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Klimaschutzmanager für Barnstorf? Grüne fordern konsequentere Umsetzung eine nachhaltigen Konzepts

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Von: Jannick Ripking

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Elke Oelmann und Klaus-Joachim Schmelz von der Grünen-Fraktion wünschen sich für die Samtgemeinde Barnstorf, dass das 2011 verabschiedete Klimaschutzkonzept konsequenter verfolgt wird.
Elke Oelmann und Klaus-Joachim Schmelz von der Grünen-Fraktion wünschen sich für die Samtgemeinde Barnstorf, dass das 2011 verabschiedete Klimaschutzkonzept konsequenter verfolgt wird. © Jannick Ripking

Barnstorf hat seit 2011 ein Klimaschutzkonzept. Die Grünen fordern nun, dass das Programm konsequenter verfolgt wird und bringen einen Klimaschutzmanager ins Spiel.

Barnstorf – „Wir brauchen Controlling“, sagt der Grünen-Politiker Klaus-Joachim Schmelz. 2011 hat die Samtgemeinde Barnstorf ein mehr als 200-seitiges Klimaschutz-Konzept verabschiedet. Seitdem sei nicht viel passiert, meint die Grünen-Fraktion im Samtgemeinderat. Das Konzept habe seinerzeit einen hohen fünfstelligen Betrag gekostet. „Aber davon wurde nichts bis zur letzten Konsequenz umgesetzt“, berichtet Elke Oelmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Barnstorf.

Grüne räumen eigene Fehler ein

Schmelz und Oelmann loben das Klimaschutzkonzept, es scheitere allerdings an der Umsetzung. Oelmann: „Hier haben wir eigentlich etwas ganz Tolles, aber es wurde verschlafen, dranzubleiben.“ Dabei spart sie nicht mit Kritik an sich selbst und ihrer eigenen Partei: „Wir müssen uns da auch an unsere eigene Nase fassen. Unsere Forderung kommt kurzfristig und man hätte das schon früher angehen können.“ Schmelz ergänzt: „Aber es darf deswegen inhaltlich nicht unter den Tisch fallen.“ Derzeit sehe er im Rat allerdings nicht den absoluten Willen, das Konzept wirklich umzusetzen.

Als Grundlage für ein zielgerichteteres Handeln im Sinne des Klimaschutzkonzeptes fordern die Grünen für den Haushalt 2022, der bei der kommenden Ratssitzung beschlossen werden soll, mehr finanzielle Mittel für den Klimaschutz. „Das müsste ein fester Posten im Haushalt werden. Zum Beispiel 30 000 Euro“, sagt Elke Oelmann. „Wir fordern ja gar keine unrealistischen Summen“, ergänzt sie.

Grüne fordern mehr Geld für den Klimaschutz im Haushalt 2022

Von diesem Geld, sind sich die Grünen sicher, würde die Samtgemeinde Barnstorf profitieren, weil sie dadurch nachhaltig und zukunftsfähig aufgestellt sei. „So könnten wir Maßnahmen auf Grundlage des Klimaschutzes umsetzen, gelaufene Projekte evaluieren und kommende Projekte anpassen“, erklärt Scholz.

Allerdings sieht er zurzeit einen großen Haken: „Es fehlt derzeit ein Kontrollorgan. Wer macht das denn zurzeit? Ich weiß es nicht.“ Einen Lösungsvorschlag liefert er gleich mit: „Im Prinzip braucht man einen Klimaschutzmanager, keinen Laien. Das können die Fraktionen gar nicht alles im Blick haben.“ Oelmann sagt dazu: „Wir wollen ein Leitbild im Rathaus haben – und jemanden, der das richtig umsetzt.“ Nachbarkommunen hätten gezeigt, wie es geht. Ein Klimaschutzmanager sei keine schlechte Sache.

Klimaschutz für Grünen-Politiker mit hoher Priorität

Beide Kommunalpolitiker sind der Meinung, dass der Klimaschutz noch stärker in den Fokus rücken müsse. „Was wir wollen, ist eine Debatte anstoßen und, dass man den Klimaschutz wieder lebt“, sagt Schmelz. Dabei gehe es um Photovolatikanlagen auf Neubauten oder eine geringere Nutzung fossiler Brennstoffe. Die genauen Themen und Zukunftsprojekte seien aber „auf jeden Fall verhandelbar“, so der Politiker von den Grünen.

Über den Haushalt 2022 hinaus wünschen sich Elke Oelmann und Klaus-Joachim Schmelz, dass die von ihnen geforderte Summe X für den Klimaschutz fortlaufend in die kommenden Haushalte eingearbeitet wird. Oelmann: „Das sollte am besten jedes Jahr neu evaluiert und nach Bedarf, wenn zum Beispiel größere Projekte anstehen, angepasst und in den jeweiligen Haushalt aufgenommen werden.“

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