Kirchengemeinde Drebber setzt Planungen um

Projekt zur Friedhofsgestaltung: Konfirmanden entwerfen Urnen-Grabanlage

Pastor Rainer Hoffmann präsentiert die Grabstätten-Planungen der Konfis an der Marienkirche in Drebber.
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Pastor Rainer Hoffmann präsentiert die Grabstätten-Planungen der Konfis an der Marienkirche in Drebber.

Drebber – Die Planungen sind abgeschlossen. Jetzt geht es an die Umsetzung. Sieben Konfirmanden aus Drebber haben während ihrer Konfitage zwei Urnen-Grabanlagen entworfen. Neben einer Kreuz-Anordnung werden unter anderem ein Wasserlauf mit Brücke den Friedhofsabschnitt an der Marienkirche prägen.

„Im vergangenen September mussten wir den Konfirmations-Unterricht wegen Corona in unserer Kirchengemeinde in Drebber in kleinen Gruppen gestalten. Die Vermittlung der klassischen Unterrichtsinhalte war schwierig. Deshalb haben wir uns Projekte überlegt, die die Konfirmanden mit ihren Teamern verwirklichen konnten“, erklärt Pastor Rainer Hoffmann.

Konfirmanden setzen fünf Projekte um

Insgesamt fünf Projekte setzten die Konfirmanden im Alter zwischen 13 und 14 Jahren um. Neben einer Befragung der Gemeindemitglieder (wir berichteten) hatten es sich eine Gruppe zur Aufgabe gemacht, die Jacobi- und Marienkirche in Drebber über das Smartphone erlebbar zu machen. Dazu erstellten Sie QR-Codes, die noch in diesem Jahr an den Gotteshäusern angebracht werden sollen. Nutzern biete sich über die Homepage der Kirchengemeinde eine Führung durch die jeweilige Kirche. Weiterhin hat sich eine Gruppe an einem „Actionbound“ versucht. Hierbei handelt es sich um eine moderne Schnitzeltour, die in den kommenden Jahren im Konfirmations-Unterricht zum Einsatz käme. Aufgrund von coronabedingten Ausfällen von Treffen und Gruppenveranstaltungen musste das Projekt „Gemeinde-Video“ ausfallen.

Die letzte Gruppe befasste sich mit der Gestaltung des Friedhofes an der Marienkirche.

„Zunächst musste ein passendes Gelände für das Projekt gesucht werden. Die Entscheidung fiel dann auf Urnengräber, da diese gefragter und kleiner sind als herkömmliche Gräber. Anschließend ging es an das Vermessen der Flächen“, so Pastor Hoffmann.

Die Teamer Amelie Fiefeick und Thomas Heil halfen den Konfirmanden Lenie Grimmelmann, Carola Heil, Emilie Heuer, Sarah Höckelmann, Anna Jischkowski, Jette Jochim und Mia-Sophie Reddig in Rücksprache mit Pastor Hoffmann bei der Gestaltung.

Kreuz-Anordnung und Wasserlauf

Die Vorschläge seien von den Konfirmanden gekommen. Auf einer Fläche von rund 80 Quadratmetern sollen voraussichtlich 15 Urnengräber je ein mal ein Meter in einem Kreuz angeordnet werden. Ein Baum soll das Zentrum des Kreuzes bilden und zwei ältere Grabsteine sollen auf dem Gelände erhalten bleiben.

Gegenüber sollen auf einer Fläche von etwa 70 Quadratmetern 17 Urnengräber vorbereitet werden, die durch einen Wasserlauf getrennt sein sollen. Wichtig seien auch Sitzgelegenheit gewesen.

Der Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Mariendrebber habe das Projekt geprüft und genehmigt. Die Kosten für die Umgestaltung sollen sich auf etwa 2 500 Euro belaufen.

Umsetzung dank Arbeitseinsätzen

Während des Arbeitseinsatzes Ende Juni (wir berichteten) konnten bereits erste Vorbereitungen getätigt werden. So haben die freiwilligen Helfer, zu denen auch einige Konfirmanden zählten, bereits das Stromkabel für die nötige Wasserpumpe verlegen können. Die beiden Wahl-Urnengrabanlagen zur Selbstpflege sollen nun beim nächsten Arbeitseinsatz am 25. September fertiggestellt werden. „Nach 20 Jahren, wenn die Konfirmanden hier über den Friedhof in Mariendrebber gehen, werden sie sich zurückerinnern und wissen, dass sie an der Gestaltung der Anlage beteiligt waren“, so Pastor Hoffmann.

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