Kombination hat sich zum Selbstläufer entwickelt

Gartentage und Frühlingsmarkt sollen wieder tausende Besucher anlocken

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Bei den Gartentagen im Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum sammeln die Besucher viele Anregungen für das heimische Grün. Die Veranstaltung feiert ihr zehnjähriges Bestehen. 

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. „Ich leg mich nicht fest“, sagt Dr. Oliver Nixdorf, wenn es um die Wettervorhersagen für das „Barnstorfer Frühlingserwachen“ geht. Schließlich dauert es noch zwei Wochen, bis die Gartentage und der Frühlingsmarkt ihre Pforten öffnen. Da kann sich in den Prognosen noch einiges tun. Wenn die Organisatoren einen Wunsch frei hätten, dann wäre es selbstverständlich eine gute Portion Sonnenschein. Das würde sicher auch ein Lächeln in die Gesichter von mehreren tausend Besuchern zaubern, die vom 13. bis 15. April im Hunte-Flecken erwartet werden.

Die Mienen der Veranstalter wirken in der zeitaufwendigen Vorbereitungsphase etwas angespannt, aber insgesamt doch recht zuversichtlich. Schließlich hat sich das „Frühlingserwachen“ weit über die Gemeindegrenzen hinaus einen Namen gemacht hat und ist mit seinem bewährten Programm schon zum Selbstläufer geworden. Die Gartentage im Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum (BUEZ) und der Frühlingsmarkt im Ortskern, das sind zwei Veranstaltungen, die bereits zum sechsten Mal parallel stattfinden und einfach zusammen passen.

Die Vertreter der Fördergemeinschaft und des BUEZ haben sich damals zum Ziel gesetzt, Synergieeffekte zu schaffen. „Das ist uns gelungen“, sagt Nixdorf. Zustimmendes Nicken bei Geschäftsmann Ralf Meyer, der in der Kombination ebenfalls eine große Chance sieht, Barnstorf voranzubringen. Für den kommissarischen Vorsitzenden der Fördergemeinschaft geht es vor allem um die Attraktivität des Ortes und die damit verbundene Sicherung von Existenzen.

Der Vergnügungsmarkt im Barnstorfer Ortskern lockt mit mehreren Fahrgeschäften.

Das Zugpferd sind zweifelsohne die Gartentage, die sich im Laufe der vergangenen zehn Jahre sehr positiv entwickelt haben und vor allem viele auswärtige Besucher anlocken. „Für das BUEZ und Barnstorf ein Aushängeschild“, unterstreicht Nixdorf. Das Erfolgsrezept ist für ihn die Mischung aus Information und Unterhaltung, sprich Garten- und Landschaftsbau, Kunsthandwerk, Umweltbildung, Live-Musik und Aktionen. „Ein solches Angebot findet man auf kaum einer anderen Gartenveranstaltung in der Umgebung“, erklärt der Einrichtungsleiter.

Die Vorzeichen für die elfte Ausgabe am 14. und 15. April sind gut: „Wir haben in dieser Woche extrem viele Anfragen“, so Nixdorf. Er geht davon aus, dass die Vorjahreszahlen von etwa 50 Ausstellern gehalten, wenn nicht sogar gesteigert werden könnten. Bisher würden 42 Anmeldungen vorliegen, darunter etwa ein Viertel Neuzugänge. Erfahrungsgemäß würden einige Interessenten die genaue Wetterprognose abwarten, bevor sie sich zur Teilnahme an der Open-Air-Veranstaltung entschließen.

Fest steht bereits jetzt, dass die Besucher einen Euro mehr berappen müssen, wenn sie sich Inspirationen für den heimischen Garten holen wollen. Der Eintritt wird auf vier Euro erhöht. Hauptgründe seien der gestiegene Personalaufwand und zusätzliche Kosten für umliegende Stellflächen, sagt Nixdorf. Im Gegenzug seien sämtliche Aktivitäten auf dem Gelände, wie Moorbahnfahrten oder Eselreiten, kostenlos. Auch die Parkplätze soll es weiter zum Nulltarif geben.

Ziel der Einrichtung am Bremer Dreh ist es, bei der Veranstaltung eine „schwarze Null“ zu schreiben. Das sei in den vergangenen Jahren erreicht worden, sagt Nixdorf. Dass die Gartentage auch langfristig eine Perspektive haben, belegt die Anmeldung als Dauerveranstaltung beim Landkreis Diepholz. Als Termin ist das zweite Wochenende im April verankert.

Jan-Spieker-Bahn als verbindendes Element

Ein buchstäblich verbindendes Element zwischen Gartentagen und Frühlingsmarkt ist die Jan-Spieker-Bahn, die an beiden Haupttagen kostenlos zwischen den Schauplätzen pendelt. „Das ist für viele Leute eine Attraktion, vor allem für jüngere“, weiß Rouven Barmbold, der sich als Beiratsmitglied der Fördergemeinschaft in die Organisation des traditionsreichen Volksfestes einbringt. Der Trubel im Ortskern beginnt bereits am 13. April.

Rund um den Marktplatz warten wieder mehrere Fahrgeschäfte sowie Imbiss- und Getränkebuden. „Die üblichen Verdächtigen“, sagt Jörg Kohröde schmunzelnd, der im Rathaus die Strippen zieht. Den Aufbau organisiert wieder Marktmeister Helmut Siemering. Er wird auch Platz für einige Neu- und Gebrauchtwagen reservieren, die im Rahmen der Autoschau präsentiert werden. Vorsitzender Meyer freut sich, dass sich die drei örtlichen Händler wieder zusammengeschlossen haben.

Die Fördergemeinschaft nutzt den Frühlingsmarkt für ihren ersten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr. Damit geht erneut ein Flohmarkt in der Bahnhofstraße einher. „Läuft gut“, sagt Organisator Holger Pleus, „es sieht so aus, dass wir weiter wachsen.“ Bisher hätten sich 20 Händler einen Standplatz auf der Trödelmeile reserviert, die erstmals auf den Bahnhofsvorplatz ausgedehnt werden soll. Die große Welle komme erfahrungsgemäß in der Woche vor der Veranstaltung, weiß Pleus – und fügt hinzu: „Brauchen wir nur noch gutes Wetter!“

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