Klemens Aufgebauer verzaubert Publikum beim Dorffrühstück in Drebber

Magische Kräfte versetzen Senioren ins Staunen

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Die magischen Hände von Klemens Aufgebauer (l.) zeigten Wirkung. Otto Kording hatte plötzlich mehr Karten als vorher.

Drebber - Von Thomas Speckmann. Beim Kartenspielen lässt sich Otto Kording so schnell nichts vormachen. Er hat früher häufig Doppelkopf und Skat gespielt, kennt die kleinen Tricks, um dem Gegner die Trümpfe herauszulocken. Doch dass man auch Karten von einer Tasche in die andere Tasche wandern lassen kann, ohne dass jemand etwas merkt, wusste der Rentner bisher noch nicht. Wie es geht, zeigte Zauberer Klemens Aufgebauer gestern Vormittag beim Dorffrühstück in der Grundschule Drebber.

Der Auftritt des Zauberers war der Höhepunkt der Traditionsveranstaltung, die seit zehn Jahren zweimal pro Jahr in Drebber über die Bühne geht. Fast 100 Senioren folgten der Einladung des DRK-Ortsvereins Drebber und genossen das Frühstück an den liebevoll gedeckten Tischen in der Pausenhalle. Dass es an diesem Morgen statt plattdeutscher Geschichten eine sehenswerte Vorführung gab, war für die Besucher eine schöne Überraschung.

Ortsvereinsvorsitzende Inge Klautke reagierte im ersten Moment jedoch leicht geschockt, als Klemens Aufgebauer die Schule betrat – und sagte: „Ich bin erkältet. Mit der Stimme kann ich nicht!“ Der Mann aus Löningen, der schon einmal beim Heimatverein in Drebber zu Gast war, sollte eigentlich als Bauchredner in Aktion treten. Weil ihm der Husten die nötige Kraft nahm, er den Termin aber nicht absagen wollte, besann er sich kurzerhand auf seine Zauberkünste.

„Das hat mich schon als Jugendlicher gereizt“, berichtete der Pensionär, der sich viele Tricks selbst angeeignet hat und inzwischen dem Magischen Zirkel von Deutschland, einer internationalen Vereinigung von Zauberkünstlern, angehört. Mit seinem Hobby begeistert er nun Alt und Jung. Was der 67-Jährige in Drebber aus dem Hut zauberte, konnte sich sehen lassen. Er machte die Grundschule zu seiner Bühne.

Der Ort war übrigens Programm, denn Aufgebauer hatte seine Darbietungen unter das Motto „Aus der Schule“ gestellt. „Man kann heute nur in der Schule bestehen, wenn man magische Kräfte hat, sonst wird man von den Schülern untergebuttert“, meinte der pensionierte Gymnasiallehrer augenzwinkernd. Seine Zaubertricks hätten sicher auch die Grundschüler aus der Gemeinde Drebber motiviert und beeindruckt. Doch die Kinder befanden sich (leider) in den Ferien. Große Augen machten stattdessen die Senioren.

Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als Aufgebauer gleich zu Beginn aus einem Geschirrtuch ein Streichholz holte, das im verhüllten Zustand von einem Zuschauer zerbrochen worden war. Mit Hilfe eines Zaubersalzes verwandelte er dann weiße Kreidestriche in farbige Schriftzüge und ließ einen Würfel in einer Kiste verschwinden, um ihn wenig später aus seinem Zylinder zu zaubern.

Beim Trick mit den Karten kam Otto Kording ins Spiel. Er musste einen Teil des Blattes in seine Jackentasche stecken. Den Rest der 32 Karten nahm Irmgard Sandhaus in ihre Obhut, die mehrere Meter entfernt stand. Aufgebauer, der sich in der Mitte seiner beiden Gehilfen positioniert hatte, bediente sich der Macht der Magie. Als Kording später mehr Karten aus seiner Tasche zog, als er vorher hatte, war die Überraschung groß: „Ich weiß nicht, wie er es gemacht hat“, sagte der „Zauberlehrling“. Seine Frage nach dem Trick blieb jedoch unbeantwortet. „Die Hauptsache ist Ablenkung. Die Leute sollen nicht wissen, worauf sie achten müssen“, erklärte Aufgebauer.

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