Kirchengemeinden öffnen wieder den „Lebendigen Adventskalender“

Jeden Tag um 18 Uhr: Eine halbe Stunde Besinnlichkeit

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Bei Heike Schäfer (l.) im Keuneke-Haus ist der Lebendige Adventskalender am 23. Dezember zu Gast. Mit im Bild: Gemeindereferentin Doris Rattay und Pastor Torben Schröder.

Barnstorf - Der 1. Dezember rückt näher, vielerorts dürften die Adventskalender schon griffbereit in den Schubladen liegen. Ein besonderes Exemplar dieses Kalendariums bieten auch in diesem Jahr wieder die beiden Barnstorfer Kirchengemeinden St. Veit und St. Barbara und Hedwig: Den „Lebendigen Adventskalender“.

Jeden Abend um 18 Uhr an einem anderen Ort öffnet eine andere Familie oder Institution die Tür, um sich mit Jung und Alt zu treffen, miteinander ein Adventslied zu singen oder eine Geschichte zu hören.

Es geht darum, sich im Trubel der Vorweihnachtszeit täglich eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, in der es besinnlich, ruhig und festlich zugeht, erklärt Pastor Torben Schröder von der Kirchengemeinde St. Veit. Zusammen mit der Ideengeberin, Gemeindereferentin Doris Rattay, hatte Schröder die ökumenische Aktion im vergangenen Jahr auf Gleis geschoben.

Die jeweilige Familie schmückt ein Fenster getreu eines Themas, das sie sich selbst vorgibt; das kann ein Gedicht sein, eine Geschichte aus der Bibel oder eine Anekdote.

So entsteht ein persönliches aber auch immer wieder überraschendes Programm. „Dieser kreative Akt ist das besondere an der Aktion“, sagt Schröder.

Im vergangenen Jahr hatte es den lebendige Adventskalender zum ersten Mal gegeben. „Wir hatten hinterher gleich Nachfragen wegen einer Nachfolgeveranstaltung“, berichtet Doris Rattay. Etwa die Hälfte der teilnehmenden Privatleute und Institutionen sind neu dabei, fügt sie hinzu. Der Rest sind „Wiederholungstäter“. Es sei nicht schwierig gewesen, Teilnehmer zu finden, ergänzt Schröder. „Wir stoßen in der Vorbereitung auf offene Türen.“

Ein besonderes Anliegen war den Organisatoren, dass die Ortschaften mit einbezogen werden. Und das zeigt sich dann auch im „Tourneeplan“: der Kalender öffnet Fenster nicht nur in Barnstorf, sondern auch in Drentwede, in Eydelstedt und in Drebber.

Es geht nicht nur zu Privathäusern, sondern auch in Kindertagesstätten, in die Bibliothek, in die Bücherei oder auch zum Bauwagen an der Skaterbahn. Jeder, der Interesse hat, kann zu den Treffpunkten kommen. „Das ist dann wie eine kleine Pilgergruppe“, erinnert sich Rattay mit einem Schmunzeln an das vergangene Jahr.

Dabei geht es nicht um Bewirtung, unterstreichen die beiden Kirchen-Vertreter. Die jeweiligen Gastgeber servieren kein Abendessen, sondern höchstens Plätzchen. Der offene Adventskalender ist draußen – bei jedem Wetter. Abschließend gibt es noch einen Punsch, so dass es ratsam ist, dass jeder eine eigene Tasse mitbringt.

sr

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