Viele Ideen auf dem Papier

Integrationsbeirat der Samtgemeinde nimmt Arbeit auf

Im Rathaus konstituierte sich der Integrationsbeirat. Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers (hinten, 2.v.r.) und Fachbereichsleiterin Frauke Brüning (vorne, l.) wünschten den Mitgliedern viel Erfolg für die Arbeit. Foto: Kommune
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Im Rathaus konstituierte sich der Integrationsbeirat. Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers (hinten, 2.v.r.) und Fachbereichsleiterin Frauke Brüning (vorne, l.) wünschten den Mitgliedern viel Erfolg für die Arbeit.

Barnstorf – Von Thomas Speckmann. An Ideen und Aufgaben mangelt es offenbar nicht: Der Integrationsbeirat der Samtgemeinde Barnstorf hat in seiner Gründungsversammlung im Barnstorfer Rathaus gleich eine lange Liste an Vorschlägen zu Papier gebracht, die in naher Zukunft angepackt werden könnten. Damit sind die Weichen für die Arbeit des neuen Gremiums unter dem Vorsitz von Lou Rudolph gestellt.

Die Bildung eines Integrationsbeirates hatte die Kommune bereits im März 2018 beschlossen. Nach der einmütigen Entscheidung des Samtgemeinderates dauerte es allerdings einige Monate, bis die personelle Besetzung geregelt war. Schließlich sollten in dem 18-köpfigen Gremium Vertreter unterschiedlichster Interessengruppen mitwirken. Auch Flüchtlinge und zugewanderte Menschen aus Osteuropa und anderen Staaten sollen in die ehrenamtliche Arbeit eingebunden werden.

Laut Fachbereichsleiterin Frauke Brüning wird das neue Gremium an die Stelle des „Runden Tisches“ treten. Hier haben sich in den vergangenen drei Jahren ungefähr 100 Einrichtungen, Vereine, Paten und Ehrenamtliche aus der Samtgemeinde Barnstorf vernetzt. Sie tauschten sich über aktuelle Fragen, Herausforderungen und Erfordernisse in der Flüchtlingsarbeit aus.

Eine Arbeitsgruppe des „Runden Tisches“ hat auch den Richtlinienentwurf erarbeitet, der im Frühjahr 2018 abgesegnet wurde. Darin ist die Zielsetzung festgehalten. Aufgaben des Integrationsbeirates sind die Förderung und Sicherung des friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens der in der Samtgemeinde Barnstorf wohnenden Einwohner verschiedener Nationalitäten, Kulturen, Sprachen und Religionen.

280 Flüchtlinge in der Samtgemeinde

Nach Angaben der Verwaltung leben aktuell etwa 280 Flüchtlinge in der Samtgemeinde Barnstorf. Die Unterbringung funktioniere gut, berichtet Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers. Nun gehe es darum, die zugewanderten Menschen zu integrieren. In diesem Zusammenhang sei es auch weiterhin wichtig, dass Vereine, Organisationen und auch Einzelpersonen zusammenarbeiteten und sich vernetzten.

Lübbers nutzte die Gründungsversammlung im Rathaus, um allen ehrenamtlich und hauptamtlich tätigen Kräften in der Flüchtlingsarbeit zu danken. Er wies darauf hin, dass ein paar Plätze im Integrationsbeirat noch unbesetzt seien. Gern dürften weitere Personen angesprochen werden, die insbesondere die Erfahrungen aus dem Bereich der Spätaussiedler in die Gremiumsarbeit einbringen könnten.

Der Beirat soll die Interessen aller Einwohner vertreten, die sich aus religiösen, ethischen, sozialen, gesundheitlichen und rechtlichen Bereichen ergeben. In politischer und religiöser Hinsicht ist Neutralität geboten, die Entscheidungen sind unabhängig, wenngleich das Gremium kein Ausschuss nach dem kommunalen Verfassungsgesetz ist. Eine offizielle Ernennung und Verpflichtung der Mitglieder ist somit nicht notwendig gewesen.

Lou Rudolph engagiert sich seit Jahren

Mit Lou Rudolph haben die Mitglieder einen Mann an ihre Spitze gewählt, der sich schon seit mehreren Jahren in der Flüchtlingsarbeit engagiert. Seine Stellvertreterin Petra Mallwitz-Sainio ist als Koordinatorin im „Casino Interkulturell“ beschäftigt. Das Amt des Schriftführers übernimmt Jugendpfleger Ole Sterzik. Als beratendes Mitglied im Kinder-, Jugend-, Sozial- und Schulausschuss wird Maria Soledad Silva Herrera fungieren.

Bei ihrer Gründungsversammlung haben die Mitglieder bereits gezeigt, wo ihre Arbeit im neuen Jahr ansetzen könnte. Etwa bei der Bekämpfung von Vorurteilen gegenüber Flüchtlingen und Migranten, der Überwindung von sprachlichen Barrieren oder der Organisation von Aktionen gegen Rechts. Die Schwerpunkte sollen im Rahmen eines Workshops festgelegt werden. Das nächste Treffen ist am 25. Februar.

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