Puppenspielerin unterhält Kinder im großen Ratssaal

Kleiner Ritter springt für erkrankten Frosch ein

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Dörte Kiehn zog die Fäden beim Puppentheater. Dabei kam es zur Begegnung von Ritter und Ziege auf einer Wiese.

Barnstorf - Von Louisa Manholt und Maleen Klenke. Ursprünglich sollten Frieda und Fred im Barnstorfer Ratssaal den Ton angeben. Doch ihr Theaterstück fiel am Dienstagnachmittag aus Krankheitsgründen ins Wasser. Das Publikum bekam dennoch ein Puppentheater geboten. Dörte Kiehn sprang für ihre Kollegin Gaby Parnow-Kloth ein und präsentierte eine unterhaltsame Geschichte.

Die ganz in Rosa gekleidete Puppenspielerin erzählte eine Geschichte „Der kleine Ritter“ basierend auf dem gleichnamigen Buch von Daniela Römer. Hauptperson ist Knut, der Sohn des Ritterpaares Knut und Kunigunde. Zum Geburtstag bekommt er ein Pferd geschenkt. Obwohl der Kleine großes Interesse am Reiten zeigt, fürchtet er sich vor Pferden. „Ritter gehen nicht zu Fuß!“, beschwert sich sein Vater. Seine Mutter ergänzt: „Alle Ritter reiten!“ Und somit beginnt die Geschichte, wie Knut reiten lernt. Er fragt die Tiere der Burg um Hilfe. Durch einen Trick seiner Ziege „Elli“ findet Knut den Mut, aufs Pferd zu steigen. Somit wird aus dem kleinen Ritter ein echter Ritter und Reiter.

Das Happyend gefiel den Zuschauern im Saal. Mit rund 40 Kindern und fast ebenso vielen Eltern und Großeltern war die Veranstaltung gut besucht. Während des Spiels wusste Kiehn die Kinder immer wieder mit einzubeziehen, damit keine Langeweile aufkam. Durch den kindgerechten Humor hatten nicht nur die Jungen und Mädchen viel zu lachen. „Das war lustig“, erzählte Johanna aus Drebber, die mit ihren Großeltern gekommen war, am Ende der Veranstaltung. Ihre Zwillingsschwester Marie war besonders begeistert vom Ritt auf dem Pferd. Der dreijährige Corvin fand es „cool“ und konnte sich kaum entscheiden, was er in der Geschichte am besten fand. Auch seine Mutter hielt das Stück ansprechend für Kinder. Sie würde ähnliche Veranstaltungen für Kinder in Zukunft begrüßen.

Kiehn arbeitet mittlerweile seit drei Jahrzehnten als selbstständige Puppenspielerin am „Tandera Theater“ in Lüneburg. „Per Zufall kam ich als junges Mädchen ans Lüneburger Marionettentheater“, erzählte die 57-Jährige. Nach ihrer künstlerischen Lehre habe sie Pädagogik studiert und sei dann zur Augsburger Puppenkiste gekommen. Mitte der 1980er Jahre habe sie dann damit begonnen, ihre Selbstständigkeit aufzubauen.

Im Auftrag der Büchereizentrale Lüneburg ist Kiehn derzeit auf Sommertour und tritt in verschiedenen Städten wie Hamburg und Rotenburg/Wümme sowie in ihrer Heimat in Mecklenburg-Vorpommern auf. Das Gastspiel in Barnstorf war ein willkommener Zwischenstopp. Die Kinder belohnten ihr Kommen mit viel Applaus.

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