Stadtwerke Huntetal rüsten Liegenschaften auf mit Photovoltaikanlagen

Kosten sparen und Klima schützen

Ortstermin mit Blick auf die neue Photovoltaikanlage und die Freibadanlage (im Hintergrund) mit, von links, Gerd Beuke, Jürgen Lübbers, Matthias Partetzke, Stefan Kröger und Marc Krempig.
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Ortstermin mit Blick auf die neue Photovoltaikanlage und die Freibadanlage (im Hintergrund) mit, von links, Gerd Beuke, Jürgen Lübbers, Matthias Partetzke, Stefan Kröger und Marc Krempig.

Barnstorf – Ja, auch der örtliche große Stromlieferant möchte unabhängig werden von den Marktpreisen: Die Stadtwerke Huntetal wollen „sämtliche Liegenschaften mit Photovoltaik ausstatten. Wir reduzieren hiermit den CO2-Ausstoß und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig werden wir unabhängiger von den steigenden Preisen am Strombeschaffungsmarkt“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Partetzke.

Sagts und steigt dem Freibad Hunteholz in Barnstorf aufs Dach: Fototermin in fast drei Metern Höhe mit Blick auf die stillgelegte Badefläche auf der einen Seite, den leeren Parkplatz zur Ortsmitte hin auf der anderen. Die Leiter erklimmen auch Stefan Kröger, Spezialist für Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken, Bäderbetriebsleiter Marc Krempig, Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers und Gerd Beuke von der ausführenden Firma Lichthorn in Drentwede.

Und, ja, alle sind wieder heile runter vom Dach gekommen und können weiterarbeiten. Partetzke etwa in Sachen PV-Anlagen auf weiteren Liegenschaften: Nach den Wasserwerken in St. Hülfe und Wagenfeld seien nun die Bäder im Visier. Die in Barnstorf installierte Anlage habe eine Leistung von 28 Kilowatt/Peak, und liefere zwischen 25 000 und 30 000 Kilowattstunden Strom, erklärt Stefan Kröger. Die Anlagen zum Badbetrieb, insbesondere für die Umwälzpumpen, verbrauchen besonders während der Saison fast die identische Menge Strom, erklärt Krempig. „Es ist auch eher Ziel, für den Eigenverbrauch zu produzieren“, erklärt Gerd Beuke, warum die Anlage in dieser Größe konzipiert wurde. Er erinnert sich an die ersten Photovoltaikanlage vor 20 Jahren: Im Vergleich dazu könnte auf derselben Fläche heute mit aktuellen Modulen die doppelte Menge an Strom produziert werden. Für die Anlage auf dem Dach der Barnstorfer Umkleide habe man schwarze Module genutzt, „die spiegeln nicht so“, kommentiert Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers. Der Chef der Verwaltung nimmt die Maßnahme erfreut zur Kenntnis, hilft sie doch, den Betrag zu reduzieren, den die Samtgemeinde sich verpflichtet hat, jährlich zu zahlen. In der getroffenen Vereinbarung zeichnen die Stadtwerke für das operative Geschäft rund um den Bäderbetrieb im Hunteholz verantwortlich, die Kommune zahlt das Defizit. Für das Jahr 2021 werde es wohl bei etwa 250. 000 Euro liegen, sagt Marc Krempig auf Nachfrage. Und die neue PV-Anlage werde dazu beitragen, jenes Defizit zu mindern.

Kommune schultert jährliches Defizit

Ist das Bad, wie jetzt, nicht in Betrieb, werde der produzierte Strom ins Netz eingespeist. Und zügig sind Kröger und Beuke im Fachgespräch über Speicheroptionen und Anlagengröße, und die richtige „Formel“: „Eine nicht zu große Anlage und einen nicht zu kleinen Speicher“, formuliert es Beuke. Grundsätzlich sei die am Montag offiziell in Betrieb genommene Anlage in Barnstorf ein „weiterer Meilenstein in der ökologischen Ausrichtung der Stadtwerke Huntetal“.

Von Sylvia Wendt

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