Feuerwehr Cornau beginnt frühzeitig mit der Planung

Großer Bedarf an Helfern: Kreisjugendzeltlager 2020 wird zur Mega-Aufgabe

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In diesem vierköpfigen Team laufen die Fäden für die Planung des Kreiszeltlagers zusammen (v.l.): Heiko Gröne, Marco Striethorst, Katharina Kammann und Frank Kolkhorst.

Cornau - Von Thomas Speckmann. Wenn´s brennt und die Sirenen heulen, muss alles ganz schnell gehen. Da zählt jede Minute. Ganz gemächlich lassen es die Ortsfeuerwehr Cornau und ihre Jugendabteilung hingegen bei der Planung einer Großveranstaltung angehen. Hier will alles gut vorbereitet sein, um tausenden Teilnehmern und Gästen einen schönen Aufenthalt zu bieten. So groß wird der Andrang nämlich werden beim 40. Kreisjugendfeuerwehrzeltlager, das vom 18. bis 26. Juli 2020 im Flecken Cornau über die Bühne geht.

In dieser Woche hat sich das Organisationsteam im Feuerwehrgerätehaus in Cornau getroffen. Nicht zum ersten Mal, seitdem die Entscheidung feststeht, dass das Zeltlager erstmals in Cornau stattfinden soll. Alle zwei bis drei Wochen tagt das vierköpfige Team mit weiteren Verantwortlichen, um die einzelnen Themenschwerpunkte nacheinander abzuklopfen. „Wir sind uns im Klaren, dass es viel Arbeit ist. Aber wir fangen früh an und haben noch genug Zeit“, sagt Ortsbrandmeister Heiko Gröne.

Neben Ortsbrandmeister Gröne und seinem langjährigen Stellvertreter Marco Striethorst sitzen Jugendfeuerwehrwartin Katharina Kammann und ihr Vorgänger Frank Kolkhorst mit am Tisch. Letzterer strahlt eine ganz besondere Ruhe aus und nimmt den Vertretern des Versorgungsteams, die an diesem Abend in die Runde eingebunden sind, die Angst vor der Mammutaufgabe. „Ich bin damit groß geworden“, sagt Kolkhorst schmunzelnd, der schon an vielen Zeltlagern im Kreis Diepholz teilgenommen hat.

Beteiligte sind Feuer und Flamme

Keine Frage: Die Beteiligten sind Feuer und Flamme, dass die 53 Feuerwehren plus Gastwehren ihre Zelte auf dem Gelände an der Speckener Straße aufstellen. Das hätte schon im Jahr 2003 der Fall sein können. Aber bei der damaligen Bewerbung hatte Neuenkirchen den Zuschlag bekommen. Ganz loslassen sollte der Gedanke die Cornauer aber nicht. „Das geisterte schon seit langer Zeit durch die Köpfe“, verrät Gröne. Als die Kreisfeuerwehr nun händeringend nach einem Gastgeber suchte, ergriff die Ortsfeuerwehr die Gelegenheit beim Schopfe.

Diese jungen Kameraden gehören zur Jugendfeuerwehr Cornau, die im Sommer mit einer stattlichen Mannschaft am Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Aschen teilnahm. Der Nachwuchs kann sich nun auf ein Heimspiel im Jahr 2020 freuen.

Und wie ist die Stimmung in der Jugendfeuerwehr mit Blick auf das größte Zeltlager in Niedersachsen? „Durchweg positiv“, berichtet die neue Anführerin Katharina Kammann. „Die Jugendlichen freuen sich schon sehr darauf!“ Kein Wunder, denn für die aktuell 52 Nachwuchskräfte aus der Gemeinde Drebber wird das neuntägige Event zum echten Heimspiel. Da werden die Wege noch kürzer als in Aschen, wo in diesem Jahr etwa 1600 Jugendliche Quartier bezogen haben.

Mit den Machern in Aschen seien bereits erste Gespräche geführt worden, berichtet Gröne. Es sei hilfreich, sich Tipps zu holen und Erfahrungen auszutauschen. Schließlich gebe es Fluten an Fragen. Darum wollen die Cornauer auch bei den nächsten Kreiszeltlagern in Sudwalde und Barver ganz genau hinschauen, den Aufbau und die Abläufe studieren, um weitere Erkenntnisse für die eigene Arbeit zu sammeln.

Viel Arbeit für das Cafeteria-Team

„Ich muss mir das auf dem nächsten Zeltlager angucken“, sagt Janet Iven, die sich gemeinsam mit Petra Dullweber federführend um die Cafeteria kümmern soll. Sorgenfalten machen sich auf der Stirn der beiden Damen breit, als sie von der nachmittäglichen Bewirtung der rund 600 Alterskameraden hören, die traditionell das Zeltlager besuchen. Etwa das ganze Kaffeegeschirr mit der Hand abwaschen? Nein, dafür soll es Spülwagen geben, versichert Kolkhorst.

Die erforderlichen Helfer könnten die verantwortlichen Bereichsleiter beim Personalbüro anfordern, ergänzt Gröne. Er verweist auf Kreisfeuerwehr und Sponsoren, die sich ortsübergreifend in die Zeltlager einbringen. Ganz wichtig sei aber die Unterstützung aus der Gemeinde Drebber. Es würden gut und gerne 500 Helfer benötigt, um die vielfältigen Aufgaben abzudecken. Die Suche nach Freiwilligen soll im Frühjahr starten. Der Ortsbrandmeister ist sich sicher: „Es kann jeder was!“

Was das Gelände betrifft, haben die Veranstalter schon eine konkrete Zeichnung vor Augen. Fest eingeplant sind die Sport- und Übungsplätze, dazu das Dorfgemeinschaftshaus und das Feuerwehrgerätehaus sowie die alte Schule. Dazu würden mehrere anliegende landwirtschaftliche Flächen gepachtet, so Gröne. Die Rede ist von etwa zwölf Hektar. Genug Platz für die unzähligen Zelte. Die Teiche des Sportfischereivereins könnten für die Bootswettbewerbe dienen.

„Das ist eine Mega-Aufgabe“, sagt der Ortsbrandmeister bei Betrachtung des Gesamtkonzeptes. Aber er und seine Mitstreiter haben sich vorgenommen, die Sache gelassen anzugehen und das Programm nicht ausufern zu lassen. Die Messlatte sei in der Vergangenheit ohnehin schon recht hochgelegt worden. Als gute Gastgeber wollen sich die Cornauer in jedem Fall präsentieren. Ausreichend Zeit zur Vorbereitung haben sie.

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