Umzug der „Spiel(t)räume“

Familien- und Bildungszentrum Eydelstedt: Kita Dörpel erhält neue Räume und Namen

Über den Umzug freut sich das Team der Kita „Spiel(t)räume“: Natalie Krämer, Julie Schneider, Jasmin, Schröring-Abke, Miriam Siemer, Marina Franz, Susanne Steinemann, Anke Hohlt und Jenny Neuberger (von links).
+
Über den Umzug freut sich das Team der Kita „Spiel(t)räume“: Natalie Krämer, Julie Schneider, Jasmin, Schröring-Abke, Miriam Siemer, Marina Franz, Susanne Steinemann, Anke Hohlt und Jenny Neuberger (von links).

Eydelstedt – Die einst in Dörpel beheimatete Kindertagesstätte hat nun nicht nur neue Räume bezogen, sondern auch einen neuen Namen erhalten. „Spiel(t)räume“ heißt er und diese sollen mit dem Einzug in das Familien- und Bildungszentrum bei den Kleinsten in Erfüllung gehen.

Bei einer Führung durch das 3,5 Millionen Euro umfassende „Mamutprojekt“ der Samtgemeinde Barnstorf und der Gemeinde Eydelstedt zeigten Projektplaner Oliver Keese und Architektin Franziska Keese die baulichen Besonderheiten des Gebäudes auf: „Neben großen, hellen Räumen haben wir auch viel Wert auf die passende Einrichtung gelegt. Im Eingangs- und Sanitärbereich haben wir auf Barrierefreiheit geachtet und sowohl Duschen, als auch Toiletten installiert, die auch mit einem Rollstuhl nutzbar sind.“ Dies sei erforderlich gewesen, da die ev.-luth. Kindertagesstätte auch als integrativ gilt.

Kita- und Krippenleiterin Marina Franz über den Einzug in das Familien- und Bildungszentrum in Eydelstedt: „Wir fühlen uns jetzt schon wohl und genießen die neuen Räume. Auch die Kinder haben sich offen für den Umzug gezeigt und haben auch nach den ersten Tagen noch leuchtende Augen.“ Die Kinder seien in den großen Räumen beim Spielen ausgeglichener und die Lautstärke sei auch angenehmer. Im Moment ist die Krippe von der Kindertagesstätte getrennt, sodass es nicht zu Berührungspunkten und einem Infektionsrisiko kommt. Die zukünftige Planung sehe aber ein offenes Konzept vor, in dem sich die Kinder nach ihren spielerischen Vorlieben und auf altersübergreifend in den Räumen zusammenfinden können. „Das Treffen von individuellen Entscheidungen ist schon bei den Kleinsten wichtig und soll durch das Konzept gefördert werden“, so Franz.

Bei einer Führung durch die Räume des Familien- und Bildungszentrums in Eydelstedt waren: Jürgen Lübbers, Friedrich Bokelmann, Birgit Greve, Frauke Brüning, Marina Franz, sowie Oliver und Franziska Keese (von links).

Etwa zehn Jahre lang habe sich die Gemeinde mit der Zukunft der Betreuungsangebote beschäftigt. Ausschlaggebend für den Bau des neuen Zentrums sei neben einer Fördersumme von rund 1,5 Millionen Euro auch die Beteiligung der Gemeinde in Höhe von 650  000 Euro gewesen, erklärte Bürgermeister Friedrich Bokelmann. „Der Druck für die Bereitstellung von Betreuungsangeboten war da und ist auch jetzt noch da. Die Samtgemeinde weist mit 12 440 derzeit die höchste Einwohnerzahl auf. Zuzüge bedeuten auch Herausforderungen in der Betreuung“, so Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers während der Führung. Er bezeichnete das neue Gebäude am „Schulberg“ in Eydelstedt als „Prunkstück der Samtgemeinde“ und kündigte sowohl eine offizielle Einweihung, als auch einen „Tag der offenen Tür“ für die geplante Fertigstellung nach den Sommerferien an – sollten es die Corona-Beschränkungen dann zulassen.

„Wir als Träger sind froh über die gelungene Kooperation und die gemeinsame Nutzung mit der Grundschule Eydelstedt“, sagte Birgit Greve, pädagogische Leitung des Kita-Verbandes Grafschaft Diepholz.

Bürgermeister Bokelmann merkte den „termingenauen Einzug“ trotz Corona an.

Aktuell stehen noch Arbeiten im Außenbereich an, die witterungsbedingt leicht verzögert seien. Für Aktivitäten an der frischen Luft steht den Kindern die angrenzende Sportanlage der Grundschule Eydelstedt zur Verfügung. Hierzu verfügt jede Gruppe über einen eigenen Ein- und Ausgang und eigene Sanitäranlagen. Die gemeinsame Küche kann aufgrund von Corona von den Erzieherinnen bislang noch nicht genutzt werden.

Besonders glücklich sei das Team der Kita „Spiel(t)räume über die separaten Aufenthalts- und Konferenzräume. „So etwas hatten wir in Dörpel nicht, da mussten wir um Pause zu machen Stühle und Tische schieben“, weis Leiterin Franz.

Von den Räumen der Kita ging es während der Führung im Familien- und Bildungszentrum weiter durch eine Verbindungstür in den „Dorfgemeinschaftsbereich“. In diesem sollen zukünftig beispielsweise Vereinen zwei große Räume zur Verfügung gestellt werden, in denen sie Versammlungen abhalten können.

Mit Mehrzweck-Tisch- und Stuhlkombinationen, die sowohl für Jung als auch für Alt nutzbar sind, werden die Dorfgemeinschaftsräume ausgestattet.

Grundvoraussetzung für eine Förderung durch das Land war eine Nutzung von alten Gebäudeteilen. Deshalb hat das Planungsteam aus dem angrenzenden, ehemaligen Feuerwehrhaus neben Mehrzweckräumen auch Sanitärräume für das Familien- und Bildungszentrum und die Grundschule Eydelstedt gemacht. Die neue Mensa dürfen die Schüler jedoch erst nach der Corona-Pandemie einweihen.

Die Grundschule Eydelstedt nutzt diese Räume übergangsweise als Klassenräume, solange das Hauptgebäude am „Schulberg“ noch saniert wird, erklärte Frauke Brüning, Fachbereichsleiterin für Soziales und Ordnung.

Zum neuen Schuljahr sollen die Arbeiten vollzogen und für die Nutzung freigegeben werden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Israel greift Hamas-Tunnel an - Feuerpause nicht in Sicht

Israel greift Hamas-Tunnel an - Feuerpause nicht in Sicht

Bundesregierung: „Antisemitische Kundgebungen nicht dulden“

Bundesregierung: „Antisemitische Kundgebungen nicht dulden“

Rund 1750 Raketenabschüsse auf Israel - Viele Tote in Gaza

Rund 1750 Raketenabschüsse auf Israel - Viele Tote in Gaza

Massive Raketenangriffe: Israel antwortet mit Luftschlag

Massive Raketenangriffe: Israel antwortet mit Luftschlag

Meistgelesene Artikel

1000 Menschen bei Kundgebung in Diepholz

1000 Menschen bei Kundgebung in Diepholz

1000 Menschen bei Kundgebung in Diepholz
Klaus Wessels sieht Licht im Pandemie-Tunnel und vergrößert Leester Restaurant

Klaus Wessels sieht Licht im Pandemie-Tunnel und vergrößert Leester Restaurant

Klaus Wessels sieht Licht im Pandemie-Tunnel und vergrößert Leester Restaurant
Erste Hubschrauber in Diepholz übernommen

Erste Hubschrauber in Diepholz übernommen

Erste Hubschrauber in Diepholz übernommen
Rohstoffexperte prophezeit: „Häuser werden unerschwinglich teuer“

Rohstoffexperte prophezeit: „Häuser werden unerschwinglich teuer“

Rohstoffexperte prophezeit: „Häuser werden unerschwinglich teuer“

Kommentare