 500 Euro, berichtet Oelmann. Die Kostendeckung solle in erster Linie durch die finanzielle Beteiligung von Bürgern, Unternehmen und weiteren Sponsoren erfolgen. Die Kommune wolle ihren Haushalt damit nicht zu sehr belasten. Der Verwaltungsausschuss habe aber eine Beteiligung in Höhe von 1 000 Euro beschlossen.

Nach Angaben der Bürgermeisterin haben die Friedrich-Plate-Stiftung und das Ingenieurbüro Lambers & Ostendorf eine Spende in Höhe von jeweils 1 000 Euro in Aussicht gestellt. Die Wintershall wolle mit Mitarbeitern und Geräten beim Aufbau des schweren Gebildes helfen. Darüber hinaus könnten sich noch weitere Geschäftsleute beteiligen.

Einen Zuschuss erhofft sich der Flecken Barnstorf von dem Landschaftsverband Weser-Hunte. Da die Kommune hier nicht selbst als Antragsteller auftreten kann, hat sie eine Kooperationsvereinbarung mit dem Heimatverein Samtgemeinde Barnstorf geschlossen. Dieser begrüßt das Projekt und stellt den Antrag. Eine Mittelzusage liege bisher aber noch nicht vor, erklärt Vereinsvorsitzender Jürgen Rattay auf Anfrage.

Freude über vielfältige Unterstützung 

Die Bürger können das Projekt mit dem Erwerb solcher Radierungen unterstützen.

Oelmann freut sich über die vielfältige Unterstützung und leistet auch einen persönlichen Beitrag zur Finanzierung. Sie hat eine von 50 Radierungen erworben, die Uwe Oswald auf Vorrat hergestellt hat. Die handgefertigten Farbdrucke vermitteln einen Eindruck von der Skulptur. Dabei handelt es sich um Unikate. Der Preis beträgt 99 Euro. Die Einnahmen sollen in das Gesamtprojekt fließen. „Wir haben schon etwa 30 Stück verkauft. Aber da ist noch Luft nach oben“, berichtet Oelmann.

Wer sich für die Radierungen interessiert, etwa für den Eigenbedarf oder auch als Geschenkidee, sollte sich an die Mitarbeiter in Bibliothek oder Rathaus wenden. Gleich mehrere Radierungen wurden beim Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival im vergangenen Jahr an den Mann gebracht. Dort hatte die Kommune auch ein kleines Modell zur Veranschaulichung präsentiert.

Zentraler Punkt der Installation ist ein Tor aus unbehandeltem Eisenblech mit einer Durchgangsbreite von 1,2 Metern und einer Höhe von drei Metern. Der Durchgang wird blockiert von einer liegenden Kugel mit einem Durchmesser von 1,2 Metern. Die Kugel aus Spezialbeton mit glaserverstärkter Wandung ist hohl. Auf der einen Seite des Tores stehen drei Figuren und auf der anderen Seite zwei Figuren. Es handelt sich um mit Acrylfarbe künstlerisch gestaltete Eichenholzskulpturen.

Mehrere Betrachtungsweisen möglich 

Für die Deutungsmöglichkeit seiner Skulptur kommen für den Künstler mehrere Betrachtungsweisen infrage: Das Tor könne Zugang zu einem Ort, einer Stadt, einem Haus oder auch einem Areal sein. Es könne aber auch einen Ausgang darstellen, also einen Weg, um den Ort zu verlassen. „Man kann es offen halten oder verschlossen. Je nachdem, auf welcher Seite man sich befindet, ist man draußen oder drinnen“, so Oswald.

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Standort. Es soll ein Ort sein, wo die Skulptur auch ins Auge fällt und von den Menschen wahrgenommen wird. Dies wäre auf dem freien Grundstück an der Schlingstraße, wo im vergangenen Jahr das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus der Familie Bokelmann abgerissen wurde, durchaus der Fall. Im Verwaltungsausschuss werde dieser Bereich favorisiert, lässt Oelmann durchblicken. Auch der Bahnhof könnte in Betracht kommen. Dort wäre ein Bezug zum Tor-Charakter der Skulptur gegeben. „Es gibt aber noch keine endgültige Meinung“, betont die Bürgermeisterin. Gut möglich, dass auch noch die Bevölkerung in die Entscheidungsfindung einbezogen werde.

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