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Preis-Explosion: Kunden und Betreiber von Tankstellen in Barnstorf betroffen

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Von: Edgar Haab

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Sogar Dieselpreise nähern sich der 2-Euro-Grenze wie bei der Classic-Tankstelle in Barnstorf.
Sogar Dieselpreise nähern sich der 2-Euro-Grenze wie bei der Classic-Tankstelle in Barnstorf. © Jannick Ripking

Die Preise für Kraftstoffe explodieren förmlich an den Zapfsäulen. Tankstellen-Betreiber in Barnstorf stehen vermehrt Kunden gegenüber, die sich über die hohen Spritpreise aufregen.

Barnstorf - So auch bei der Classic-Tankstelle von Simone Gerdsen in Barnstorf. „Wir können nichts dafür, dass die Preise aktuell so steigen“, erklärt die Betreiberin.

Während der Liter Benzin innerhalb von einer Woche von 1,75 Euro auf mehr als 1,90 Euro gestiegen ist, ist der Preisanstieg beim Diesel noch extremer: Kunden zahlen statt 1,60 Euro pro Liter, aktuell bis zu 30 Cent mehr.

„Die Kunden müssen trotzdem tanken“

„Die Kunden müssen trotzdem tanken“, so Gerdsen. Auch der Preis für Flaschengas sei im Vergleich zur Vorwoche um 1,50 Euro gestiegen. Lediglich der Preis für AdBlue sei bislang unverändert. In einer E-Mail des Classic-Unternehmens seien die Tankstellen-Betreiber über die steigenden Preise informiert worden.

Grund für diese Entwicklung sei der Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Ein Großteil der Kraftstoffe werde aus Osteuropa geliefert. Prognosen, wie hoch die Preise an der Zapfsäule noch steigen, seien laut der Barnstorfer Tankstellen-Betreiberin derzeit schwierig.

Pendler sind besonders stark von den Preisanstiegen betroffen

In erster Linie Pendler, die dienstlich auf dem Weg in Richtung Bremen an der Classic-Tankstelle in Barnstorf Halt machen, seien am stärksten von den Preisanstiegen betroffen.

Simone Gerdsen rechnet vor: Eine Tankfüllung, die in der vergangenen Woche noch um die 90 Euro gekostet hat, schlägt nun mit gut 110 Euro zu Buche. Allgemein überschreite der Betrag der Tank-Rechnungen ihrer Kunden immer öfter die 100-Euro-Marke, so Gerdsen.

Auswirkungen der Krise sollen Kunden so wenig wie möglich treffen

Auf Anfrage der Kreiszeitung erklärt eine Sprecherin der Westfalen-Gruppe, dass grundsätzlich mit einer Steigerung der Energiepreise zu rechnen sei. „Auswirkungen des Krieges auf den Rohölpreis sind bereits deutlich zu spüren; steigende Kraftstoffpreise sind die Folge. Mit Blick auf die Versorgungssicherheit gibt es aktuell keinen Handlungsbedarf. Wir werden alles daran setzen, die Auswirkungen dieser Krise auf unsere Kunden so gering wie möglich zu halten.“

Ein Sprecher der Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen Mitte erklärt, dass sich die Situation an den von ihnen betrieben Tankstellen in Barnstorf mit denen anderer Anbieter decke.

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