Kindertagesstätte Dörpel feiert 40. Geburtstag / „Früher war alles sehr eng“

„Kleinsten sind die Größten“

Fröhliches Wiedersehen: Die frühere Erzieherin Evelyn Weber mit den „Kindern“ Maike Imhof-Harms und Jörg Klingsieck.
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Fröhliches Wiedersehen: Die frühere Erzieherin Evelyn Weber mit den „Kindern“ Maike Imhof-Harms und Jörg Klingsieck.

Dörpel - Ein offizieller Empfang am Vormittag, hinterher ein Gottesdienst und schließlich ein Fest für Jung und Alt: In gebührendem Rahmen feierte die evangelisch-lutherische integrative Kindertagesstätte Dörpel am Sonnabend ihr 40-jähriges Bestehen. Als Einrichtung, die viele Menschen der Gemeinde Eydelstedt in Kindheitstagen begleitete, mangelte es dem „Geburtstagskind“ dabei nicht an Gästen, Glückwünschen und Geschenken.

Eines der Präsente: Ein neues Logo. Die Grafik, die vier lächelnde Kinder zeigt, ziert fortan das Gebäude. Auch Flyer, Visitenkarten, und Briefpapier der Kindertagesstätte haben demnächst ein einheitliches Wiedererkennungszeichen. Elternvertreter hatten sich um das Logo gekümmert und anlässlich des Jubiläums auch eine kleine Zeitung zusammengestellt, die mit Berichten und Fotos die vier Jahrzehnte festhält.

Beim Empfang ließ Pastor Werner Wasmuth, der damals auch die Einweihung der kirchlichen Einrichtung begleitet hatte, die ersten Entwicklungsschritte Revue passieren. Aufmerksam verfolgt wurden seine Worte von Vertretern der Elternschaft, Kommune und Kirche, Vereinen und Verbänden, die ebenfalls eingeladen waren. Glückwünsche der Gemeinde Eydelstedt übermittelte Bürgermeister Friedrich Bokelmann. „Betreuerinnen und Kinder fühlen sich seit 40 Jahren hier wohl“, lobte er die Kindertagesstätte in einer kurzen Rede. Die vielen Kinder, die im Laufe der Jahre die Einrichtung besuchten, hätten allesamt gute Erinnerungen an ihre Zeit im Kindergarten. „In Dörpel sind die Kleinsten die Größten“, so Bokelmann. Auch auf Samtgemeindeebene spielen Kinder laut Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers eine wichtige Rolle: Die Kommune investiere viel Geld in den Nachwuchs. Lübbers gratulierte im Namen der Samtgemeinde Barnstorf, die ebenfalls 1974 ins Leben gerufen wurde und somit nur wenige Tage älter ist als die Kindertagesstätte.

Über eine lange Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte freute sich Wolfgang Meyer, zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstands der Kirchengemeinde St. Veit. Er erklärte, dass Menschen nicht nur durch Predigten auf der Kanzel zu Gott geführt würden, sondern auch durch Arbeit in Institutionen wie der Kindertagesstätte. „Ich freue mich sehr, dass das hier in der christlichen Tagesstätte in Dörpel ganz selbstverständlich passiert. Damit unterstützt Ihr die Eltern bei der Weitergabe des christlichen Glaubens“, zeigte sich Meyer für die Arbeit der Erzieherinnen erkenntlich: „Danke für diese geistvolle Arbeit – für Mühe, Hartnäckigkeit und Arbeitsbereitschaft!“

Weitere Glückwünsche nahm Einrichtungsleiterin Elke Bufe unter anderem entgegen vom Kindertagesstättenverband Grafschaft Diepholz, der heute offizieller Träger der Einrichtung ist. „Ein Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben“, betonte Bufe. Damit sprach sie nicht nur unterstützende Institutionen, Organisationen, Verbände und Vereine an. Sie hob das Engagement von Kollegen und Eltern hervor, die das Fest schon seit Monaten vorbereitet hätten. Ein Dank ging an die mehr als 100 Sponsoren, die eine große Tombola ermöglicht hatten. Den Hauptpreis, eine Ballonfahrt, gewann Christian Steinemann.

Musikalische Akzente setzte beim Empfang die Chorgemeinschaft Eydelstedt. Passend zum „Geburtstagskind“ stimmten die Sänger mit den Gästen das Kinder- und Frühlingslied „Alle Vögel sind schon da“ an. Das Nachmittagsprogramm startete dann mit einem Gottesdienst von Pastorin Ilka Strehlow. Hierbei wirkten die Kinder und der Posaunenchor Barnstorf mit. Später sorgte der „Barver Bläser Chor“ für Unterhaltung. Auf die kleinen Gäste warteten Spielstationen. Für Verpflegung war ebenfalls gesorgt.

Für einige Besucher war das Fest eine Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte. „Der Raum ist groß geworden, früher war das alles sehr eng hier“, stellte Evelyn Weber fest. Sie gehörte mit Herta Fulde zu den Erzieherinnen der ersten Stunde. Erfreut war die 81-Jährige aus Eydelstedt, als sie einige frühere Kindergartenkinder wiedertraf, die heute teilweise selbst Eltern sind. „Evi, du hast dir immer viel Mühe gemacht“, meinte Maike Imhof-Harms aus Dörpel. Sie gehörte zum ersten Jahrgang und konnte sich noch gut an die Lernmappen erinnern, die zur Vorbereitung auf die Schulzeit dienten. Zum Stöbern in alten Zeiten luden auch die vielen Fotos ein, die zum runden Geburtstag auslagen.

ks/sp

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